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Japanischer Staudenknöterich - Bekämpfung

Der japanische Staudenknöterich gehört zur Familie der Knöterichgewächse und wurde um 1800 als Zierpflanze in Europa eingeführt. Er bildet schnell dichte Bestände, die die hiesige Vegetation schnell verdrängen.

unkraut-jaeten_flEr ist der in Europa meistverbreitete ...



Knöterich und wird etwa 1 - 3 m groß. Es handelt sich dabei um eine Staude mit hohen und kraftvollen Stängeln, die kahl und dunkelrot sind. Er bildet typische unterirdische Sprosse. Die Blätter sind derb ledrig, eiförmig und circa 12 cm lang und 8 cm breit. Da er die natürliche Vegetation bedrängt, behindert und gefährdet, wird er als Unkraut auf der ganzen Welt befürchtet und bekämpft. Der Staudenknöterich kommt tatsächlich auch fast auf allen Kontinenten vor. Er steht sogar auf der Schwarzen Liste der gefährlichsten invasiven Arten. Zudem wächst er sehr schnell und dominiert konkurrierende Pflanzen, indem er das Licht wegnimmt und sie verdrängt. Durch seine ausgeprägte Dominanz wirkt er sich sogar negativ auf das Ökosystem aus und kann unterdessen ...



sogar wirtschaftliche Schäden verursachen - vor allem dann, wenn er professionell entfernt wird. Insgesamt kommt der Knöterich besonders häufig in der Nähe von Fließgewässern vor. 

Methoden der Bekämpfung

Durch die unterirdischen Triebe ist er sehr schwer zu bekämpfen. Alle Rhizome, die bis zu 5 m unterirdisch liegen, können, wenn sie nicht komplett entfernt werden, auch auf kleinsten Stücken wieder neu austreiben. Falls man sie auf den Kompost wirft, wird er sich auch hier wieder weiterentwickeln. Wer große Bestände bekämpfen muss, schafft das auch fast nicht alleine, sondern man sollte in dem Fall eine Fachstelle um Rat befragen. Wer Umgrabearbeiten im Garten vornimmt, muss besonders achtgeben, dass er durch die unterirdischen Triebe die Verbreitung nicht ungewollt fördert. Es gibt verschiedene Methoden aber alle sind nicht zu 100% Erfolg versprechend.

Zum einen ist hier die mechanische Bekämpfung erwähnenswert: der Staudenknöterich sollte am besten jeden Monat, noch besser jede Woche geschnitten werden - so kann man die Rhizome schwächen und am neuen Austreiben hindern. Der Knöterich wächst nämlich rasant. Alle Triebe sollten dabei entfernt und Entferntes verbrannt werden - allerdings ist das wiederum im Freien fast überall verboten. Eigentlich gehört die Pflanze daher in den Restmüll. Das macht die Entsorgung nicht unbedingt leichter. Selbst allerkleinste Wurzelteilchen, die in der Erde verbleiben, werden wieder austreiben. Dies ist also eine zeitintensive und aufwendige Sisyphusarbeit. Man muss definitiv beharrlich, genau und schnell sein um ihm mechanisch Herr zu werden. Mechanische Bekämpfung ist daher auch nur bei kleinerem Bestand sinnvoll. 


Eine andere Möglichkeit wäre das Bedecken des gesamten Bestandes mit schwarzer Folie, die der Pflanze das Licht entzieht. Wer kann, setzt auf der zu bereinigenden Fläche Schafe oder Ziegen ein - das muss allerdings über einige Jahre passieren und ist langfristig eine Erfolg versprechende Methode. Die Schafe fressen die Blätter, während die Ziegen sich die Stängel schmecken lassen. Allerdings ist das auch nicht für jeden eine geeignete und gangbare Methode. Zuletzt bleibt noch die Methode der chemischen Bekämpfung. Der Einsatz von Herbiziden ist aber nicht uneingeschränkt zugelassen - vor allem in der Nähe von Gewässern ist es untersagt. 

In Süddeutschland hat man mit gutem Ergebnis versucht, Weidenspreitlagen an Flussufern zu verbauen. Sie können das Nachwachsen des Knöterichs verhindern. Eine andere Methode ist der Einsatz von Mahd - bei großen Flächen allerdings auch ziemlich kostenintensiv. Egal, welche Art der Bekämpfung, sie ist langwierig und erstreckt sich meist über Jahre. Gerade durch die hartnäckigen Rhizome ist Geduld gefordert!



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