Immer wieder hört man von den Umweltbelastungen in der heutigen Zeit. Da möchte man selbst so wenig die Umwelt belasten, wie es einem nur möglich ist. Der Gartenbesitzer greift auch lieber zu umweltschonenden Mitteln, die biologisch abbaubar sind, oder verzichtet ganz, und legt selbst Hand an.
Die Frage ist aber oft: Wie mache ich das, ohne Chemie? Unkrautbelastung im Garten ist eine Sache für sich. Am einfachsten ist es natürlich mit Chemie. Aber das muss nicht sein.
Wer selbst Kompostiert, sollte darauf achten, das Unkrautwurzeln (zum Beispiel vom Giersch, Schachtelhalm, Löwenzahn) nicht mit auf dem Kompost landen. Samen von Unkräutern verbrennen meistens in der Hitze während des Verrottungsvorganges, da lauert also keine all zu große Gefahr. Einige Dinge sollten immer Beachtung finden. Ausschließlich reifen Kompost auf den Beeten verteilen. Hat man zuwenig reifen Kompost, manche Aufbereitungsanlagen verkaufen für wenig Geld reifen, durchgesiebten Kompost, ohne Unkrautsamen, und –wurzeln. Lieber dann dort einen Anhänger voll kaufen, das spart vielleicht kein Geld, aber jede Menge Arbeit.
Die Beete im Frühjahr gründlich vom Unkraut befreien, und wo es nur geht, eine dicke Schicht Rindenmulch ausbringen. Das hält die Feuchtigkeit, und unterdrückt das Unkrautwachstum. Kommt doch mal was durch, lässt es sich ganz leicht rauszupfen, da die Wurzeln zwischen den groben Stücken keinen festen Halt finden können. Rindenmulch lässt Wasserkosten sparen, und sieht zudem immer gepflegt aus. Wo man keinen Rindenmulch ausbringen kann, bleibt dem Gartenbesitzer das Jäten. Öfters mal den Boden gut mit einer Forke lockern und das Unkraut immer wieder gründlich aufsammeln. Oftmals verschwindet das Unkraut fast gänzlich.
Wo ein Beet gerade entstehen soll, hat man gleich drei Möglichkeiten.
1. Die oberste Bodenschicht abtragen, und mit frischem, reifen Kompost wieder auffüllen. Der Kompost sollte möglichst gesiebt sein, damit keine Unkrautsamen darin enthalten sind. Eventuell mit Mutterboden 1:1 mischen. 2. Den Boden gut lockern, Unkraut rauszupfen, Wurzeln gründlich entfernen. Für ein ganzes Jahr eine schwarze Folie auf der gesamten Fläche ausbreiten, und an den Rändern mit Steinen beschweren. (Dass das Unkraut nicht wiederkommt, kann leider nicht garantiert werden) 3. Den Boden gut lockern, und den ersten Sommer über Kartoffeln pflanzen. Da diese öfters gehackt werden müssen, kann man das Unkraut nach und nach fast völlig restlos entfernen.
Die effektivste Methode ist wohl die erste, da das Beet nach der Vorbereitung sofort nutzbar ist. Wer es nicht besonders eilig hat mit der Bepflanzung, kann Methode Nummer 3 wählen. Hat sogar einen gewissen Nährwert. In bestehenden Beeten hat man noch die Möglichkeit, Bodendecker zu pflanzen. Diese bilden meist in nur kurzer Zeit einen dichten Teppich, und nehmen dem Unkraut so die Chance, zu wachsen. In der Anfangzeit bleibt jedoch das Unkrautzupfen auch hier nicht erspart.
Auf Terrassen und Wegen sprießt aber auch Unkraut. Wie kann man hier Abhilfe schaffen? Hier kann man mit einem Spitzen Gegenstand (zum Beispiel Messer, oder spezielle Fugenkratzer) die Fugen vom Unkraut befreien, eine ziemlich unliebsame Beschäftigung, und kostet vor allem zu viel Zeit und Kraft. Eine andere Möglichkeit ist das Abflammen. Nach beiden Methoden kann man sich dadurch selbst helfen, in dem man Terrassen, und verfugte Wege regelmäßig mit dem Straßenbesen durchbürstet.
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