Rindenmulch - farbiger Dekomulch

Mit Deko-Rindenmulch können Gartenwege und -beete gestaltet werden
Der Rindenmulch erfreut sich immer größerer Beliebtheit. So ist der farbige Dekomulch auch immer häufiger in privaten Gärten, als auch in öffentlichen Gartenanlagen zu finden. Worauf es bei der Verwendung von Rindenmulch ankommt und was es zu beachten gilt, soll in nachstehendem Text einmal näher vorgestellt werden.

Rindenmulch und seine Verwendung

Der Rindenmulch wird teilweise auch als Holzhäcksel bezeichnet und dient dazu, unerwünschtes Unkraut zu unterdrücken. Die Verwendung dient dementsprechend der vereinfachten Beetpflege. Aber der Rindenmulch

weist nicht nur funktionelle Eigenschaften auf. Als positiver Nebeneffekt wird die dekorative Leistung dieser Abdeckung angesehen. Um einen besonderen Dekorationseffekt erzeugen zu können, stellen viele Anbieter eine ganz spezielle Sorte zur Verfügung, welche auch als Dekorinde bezeichnet wird. So findet zum Beispiel die Pinienrinde immer häufiger Verwendung auf Gräbern, wo diese als dekorative Abdeckung eingesetzt wird. Die Pinienrinde eignet sich jedoch nicht für große Flächen, da diese preislich sehr hoch angesiedelt ist. Neben der Pinienrinde werden aber auch weitere Sorten angeboten, von denen einige als exotisch eingestuft werden können. Für welche Rinde sich der Nutzer letztendlich aber entscheidet, ist jedoch Geschmackssache. Inzwischen sind die Ansprüche welche an die Dekorinde gestellt werden aber so hoch, dass die Hersteller flexibel agieren und die Häcksel sogar einfärben. Diese werden anschließend in den unterschiedlichsten Farben angeboten und können auf diese Weise für individuelle Dekozwecke genutzt werden.

Was ist Rindenmulch?

Wie der Name schon vermuten lässt, handelt es sich beim Rindenmulch um den äußeren Teil eines Baumes. Bei der Herstellung wird die Rinde des Baumes quasi abgeschält, weshalb nur ein sehr geringer Anteil an Holz im Produkt zu finden ist. Bis vor einigen Jahren galt die Dekorinde noch als Abfallprodukt, welches in der Holzindustrie angefallen ist. Doch inzwischen handelt es sich um einen funktionellen und vor allem sehr gefragten Stoff, welcher aufgrund der hohen Nachfrage stark im Preis gestiegen ist. Neben der Beetabdeckung, welche als "Mulchen" bezeichnet wird, dient der Rindenmulch auch der Energiegewinnung, indem er als Brennmaterial genutzt wird.

Rindenmulch - Definition

Der Begriff "Mulch" sagt aus, dass es sich dabei um ein organisches und unverrottetes Material handelt, welches ausgebracht wird, indem "gemulcht" wird. Die zerkleinerte und unfermentierte Baumrinde ist frei von weiteren Zusätzen. Da der Rindenmulch das Wachstum unerwünschter Beikräuter zwar nicht unterdrückt aber dennoch deutlich erschwert, eignet sich das Produkt besonders für schwer zugängliche Stellen im Garten und in Gartenanlagen. Besonders Ecken lassen sich mit Rindenmulch deshalb besonders gut vor Unkraut schützen. Ein weiterer Vorteil bei der Verwendung von Rindenmulch definiert sich über die Schutzfunktion. Diese sorgt dafür, dass der Boden nicht so schnell austrocknet und somit auch an besonders heißen Tagen länger feucht bleibt. Darüber hinaus siedeln sich auch Kleinstlebewesen vermehrt an. Diese sorgen dafür, dass die Bodenfruchtbarkeit auf Dauer erhöht wird.

Farbiger Rindenmulch ist auch in Töpfen und Kübeln ein schöner AnblickHier kann gemulcht werden

Der Rindenmulch gilt als Substrat, welches dem Boden Stickstoff entzieht. Aus diesem Grund sollte man das Dekoprodukt mit Hornspänen vermischen und vorzugsweise unter Tannen verwenden. Natürlich können auch Sträucher und Hecken gemulcht werden. In Bezug auf Gemüse- und Blumenbeete sollte jedoch auf das Substrat

verzichtet werden. Darüber hinaus findet der Rindenmulch aber auch in der Terraristik Anwendung, wo er als unbehandeltes Bodensubstrat verwendet wird.

Rindenmulch vs. Holzhäcksel

Und auch wenn Rindenmulch als Holzhäcksel bezeichnet wird, so gilt es hier zu differenzieren. Holzhäcksel
bestehen aus zerkleinertem Astholz und kann gegebenenfalls kleine Rindenanteile enthalten. Da dieser Anteil jedoch sehr gering ist, wird Holzhäcksel günstiger angeboten. Aber ebenso wie beim Rindenmulch, ist auch die Nachfrage in Bezug auf Holzhäcksel stark angestiegen. Damit die Unkrautunterdrückung effektiv gewährleistet werden kann, sollte bei der Verwendung von Rindenmulch Folgendes beachtet werden:
  • Schichtstärke sollte zwischen 5 und 8 cm betragen
  • Material sollte eine gewisse Stärke aufweisen und darf nicht zu fein sein
  • Konzentration der Gerbstoffe sollte angemessen erhöht werden
  • Material sollte gut gemischt werden (grobe und feine Anteile)
  • es sollte eine Länge von maximal 6 cm erreicht werden
Auf die Stärke kommt es an

Damit der unkrautbekämpfende Effekt nicht seine Wirkung verliert, sollte das Material nicht zu fein sein. Zu feines Material kann unter Umständen auch zu einer unerwünschten Bodenverschlämmung führen. Deshalb ist es notwendig auf einen angemessenen Anteil an groben Stücken zu achten, damit ein langer Wirkzeitraum erzielt werden kann.

Der dekorative Effekt

Damit der optische Eindruck neben den funktionellen Eigenschaften nicht verloren geht, sollte auf die Verwendung von 10 bis 15 cm langen Stücken verzichtet werden. Auf diese Weise entstehen keine Einschränkungen in Bezug auf den Gesamteindruck der Fläche. Deshalb nutzen viele Gartenfreunde lieber die Holzhäcksel. Zum einen sind diese so grob, dass teilweise ganze Aststücke darin zu finden sind und zum anderen ist das Material günstiger in der Anschaffung.

Stickstoff ist unverzichtbar

Wenn der Rindenmulch auf einer Fläche zum ersten Mal verteilt wird, ist besonders wichtig, dass zusätzlich eine Stickstoffdüngung praktiziert wird. Verzichtet der Anwender auf diese Präventivmaßnahme, so kann es passieren, dass vor allem frisch gepflanzte Setzlinge unter der sogenannten Wachstumsdepression leiden. Dann kommt es an dieser Stelle zu einer Stickstofffixierung. Da der Mulch nach der beginnenden Umsetzung durch das das Ausbringen durch Bodenorganismen mehr Stickstoff benötigt, wird dieser dem Boden förmlich entzogen. Die Konsequenz: Der entzogene Stickstoff kann den Pflanzen nun nicht mehr zur Verfügung stehen und es kommt zum Minderwuchs. Um diesen Minderwuchs zu vermeiden, sollte deshalb eine extra Stickstoffgabe vor der Ausbringung durchgeführt werden. Als organischer Stickstoffspender gelten Hornspäne. Damit es zu einer raschen Stickstoff-Freisetzung kommt, sollten die Hornspäne eine feine Struktur aufweisen. Ist dieser Stickstoffzugabe erst einmal erfolgt, entsteht ein Kreislauf, welcher den gesamten Ablauf involviert. Es kommt zum Absterben der Mikroorganismen. Die neuen Generationen, welche von den Bodenlebewesen hervorgebracht werden, können daraus den benötigten Stickstoff ziehen.

Rindenmulch verleiht Beetpflanzen einen schönen, einheitlichen HintergrundTipp: Wenn im Garten bereits mehrere Kleinpflanzen in die Beete gesetzt wurden, so können diese beim Mulchen mit umgedrehten Eimern oder Blumentöpfen abgedeckt werden. Auf diese Weise nehmen die kleinen Pflänzchen keinen Schaden und können bedenkenlos gemulcht werden. Um das kostbare Naturprodukt optimal zu verteilen, eignet sich ein Besen. Hier sollte auf den Rechen verzichtet werden.

Wissenswertes zum Dekorieren mit Rindenmulch in Kürze


Deko-Rindenmulch ist vielseitig anwendbar. Es gibt ihn in vielen Farben, aber Naturtöne machen sich am besten. Wer aber gern gelben oder roten Rindenmuch möchte, wird sicher auch den finden. Am meisten werden aber Grün, verschiedene Braun und Ockerfarben, Grau und auch Schwarz genutzt. Deko-Rindenmulch ist ideal zur farblichen Dekoration und zum Setzen von Akzenten geeignet. Dabei hat er die gleichen Eigenschaften wie normaler, ungefärbter Rindenmulch. Er wird auch gleichermaßen verwendet und ausgebracht. Die Farben verblassen aber meist recht schnell, noch bevor der Mulch verwittert ist.
  • Welche Farben werden verwendet? - Am besten wären natürlich Wasserfarben mit natürlichen Pigmenten, die ökologisch absolut unbedenklich sind. Die Hersteller geben auch durchweg an, die Farben seien unbedenklich. Oft werden anorganische Metalloxide als Farbmittel eingesetzt. Sie werden als ökologisch unbedenklich angepriesen. Auch das Grundwasser nimmt davon keinen Schaden. Farbiger Mulch soll die Zusammensetzung des Bodens praktisch nicht verändern. Man kann nur hoffen, dass diese Angaben stimmen.
  • Vorteil gegenüber normalem Rindenmulch? - Die Haltbarkeit des Deko-Rindenmulches gegenüber normalem Rindenmulch ist deutlich höher, etwa um ein Drittel. Bei normalem Mulch dauert es etwa ein bis zwei Jahre, bis er verrottet ist. Gefärbter Mulch hält etwa drei Jahre. Der Verwitterungsprozess dauert bei dem oberflächenveredelten Material wesentlich länger. Außerdem ist der Deko-Mulch gegen Algenbildung und Vermoosung resistenter.
  • Farbiger Rindenmulch sinnvoll? - Über Geschmack lässt sich nicht streiten und wer es eben bunter mag, für den ist der bunte Rindenmulch bestimmt sinnvoll. Auf alle Fälle kann man sich mit einer auffälligen Farbe deutlich von seinen Nachbarn abheben. Man sollte dann aber nicht noch viele andere bunte Dekoartikel dazu bringen, das wirkt schnell überladen und erschlägt das Auge des Betrachters.