Schnellkomposter
Jeder Gartenbesitzer kann mit wenig Mühe selbst kompostieren, denn das Aussortieren der kompostierbaren Abfälle vermindert die Hausmüllmenge enorm. Durch die Kompostierung wird aus Bio-Müll ein wertvoller Bodenverbesserer, der alle Nährstoffe enthält, der für alle Pflanzen wichtig ist. Somit ...können aufwendig gewonnener Torf und teurer Kunstdünger eingespart werden. Zudem schont dies die Umwelt.
Die Kompostierung ist ein Verrottungsprozess, der durch Kleinstlebewesen in Gang gesetzt wird. Dazu brauchen diese Luft, Feuchtigkeit, Wärme und pflanzliche Abfälle. Im Komposter wird grobes Material wie Äste und zerkleinerter Heckenschnitt abwechselnd mit feinem organischen Material wie Gemüse- und Obstreste, geschichtet.
Für Personen, die einen kleinen Garten haben und keinen Komposthaufen anlegen können, bietet sich ein Schnellkomposter an. Oft besteht dieser aus recyceltem Kunststoff und passt größentechnisch gesehen in jeden Hinterhof. Der Verrottungsprozess erfolgt in diesem geschlossenen System schneller, jedoch muss auf ein ausgewogenes Verhältnis von Häckselmaterial, Hecken- und Strauchschnitt und strukturarmen Material wie Gemüseabfälle geachtet werden.
Ein solcher Komposter verfügt über eine gelochte Bodenplatte, durch die die zur Kompostierung notwendigen Würmer, Asseln und Kleinstlebewesen einen Weg in den Komposter finden. Aus diesen Gründen darf der Schnellkomposter auch nicht auf versiegelten Böden stehen. Gärtner rechnen ...
in der Regel mit mindestens ein bis zwei Jahren, bis der Abfall sich in Kompost verwandelt hat.
Mit einem Schnellkomposter ist unter Idealbedingungen der Kompost in etwa neun Monaten fertig. Grundsätzlich gilt aber, dass sich die Kompostierung kaum beschleunigen lässt, egal mit welchen Hilfsmitteln gearbeitet wird. Jedoch ist ein Schnellkompostierer eine sinnvolle Alternative, wenn das Platzangebot gering ist.
Ein einfacher Schnellkomposter ist ab ca. 40 Euro im Gartenfachhandel erhältlich. Zudem gibt es noch Schnellkomposter, bei denen die Wände zusätzlich besonders gedämmt sind. So soll der Verrottungsprozess wesentlich schneller ablaufen als im Freiland. Jedoch haben Tests ergeben, dass eine solche zusätzliche Dämmung nicht zwingend notwendig ist, um eine schnellere Kompostierung zu erreichen.
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