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Tiefbrunnen bohren
Gartenarbeit - Bauanleitungen & Baupläne

Tiefbrunnen bohren

Einen optimalen Tiefbrunnen (siehe auch Brunnen bohren) für die Gartenbewässerung kann man nicht mit Werkzeugen aus dem Hobbykeller bauen. Benötigt werden schwere und spezielle Bohrgeräte und –Werkzeuge. Des Weiteren wird kein Tiefbrunnen gelingen, wenn man nicht wenigstens über ein paar Grundkenntnisse im Brunnenbau verfügt.

So muss man zunächst einmal wissen, wo denn überhaupt Wasser zu finden ist? Den Grundwasserstand kann man auf verschiedene Arten in Erfahrung bringen. Zunächst kann man Nachbarn fragen, ob diese einen Brunnen haben und wie die Wasserförderung gelingt. Des Weiteren kann man den örtlichen Wasserversorger um Rat fragen. Die Wasserversorger haben ...
ein großes Grundwasserpegelnetz und können an dieser Stelle eventuell weiter helfen.

Eine weitere, jedoch möglicherweise aufwendigere Methode ist es, einfach drauf los zu bohren. Manche setzen auch auf die Dienste eines Wünschelrutengängers, der eine Wasserader aufspürt.

Wurde eine Wasserstelle gefunden, werden ein Erdbohrer und ein Bohrrohr benötigt. Den Erdbohrer kann man teilweise in Gartenfachgeschäften leihen, jedoch gibt es auch im Internet viele Verleihfirmen solcher speziellen Werkzeuge. Mit dem Erdbohrer wird nun bis zur Grundwasserschicht vorgebohrt und immer wieder ein Stück Bohrrohr nachgeschoben. Das nasse Erdreich ist erreicht, wenn beim Bohren das Bohrgut ständig von der Bohrschnecke abfällt.

Ist dies der Fall, wird mit einer Kiesbüchse weiter gearbeitet. Diese muss ständig auf und ab bewegt werden, was eine sehr schweißtreibende Angelegenheit sein kann. Ist die Kiesbüchse sehr schwer geworden, wird das Bohrrohr herausgenommen und ausgegossen. Dies wird solange wiederholt, bis das Bohrrohr gute vier bis fünf Meter in das Grundwasser vorgedrungen ist.

Nun geht es an den Ausbau des Filterrohres und den Einbau eines Sumpfrohres. Die Filterrohre werden hierbei auf das Sumpfrohr geschraubt. Anschließend wird in das Brunnenrohr ein Meter Filterkies geschüttet und das Bohrrohr dann einen halben Meter herausgezogen. Abschließend wird in die Auffüllungen reichlich Wasser gegeben, so kann einer Bodenbesetzung entgegengewirkt werden. Nun wird nur noch eine Pumpe benötigt und man kann das Grundwasser zutage fördern.
 


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