Sonnenuhr bauen - Bauanleitung

Sonnenuhr bauen - Bauanleitung
Die Sonnenuhr ist das älteste und einfachste Hilfsmittel, um die Uhrzeit zu bestimmen. Dabei wird durch den Stand der Sonne mittels eines Zeigers ein Schatten geworfen, der die Zeit anzeigt. Bedingung zum Funktionieren ist die Entstehung von Schatten, da sonst keine Anzeige erfolgt.

Die Sonnenuhr entstand bereits in der Antike. Ein Stab wird dazu senkrecht in den Boden gebracht und je nach Schattenwurf wird die Uhrzeit bestimmt. Dazu wird manchmal noch ergänzend ein Ziffernblatt verwendet, damit die Zeit leichter abgelesen werden kann.

Im folgenden Abschnitt möchten

wir Ihnen eine kurze Bauanleitung für eine Sonnenuhr präsentieren. Erfahren Sie was Sie für das Bauen einer Sonnenuhr benötigen. Lesen Sie mehr in der Bauanleitung:

Bauanleitung: Sonnenuhr bauen
Eine Sonnenuhr lässt sich selbst bauen. Allerdings muss man ein paar wichtige Dinge beachten, damit diese auch richtig geht. Zuerst einmal muss für den Längengrad, auf dem die Sonnenuhr aufgestellt wird, das richtige Ziffernblatt gefunden werden, denn nur so wird gewährleistet, dass die Sonnenuhr die genaue Zeit anzeigt.

Wenn man die Sonnenuhr lediglich darauf einstellt, dass es beim höchsten Stand der Sonne genau 12 Uhr ist, so zeigt diese die so genannte wahre Ortszeit an. Um mit dieser Anzeige die genaue Zeit zu ermitteln, muss man noch den Längengrad der Position
kennen und eventuelle Verschiebungen durch Sommer- oder Winterzeit beachten.

Für eine einfache Sonnenuhr reicht ein quadratisches Brett und ein Nagel aus. Bei einem dünneren Brett sollte man zur Befestigung des Nagels eventuell noch einen Holzklotz verwenden. Der Nagel sollte ungefähr die Hälfte des Brettes messen. Wie gesagt wird der Längengrad benötigt. Diesen kann man zum Beispiel auf Landkarten ermitteln.

Auf das Brett werden nun zwei dünne Hilfslinien gezeichnet, die sich in der Mitte des Brettes schneiden und einen rechten Winkel bilden. Von dieser Linie aus wird nun die Lage der Bezugslinie, man sagt dazu Versatz, berechnet. Dafür benötigt man nun den Längengrad. Der Versatz ist die Differenz zwischen 15 ° und dem Längengrad des Ortes. Die Bezugslinie wird nun in dem Winkel der Differenz zur waagerechten Hilfslinie aufgezeichnet.

Auf dieser Bezugslinie basierend wird jetzt das Ziffernblatt eingeteilt. Für diese Arbeit ist der Breitengrad erforderlich. Die Bezugslinie stellt übrigens die Linie für 18 Uhr und 6 Uhr dar. Die entsprechenden Winkel für die weiteren Zeiten gibt es als Tabellen im Internet. Nach dem Aufzeichnen der gesamten Zeitlinien wird der Nagel im Zentrum des Brettes eingeschlagen.

Zum korrekten Aufstellen greift man auf die Hilfe eines Kompasses oder einer Landkarte zurück. Die Sonnenuhr muss eine exakte Nord-Süd-Ausrichtung haben. Diese Variante einer Sonnenuhr ist bereits eine gehobenere.

Einfacher geht es mit einem Zeiger (Stab oder ähnlichem), der an einer passenden Stelle in die Erde gerammt wird. Dann legt man jeweils zur vollen Stunde eine Markierung auf den Schatten. So erhält man eine simple Sonnenuhr, die allerdings, soll sie genau gehen, ständig nachjustiert werden muss wegen der Erdbewegung um die Sonne.

Wer ganz professionell beim Bauen der Sonnenuhr vorgehen möchte, sollte sich am besten eine Bauanleitung im Internet holen oder im Fachhandel ein

geeignetes Buch erwerben.