Garten

Neuentwicklungen im Bereich der Outdoor-Tischwäsche

pixelio.de / jena(Bild: pixelio.de / jena) Tischwäsche für den Garten soll wetterfest, schmutzabweisend, rutschhemmend und natürlich auch preisgünstig sein. Nach diesen Vorgaben hat das sächsische Textilforschungsinstitut (STFI) an der TU Chemnitz an einem neuen Stoff getüftelt. Dabei heraus gekommen ist nun die Outdoor-Tischwäsche aus Spinnvliesstoff. Doch was kann man sich unter diesem speziellen Stoff vorstellen?

Dabei handelt es sich um einen Material, welches aus Kunststoffgranulaten gefertigt wird. Natürlich kann dieser Stoff mit beliebigen Mustern bedruckt werden.

Waren bisher für die Herstellung von Outdoor-Tischdecken mehrere Arbeitsschritte bis zum fertigen Produkt nötig, so liegt der Vorteil der Neuentwicklung des STFI darin, dass dies nun mit nur einem Arbeitsgang möglich ist. Vom Ausgangsstoff Granulat bis hin zum fertigen Spinnvlies ist nämlich nur mehr ein einziger Arbeitsschritt nötig. So kann die Outdoor-Tischwäsche natürlich gleichzeitig auch recht preisgünstig sein.

Gefertigt wird Spinnvlies aus Kunststoff-Granulaten. Zum Einsatz kommen die vier Kunststoffe: ‚   Polyamid, Polyester, Polypropylen und Polyethylen. Da diese jedoch unterschiedliche Verarbeitungstemperaturen aufweisen, sind jeweils nur zwei Kombinationen möglich. Die Kombination Polypropylen mit Polyethylen zeichnet sich dadurch aus, dass sie feuchtigkeits- und schmutzabweisend ist und insbesondere an Holztischen gut haftet. Selbst ein Windstoß fegt die Decke nicht vom Tisch. Die Stärke der anderen Kombination aus Polyester mit Polyamid hingegen ist ihre höhere Hitzebeständigkeit. Weil sie Temperaturen bis zu 200 Grad Celsius aushält, kann sie auch Thermo-Transferdruck mit Mustern dekoriert werden. Der Thermo-Transferdruck ist nämlich erst ab 180 Grad Celsius möglich. Die Polypropylen/Polyethylen-Kombination bleibt deswegen entweder einfarbig oder kann nur mit dem etwas weniger hochwertigen Pigmentdruck verschönert werden.

Weiterhin enthalten die Kunststoff-Granulate noch Nebenkomponenten, welche unter anderem einen UV- und Fleckschutz gewährleisten. Die Wissenschaftler haben die Textilen auf Wasch-, Trocken- sowie Bügeltauglichkeit hin überprüft. Dabei wurden die Erwartungen der Wissenschaftler in Sachen Biegesteifigkeit, Reißfestigkeit und Oberflächenabrieb erfüllt.

Zwar handelt es sich bei den neu entwickelten Tischdecken nicht um Einmal-Produkte, doch nach circa fünf Waschvorgängen fallen sie nicht mehr ganz so schön. Weil sie jedoch sehr preisgünstig sind, kann man auch mal zu einer neuen Decke greifen, erläutert Ralf Taubner vom STFI. Seit September findet auf der Insel Rügen, genauer am Teststand des STFI am Kap Arkona, noch ein Bewitterungstest statt.

Die Markteinführung, die Massenproduktion und der Verkauf liegt in den Händen des Projektpartners Brändl Textil GmbH mit Firmensitz im sächsischen Geyer.

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