Rhabarber-Ernte - bis wann ist Erntezeit?

rhabarber2_flBeim Rhabarber gibt es nicht sonderlich viel zu beachten, aber dies sollte dann aber genau gemacht werden. Am liebsten mag dieser einen sonnigen Ort, zur Not geht auch Halbschatten. Dunkler darf dieser nicht stehen, da ansonsten die Ernte nicht üppig wird und nur dünne Stängel wachsen.

Die beste Zeit um Rhabarber anzubauen

Die Anpflanzung sollte im Oktober oder im Frühjahr ab März bis April erfolgen. Dabei muss auf einen Pflanzabstand von mindestens 1 bis 1,5 Meter geachtet werden, da ansonsten die

Rhabarberpflanze nicht genügend Platz hat. Daher eigenen sich schwere und tiefgründige oder leicht sandige Böden für den Anbau von Rhabarber. Allerdings sollte der Boden von Wildkräutern und Unkraut befreit sein. Allerdings sollte der Boden von Wildkräutern und Unkraut befreit sein. Dabei muss die Pflanze ausreichend tief eingegraben werden, sodass nur noch die Knospe herausschaut. Nach dem Einpflanzen den Boden um den Rhabarber festtreten und anschließend gut Wässern.

Beim Anbau zu beachten:
  • Den Rhabarber zwischen Herbst und dem Frühjahr anbauen
  • Schwerer oder sandiger Boden eigenen sich für den Anbau von Rhabarber
  • Sonnige Standplätze werden bevorzugt, aber Halbschatten geht gerade noch
  • Ausreichenden Platz zwischen den Pflanzen lassen
  • Nur noch die Knospe darf aus dem Boden schauen
  • Nach dem Anpflanzen ausreichend gießen
  • In regelmäßigen Abständen sollte gedüngt werden, gerade auch nach der Ernte
Regelmäßiges Düngen ist wichtig

Auch wenn der Rhabarber schon im Herbst angepflanzt wurde, muss mit der Dünung erst im Frühjahr begonnen werden. Hierzu eignet sich eine Mulchschicht hervorragend. Auch über den Sommer muss die Pflanze regelmäßig gedüngt werden, damit diese immer ausreichend Nährstoffe erhält. Hierzu kann Kompost in die Erde eingearbeitet werden. Dies gilt gerade auch nach der Ernte und hier eigenen nicht zum Beispiel Knochenmehl oder auch Stallmist. Gerade nach der Ernte ist dies wichtig, denn nur so kann sich die Pflanze bis zum nächsten Jahr ausreichend erholen. Dabei kann der Rhabarber in der Nachbarschaft von Erdbeeren, Kopfsalat oder auch Erbsen angepflanzt werden. Natürlich mit ausreichendem Abstand, damit dieser sich auch gut entwickeln und kräftige Stängel bekommen kann.

Erntezeit des Rhabarbers

Diese beginnt im April und endet genau am 24. Juni mit dem Johannistag. Reif ist der Rhabarber, wenn die Stängel und auch die Blätter nicht mehr gewellt sind. Dann steht der Rhabarber aufrecht und kann sehr weit unten abgeschnitten werden. Dabei müssen dann noch die weißen Stellen an den Stängel abgeschnitten werden. Diese eignen sich nicht zum Verzehr, genauso wie die Schale. Dabei auch gleichzeitig die Blüten entfernen. Blüten können zu einem leckeren Salat verarbeitet werden. Nach dem 24 Juni darf der Rhabarber nicht mehr geerntet werden, da dieser dann zu viel Oxalsäure enthält. Aus diesem Grund sollte dieser auch nicht roh gegessen werden, oder zumindest nicht zu häufig, auch wenn er frisch geerntet noch so gut schmeckt.

Schädlinge beim Rhabarber

Da es sich hier um eine sehr robuste Pflanze handelt, können ihr auch Schädlinge nicht wirklich etwas anhaben. Zu diesen Schädlingen gehören
Blattläuse, Raupen und Blattkäfer. Diese müssen deshalb auch nicht extra bekämpft werden, da hier kein Schaden zu erwarten ist. Andere Schädlinge sind Würmer, die aber für den Menschen unbedenklich sind und daher ignoriert werden können. Extra bekämpft müssen keine

dieser Schädlinge, da der Rhabarber davon nicht zerstört wird. Allerdings sollte darauf geachtet werden, dass diese nicht auf andere Pflanzen in der Nähe übergreifen. Hier könnte diese dann doch einigen Schaden anrichten.

Ab und zu den Standort wechseln

Da es sich beim Rhabarber um einen Starkverzehrer handelt, sollte dieser mindestens alle 8 Jahre an einen anderen Standort eingepflanzt werden. Hierzu einfach die Staude ausgraben und an einem anderen Platz neu ansiedeln. Dabei können die Stauden zu jeweils einem Kilogramm geteilt und damit gleichzeitig vermehrt werden. Dies ist nicht nur wichtig für den Rhabarber, sondern vielmehr auch für den Boden. So kann sich dieser wieder erholen und ein anderes Gemüse oder Obst dort wachsen. Denn mit den Jahren zehrt der Rhabarber den Boden aus, und dies kann auch nicht mehr mit Dünger ausgeglichen werden. Beim Umpflanzen können dann gleich noch mehr Stauden entstehen, was die Ernte wiederum vergrößert.

Rhabarber ist eigentlich kein Obst

Im eigentlichen Sinn ist Rhabarber kein Obst, sondern ein Gemüse. Allerdings wird er eher als Kompott oder Kuchen verarbeitet. Aber auch mit Erdbeeren kann eine hervorragende Marmelade gemacht werden, denn beide ergänzen sich vom Geschmack her wunderbar. Hierbei ist immer zu beachten, dass der Rhabarber geschält wird, da die Schale durch die Oxalsäure ungesund ist. So dürfen auch auf keinen Fall die Blätter gegessen werden, da diese giftig sind. Die Folgen sind Erbrechen und erhebliche Kreislaufprobleme. Ansonsten stellt der Rhabarber keine sehr hohen Ansprüche und wächst fast schon von alleine. Natürlich sollte auch hier regelmäßig das Unkraut entfernt werden und gegossen.

In China ein Heilmittel

Das Ursprungsland von Rhabarber ist China. Allerdings interessieren hier die Stängel weniger, denn die Wurzel wird in der chinesischen Heilkunde eingesetzt. Diese werden zu Essenzen verarbeitet und zur Darmreinigung angewandt. Da die Wirkung so stark ist, gibt es auch Abführmittel mit Rhabarberwurzeln. In Deutschland ist dieses Gemüse seit ungefähr 150 Jahren bekannt und erfreut sich jetzt wieder, immer größerer Beliebtheit. Denn einige Zeit war dieser schon fast aus deutschen Küchen verschwunden, doch bei Gärtnern immer noch beliebt.
 
Ernte
  • Geerntet werden die Stangen, nicht die Blätter.
  • Den weißen Strunk am unteren Ende der Stange schneidet man großzügig ab. 
  • Rhabarber sollte auch geschält werden, denn die Schale enthält viel Oxalsäure. 
Erntezeit
  • Die beste Zeit um Rhabarber zu ernten ist der Wonnemonat Mai. 
  • Der Rhabarber ist erntereif, sobald das Blattgewebe zwischen den Rippen nicht mehr gewellt, sondern glatt ist. 
  • Auch im Juni kann noch geerntet werden. 
  • Später sollte man Rhabarber nicht mehr geschnitten werden, denn der Gehalt an Oxalsäure steigt an. Wie ernten?
  • Die Rhabarberstangen werden einfach herausgedreht oder knapp über dem Boden mit einem scharfen Messer abgeschnitten. 
  • Man erntet nie alle Stangen. Es müssen einige stehen bleiben (zwei Drittel), damit im nächsten Jahr neue Stangen wachsen können. 
  • Junge Pflanzen werden erst ab dem zweiten Standjahr geerntet. 
Tipps der Redaktion
  • Essen Sie nicht zu viel Rhabarber auf einmal!
  • Verzehren Sie das Gemüse nie roh! 
  • Rotfleischige Rhabarberstangen haben weniger Oxalsäure als grüne Stiele. Sie sind besser zum Verzehr geeignet. 
  • Rhabarber ist mehrjährig. Er benötigt viel Zeit zur Regeneration. Deshalb wird nur bis Ende Juni geerntet. Dann kann die Pflanze Kraft für das nächste Jahr sammeln. 
  • Zu spät geerntete Rhabarberstängel sind oft holzig. 
  • Man sollte Rhabarber nicht essen bei Kalziummangel, Rheuma, Arthritis, Gicht oder Nierensteinen! 
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