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Brombeeren

Die tiefschwarzen, aromatischen süßen Beeren von Brombeersträuchern lassen sich zu herrlichen Marmeladen verarbeiten. Ob an einem Zaun oder einer Mauer, eine Brombeerhecke ziert fast jeden Obstgarten. Im Vergleich zur Wildsorte, die man vor allem an Waldrändern findet, tragen die ...



Kulturformen der Echten Brombeere größere und saftigere Früchte. Brombeeren sind selbstbefruchtend, so dass ein Exemplar genügt. Idealbedingungen für diese Pflanze bietet eine warme, sonnige Mauer oder ein Spalier in Südlage.

Standort: Der Boden sollte feucht, aber nicht zu nass sein und genügend Nährstoffe enthalten. Optimal ist ein leicht saurer Untergrund. Kalkhaltigen Boden reichert man einige Wochen vor dem Pflanzen mit Kompost an. Durch regelmäßiges Mulchen im Frühjahr sorgt man für guten Wuchs und hohe Erträge. Die Pflanzen benötigen täglich einige Stunden volle Sonne.

Anbau: Brombeeren reagieren empfindlich auf Frost, daher ist das späte Frühjahr die beste Zeit, um einen Brombeerstrauch zu pflanzen. Dafür gräbt man ein ausreichend großes Loch, in dem man die Wurzeln nach allen Richtungen ausbreitet. Danach wird das Pflanzloch mit Erde aufgefüllt und gut festgetreten. Alle Ranken werden 50cm über der Basis knapp oberhalb einer Knospe ab. Die Sträucher lassen sich gut an Drähten oder Gerüsten ziehen. ...



Zwischen zwei Pfosten spannen man drei bis vier kräftige Drähte, wobei sich der unterste in etwa 50cm, der oberste in etwa 2m Höhe befindet. Dabei setzt man die Sträucher mindestens 2m, besonders starkwüchsige Sorten mit 3 - 4m Abstand. Im ersten Jahr zieht man alle Jungtriebe in eine Richtung, im nächsten dann in eine andere. Diese Technik braucht zwar mehr Platz, erweist sich jedoch bei der Ernte als sehr vorteilhaft, denn Brombeersträucher tragen immer nur an vorjährigen Trieben. Jedes Jahr schneidet man die Ranken nach der Ernte bis dicht über dem Boden zurück. Nur in extremen Trockenperioden im Sommer benötigen Brombeersträucher zusätzlich Wasser.

Vermehrung: Sie erfolgt recht einfach durch Absenken junger Neutriebe im Herbst. Dazu gräbt man dicht neben den Brombeerstrauch mit der Pflanzkelle ein etwa 10cm tiefes Loch, biegt einen Trieb vorsichtig herunter und bedeckt ihn mit Erde. Im November hat der Trieb schon die ersten Wurzeln gebildet. Somit kann man ihn dann im folgenden Frühjahr mit einem 50cm langen Rankenabschnitt direkt über einem Auge abtrennen und verpflanzen.

Ernte und Lagerung: Brombeeren werden geerntet wenn sie reif, also schwarz sind. Gepflückte Früchte können tiefgefroren über einen längeren Zeitraum gut gelagert werden. Dazu verwendet man nur ausgereifte und einwandfreie Beeren. Aus Brombeeren lassen sich besonders schmackhafte Marmeladen und Fruchtsäfte herstellen.

Schädlinge und Krankheiten: Bleiben manche Früchte rot und hart, dann kann es sich um die Brombeergallmilbe handeln. Dafür entfernt man vorbeugend nach der Ernte alle trockenen Früchte, und mulcht diese regelmäßig. Im Notfall spritzt man Wermuttee. Relativ selten treten die Krankheiten Grauschimmel und Chlorose auf.

Sortenauswahl: `Block Satin`- stark wachsende, stachellose Sorte; große eher säuerliche Früchte, Reife von Juli bis September

`Jumbo`- sehr große Früchte mit süßsäuerlichem Aroma, ertragreich, Reife von August bis September, stachellos



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