(Foto: IZB) Die Eisheiligen sind nun vorbei. Jetzt können die Sommerblumenzwiebeln nach draußen gesetzt werden. 2008 heißt die Sommerblumenzwiebel des Jahres Canna ’Wyoming’. Sie besticht durch ihre leuchtend orangefarbenen Blüten sowie ihre großen dunkelgrünen Blätter. Die Auswahl der Sommerblumenzwiebel des Jahres wurde von niederländischen Blumenzwiebelspezialisten getroffen.
Wenn man es ganz genau nimmt, dann gehört die Canna eigentlich gar nicht zu den Zwiebelblumen, weil ihre Überdauungsorgane botanisch gesehen keine Zwiebeln sind, sondern es sich dabei um verdickte Wurzelstöcke, also um genannte Rhizome handelt. Im Handel werden diese jedoch mit denen im Sommer blühenden Blumenzwiebeln und Knollen angeboten.
Jetzt können die Rhizome des frostempfindlichen Blumenrohrs (Canna) ins Freie gepflanzt werden. Empfehlenswert ist eine Pflanztiefe von acht Zentimetern. Damit sich die Pflanze gut entwickeln kann sollte ein sonniger, windgeschützter Standort mit einem lockeren, nährstoffreichen Boden ausgewählt werden. Außerdem sollte man beachten dass die Pflanzen stark wachsen und daher im Sommer auch recht durstig sind. Entfernt man verblühtes regelmäßig, dann gibt man der exotischen Schönheit mehr Chancen neue Blüten zu entwickeln. Hierzulande kann aufgrund der geringen Wintertemperaturen das Blumenrohr keine Samen bilden. In wärmeren Gefilden kann sie allerdings ausreifen und bringt schwarze, runde sowie sehr harte Samenkörner hervor, die neben der Aussaat auch zur Herstellung von Halsketten und Rosenkränzen verwendet werden. Lange andauernde Farbfreude bietet das Blumenrohr, denn es blüht von Sommer bis hinein in den Herbst, wenn es die ersten Fröste gibt. Das Blumenrohr gibt es in vielen Sorten, welche durch ihre unterschiedlichsten Blütenfarben bunte Akzente im Garten setzen. Angefangen vom reinen Weiß über helle Blütenfarben wie Gelb, Lachs oder Rosa bis hin zu einem kräftigem Rot. Es gibt ein- und mehrfarbige Blüten oder auch welche mit andersfarbigen Rändern beziehungsweise interessanten Farbverläufen. Je nach Sorte fallen aber auch die Blätter auf, die in einem bläulich bis grünen Farbton leuchten oder bronze- bis purpurfarben getönt sind. Die Blätter sind groß, kräftig, deutlich geadert und erinnern an Bananenstauden.
Canna ‘Wyoming’
Die Sorte ‘Wyoming’ hat unterhalb der kräftig orangefarbenen Blütenblätter mit einer purpurroten Mitte rotbraune Blätter mit dunkler gefärbten Adern. Je nach dem Lichtverhältnis des Standortes kann sie eine Höhe zwischen 120 bis 150 Zentimeter erreichen. Für den Balkon oder die Terrasse gibt es aber auch andere Canna-Sorten die nur 50 Zentimeter hoch werden. Selbstverständlich lassen sich auch die höher wachsenden Sorten in Kübel oder andere Pflanzgefäße setzen, um zum Beispiel den Hauseingang oder die Hofeinfahrt mit so einem blühenden Exot zu dekorieren. Die Gieskanne muss dann aber noch öfter zum Einsatz kommen.
Überwintern
Cannas gehören zu den frostempfindlichen Pflanzen. Im Kübel gepflanztes Blumenrohr stellt man im Pflanzgefäß in einen trockenen, hellen und kühlen Raum. Abgeschnitten werden sollte dann aber erst im Frühjahr circa eine Handbreit über der Erde. Die in den Garten gepflanzten Rhizome müssen ausgegraben werden. Im Oktober nach den ersten Frösten sollte man das Laub und die Stängel etwa 10 bis 15 Zentimeter über dem Boden abschneiden. Die Rhizome sollte man nach dem Ausgraben mitsamt der anhaftenden Erde – nicht zuviel Erde entfernen – etwas trocknen lassen. Zum Überwintern stellt man die Wurzelstücke mit der noch anhaftenden Gartenerde in eine Kiste oder schlägt sie vorher mit etwas grobem Sand ein. Empfehlenswert sind zwischen 8 bis 12 Grad Celsius. Zugluft sollte vermieden werden.
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