Gartenpflege -
Unkraut bekämpfen - Unkrautbekämpfung im Garten
Unkraut entfernen
Wo Unkraut wirklich stört, lässt es sich auch sanft entfernen. Besitzer naturnaher Gärten sollten deshalb Unkraut eindämmen und entfernen, ohne andere Lebewesen oder der Umwelt zu schaden. Die umweltgerechte Unkrautentfernung schließt jegliche Verwendung von Herbiziden, also chemisch – synthetische Mittel zur Unkrautvernichtung- aus. Doch sind den Biogärtner nicht die Hände gebunden. Er kann zwischen verschiedenen Methoden wählen, um den Unkrautwuchs in seine Grenzen zu weisen.
Harken, die nur wenigen Zentimeter tief arbeitende Harke leistet vor allem bei lockeren Böden gute Dienste. Flachwurzelnde Unkräuter werden von den Zinken
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erfasst und herausgerissen. Wenn sie noch keine Samen gebildet haben, sollte man sie auf dem Boden liegenlassen. Gerade bei wüchsigem. Warmen Wetter vertrocknen sie schnell und richten daher keinen Schaden an, sondern halten den Boden feucht. Harken ist besonders unter und zwischen Kulturpflanzen mit empfindlichen Wurzeln zu empfehlen. Hierzu gehören unter anderem Rosen.
Hacken, die verschiedenen Bauarten und Arbeitsbreiten der hacken ermöglichen eine intensive Unkrautkontrolle. Sie schneiden die Pflanzen im Boden ab. Wie beim Harken sollte der Boden ausreichend abgetrocknet sein, damit sich nicht ständig Erdklumpen am Werkzeug festsetzen. Andererseits macht stark ausgetrockneter Lehmboden das Hacken anstrengender. Ob eine Schubkarre, eine Zughacke oder die so genannte Pendelhacke bevorzugt wird, ist Geschmacksache. Mit breiteren Hacken ist die Flächenleistung größer. Zum Arbeiten zwischen schmalen Pflanzenreihen sollte eine Hacke gewählt werden, die in ihren Maßen genau darauf abgestimmt ist.
Jäten, reine Handarbeit bietet sich an, wenn vereinzelte, nicht zu kleine Unkräuter entfernt werden sollen. Flachwurzelnde Arten lassen sich aus mäßig feuchtem Boden leicht herausziehen.
Unkrautentfernung - Unkraut natürlich entfernen: Mulchen, ohne Licht kein Pflanzenwachstum. Diesen Zusammenhang nutzt man beim Abdecken von Beeten mit schwarzer Folie, Laub, Grasschnitt, Stroh, Brettern oder Steinplatten aus. Ziergehölzpflanzungen können auch mit Rindenschrot abgedeckt werden, die leicht herbizide Wirkung der Rindeninhaltsstoffe ist dort von Vorteil, während Gemüsebeete aus dem gleichen Grund nicht damit abgedeckt werden sollten. Baumscheiben und Beerenstrauchreihen lassen sich mit Rasenschnitt gleichzeitig düngen. Besonders praktisch sind Mulchplatten aus Pappe, sie werden um frisch gepflanzte Gehölze gelegt, die auf selten gemähten Wiesenflächen stehen. In der Anwachsphase sind die Gehölze sonst durch Gräser und Kräuter stark beeinträchtigt, sie vertrocknen oder „versinken“ unter den hüfthoch wachsenden Wiesenpflanzen. Dauerhafter ist schwarze Mulchfolie, die zur Durchleitung von Wasser und Luft geschlitzt ist.
Entfernen durch Hitze, dort, wo aus den unterschiedlichsten gründen nicht gehackt werden kann, ist die Anwendung höherer Temperaturen eine umweltverträgliche Methode. Die Bodenorganismen werden in der Regel nicht beeinträchtigt. Für den garten werden handliche Propangasbrenner angeboten. Die nur wenige Sekunden andauernde Hitzewirkung auf Blätter und Stängel lässt die Pflanzen innerhalb der nächsten Tage absterben. Besonders harmlose Unkräuter, Vogelmiere ist als langsamwüchsiges, anspruchloses Unkraut gut tolerierbar. Da es sich jederzeit entfernen lässt, kann eine vorbeugende Kontrolle unterbleiben. Auch das zarte Kleinblütrige Franzosenkraut ist eher unproblematisch. Unter den zweijährigen Unkräutern ist der Gemeine Löwenzahn bei toleranten Gärtnern gern gesehen, denn er wuchert nicht, und seine Blüten ziehen viele nützliche Insekten an.
Unkräuter mit Problemeigenschaften, die bevorzugt auf staunassen Böden vorkommenden Hahnenfußarten halten sich dort hartnäckig und treiben bei falscher Bodenbearbeitung aus kleinsten Pflanzenteilen aus. Auch der großen Brennessel sollten Grenzen gesetzt werden, denn ihre Vitalität und ihr Besiedlungspotential sind enorm. Eine Möglichkeit, diese Art unter kontrollierten Verhältnissen im Garten, etwa zur Herstellung von Brennnesselbrühe, zu halten, ist das Eingraben einer mindestens 50cm tief reichenden stabilen Folie. Aus einem dermaßen abgegrenzten Beet können die ausläuferbildenden Pflanzen nicht so schnell ausbrechen. Im bereich der Gemüsebeete sollten Kreuzblütler wie Ackerschöterich und Hirtentäschel beseitigt werden, um die Kohlherniegefahr einzudämmen.
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