Schmetterlingskasten selber bauen

Schmetterlingskasten selber bauen

Schmetterlingskästen im Garten können den Zweck haben, Faltern eine Unterkunft zu bieten, um diese in vielen Arten bedrohten Tiere zu unterstützen. Durch eine solche Initiative werden Sie dann im Sommer mit vielen schönen Schmetterlingen im Garten belohnt. Schmetterlingskästen sind jedoch auch gut geeignet, Kindern die Natur nahezubringen. 

Kleinen Schmetterlingskasten selber bauen

schmetterling12_flEin kleiner Schmetterlingskasten ist ein rechteckiger Holzkasten, der mit (meist vier) senkrechten Schlitzen versehen ist. Wenn in den Kasten einige kleine Hölzer gegeben werden, sollen sich die Schmetterlinge bei schlechter Witterung gerne

in den Kasten hängen. 

Er kann ungefähr die Größe eines normalen Vogelnistkastens haben, etwas größer schadet wohl auch nichts. Beim Bau ist Ihre Fantasie gefragt: Eine (unbehandelte) Obstkiste kann mit zusätzlichen Holzlatten in einen geschlossenen Kasten verwandelt werden, auf den dann vorne die Abdeckplatte mit den senkrechten Schlitzen aufgebracht wird. Jede andere Kiste aus unbehandeltem Holz kann mit einer Deckplatte mit Schlitzen versehen werden. Am besten geht das, wenn vorher vier Kanthölzer in den Ecken befestigt werden, auf die die Platte mit den Schlitzen dann einfach aufgenagelt wird. Die Schlitze sollten um 1,5 cm Breite und eine Länge von einigen Zentimetern haben, sie können mit einer Stichsäge ausgesägt und anschließend mit Schleifpapier geglättet werden. 

Wenn Sie sich dem Schmetterlingskasten nähern, nachdem er einige Zeit im Garten verbracht hat, ist immer Vorsicht angebracht: Es kann gut sein, dass der Kasten nicht von Schmetterlingen, sondern von anderen Tieren wie Insekten oder Wespen besiedelt wird. Diese könnten auf Störungen ärgerlich reagieren, da sie im Kasten ja keine Fluchtmöglichkeit haben. 

Großen Schmetterlingskasten selber bauen

Wer einen Garten und in diesem genug Platz zur Verfügung hat, kann das Projekt Schmetterling auch etwas größer angehen. Wenn Sie Ihren Kindern das Leben der Schmetterlinge ganz anschaulich vermitteln wollen, können Sie sogar
Schmetterlinge züchten. Den (zunächst zu fangenden) Schmetterlingen müssen dann in einem Freiflugkäfig komfortable Lebensbedingungen geboten werden. Dann ist es durchaus wahrscheinlich, dass es zur Paarung und zur Eiablage kommt. 

Zuerst wird der Schmetterlingsflugkasten gebaut, als einfacher Würfel aus Kanthölzern, der dann mit Maschendraht verkleidet wird. Er sollte mindestens 10 Kubikmeter Innenraum haben, zum Beispiel 2 Meter breit, 2 Meter tief und 2 Meter hoch (8 Kubikmeter). Je größer, desto besser, und desto weniger fliegen die Schmetterlinge gegen das Gitter. Es können natürlich auch unterschiedliche Kantenlängen genommen werden, je nach vorhandenen Kanthölzern, auf den gesamten Innenraum kommt es an. In diesen Kasten werden nun Töpfe mit Blumen und Sträuchern getan, die Schmetterlinge mögen. Außerdem müssen die Pflanzen eingebracht werden, auf denen die Eiablage erfolgen soll. In der Regel sind das die Pflanzen, die später die Raupen fressen, unter Umständen muss das eine ganz bestimmte Pflanze sein. 

Die Pflanzenarten lassen sich mit ein wenig Recherche im Internet ergründen, vielleicht nimmt Ihr Kind diese Frage als Anregung für eine Gemeinschaftsaufgabe mit in die Schule. Die Raupen der Pfauenaugen fressen zum Beispiel nur Brennnesseln, diese einseitige Ernährungsweise nennt man monophag (gelegentlich auch bei Menschen zu beobachten, zum Beispiel bei Männern in der Grillsaison). Dann müssen Schmetterlinge gefangen werden und in den Kasten getan werden, bei dieser Größe etwa 10 bis 15 Stück. Anschließend heißt es warten. 


/>schmetterling4_flMit ein wenig Glück können Sie mit Ihrem Nachwuchs nach einiger Zeit eine Paarung beobachten. Dazu müssen Sie nicht Tag und Nacht vor dem Schmetterlingskasten sitzen, eine Paarung dauert etwa drei Stunden, in denen die Schmetterlinge reglos mit ihren Hinterteilen aneinanderkleben. Nach der Paarung kommt die Eiablage, die nach 1 bis 3 Wochen schlüpfenden Raupen werden in einen Brutkasten für Schmetterlinge gegeben, in dem sie dann bei guter Fütterung schnell wachsen und sich verpuppen. Bis zum Schlüpfen können die Kinder also den ganzen Vorgang der Entstehung eines Schmetterlings direkt verfolgen. Auch die Entlassung der geschlüpften Schmetterlinge ins Freie macht den Kindern erfahrungsgemäß viel Freude.

Wenn Ihnen ein solcher Schmetterlingsflugkasten im Garten zu groß ist, gibt es auch die Möglichkeit, Ihren Kindern die Entstehung von Schmetterlingen durch die Aufzucht von Raupen nahe zu bringen. Dazu bauen Sie nur den Brutkasten für Schmetterlinge und sammeln in der Natur Raupen, die Sie füttern und nach dem Schlüpfen fliegen lassen.