Pfirsichbaum schneiden - Tipps zum Rückschnitt

pfirsichbaum flPfirsiche sind sehr beliebt. Von einem Pfirsichbaum im Garten träumen sicher viele Hobbygärtner. Die Bäume gedeihen aber nicht überall und sind auch nicht wirklich pflegeleicht.

Die leckeren Früchte sind meist hart erarbeitet. Mit am wichtigsten ist der richtige Schnitt des Pfirsichbaumes. Ohne ihn ist nicht mit einem reichen Ertrag zu rechnen.

Außerdem sollte man beim Kauf auf resistente Exemplare gegen die Kräuselkrankheit achten. Diese Krankheit kommt sehr häufig vor und schadet den Bäumen sehr. Empfehlenswerte Sorten sind ’Benedicte’ und

Revita’.

Der richtige Schnittzeitpunkt
  • Geschnitten werden kann entweder direkt nach der Ernte oder aber dann im kommenden Frühjahr, kurz vor der Blüte.
  • Nicht im Winter schneiden! Die Wunden verheilen nur schlecht und es kommt zu Gummifluss.
Wie wird geschnitten
  • Ein starker Rückschnitt sorgt meist für reichlich Pfirsiche.
  • Besonders bei jungen Bäumen ist dies wichtig.
  • Ein Rückschnitt schützt den Baum vor Verkahlung und regt die Triebkraft an.
  • Man kürzt Dreiviertel der Triebe aus dem Vorjahr. Sie sind abgeerntet und bringen nur noch vereinzelt Früchte an den Triebspitzen hervor.
  • Die übrigen Triebe werden auf drei Knospen eingekürzt.
  • Wichtig ist, auf den Kronenaufbau zu achten. Die Krone sollte gleichmäßig aussehen.
Wahre und falsche Triebe
  • Man unterscheidet beim Pfirsich wahre und falsche Fruchttriebe.
  • Falsche Fruchttriebe sind unerwünscht. Man erkennt sie daran, dass die Blüten überwiegend gegenüber von den Blattknospen sitzen.
  • Wahre Fruchttriebe sind dagegen erwünscht. Sie Triebe stehen steil nach oben und sind kräftig. Die Blüten- und Blattknospen sitzen auf dem gleichen Knospenpunkt.
  • Die falschen Fruchttriebe schneidet man heraus. Nur ein bis zwei Augen bleiben stehen.
  • Bei den
    wahren Fruchttrieben bleiben dagegen sechs bis acht Augen stehen.
Holztriebe
  • Holztriebe erkennt man daran, dass sie weder blühen noch fruchten.
  • Wenn diese Zweige nicht wichtig für den Aufbau der Krone sind, schneidet man sie heraus.
  • Zwei Augen werden stehen gelassen. Aus diesen können sich neue Fruchttriebe bilden.
Tipps
  • Ideal ist eine zweimalige Triebkorrektur während der Vegetationszeit.
  • Wer die unterschiedlichen Knospenarten nicht unterscheiden kann, wartet mit dem Schnitt, bis sich die Knospen öffnen. Dann ist der Unterschied gut zu sehen.
  • Das Holz des Pfirsichbaumes ist recht brüchig und bricht unter der Last der Früchte oft durch. Deshalb ist ein harmonisches Gleichgewicht der Krone besonders wichtig.
  • Man erzieht die Bäume deshalb heute mehr zur Spindel als zur Hohlkrone.
Wichtig zu wissen
  • Während man früher mehr auf eine Hohlkrone setzte, wird seit einigen Jahren die Erziehung zu einer Spindel bevorzugt.
  • Die Früchte wachsen am einjährigen Holz.
  • Die Triebe sind im Vorjahr, nach dem letzten Rückschnitt entstanden.
  • Alle Triebe bilden nur einmal Früchte.
  • Schon im dritten Jahr werden dort keine Blütenknospen mehr gebildet.
  • Auch Blätter gibt es kaum noch.
Wahre und falsche Fruchttriebe
  • Eine Besonderheit des Pfirsichbaumes ist, dass er wahre und falsche Fruchttriebe ausbildet.
  • Wahre Fruchttriebe ... die rundlichen Blütenknospen sind jeweils mit ein bis zwei flacheren, spitzen Blattknospen kombiniert.
  • Falsche Fruchttriebe ... besitzen auch rundliche Blütenknospen, die aber nicht von Blattknospen flankiert werden. Zwar werden Früchte gebildet, diese wirft der Baum jedoch bald ab.
  • Falsche Fruchttriebe werden bis auf eine oder zwei Blattknospen entfernt. Aus diesen können sich noch wahre Fruchttriebe bilden. Wenn nicht, dann lieber komplett wegschneiden.
Schnitt im Frühjahr
  • Kurz vor der Blüte werden etwa drei Viertel der Triebe entfernt, die im vergangenen Jahr Früchte getragen haben.
pfirsichSchnitt nach

der Ernte

  • Die Knospen der übriggebliebenen Triebe werden auf drei Knospen eingekürzt. So können sie neue Fruchttriebe für das kommende Jahr ausbilden.
  • Die Krone sollte möglichst gleichmäßig ausgelichtet werden. Beim Spindelschnitt sollte ebenfalls auf die Form geachtet werden!
  • Holztriebe, die nicht blühen oder fruchten und auch für den Kronenaufbau nicht benötigt werden, schneidet man heraus. Auch hier können zwei Augen stehen gelassen werden, in der Hoffnung, dass sich daraus neue Fruchttriebe bilden.
Bukettriebe
  • Bukettriebe sind Kurztriebe am mehrjährigen Holz. Sie dürfen nicht geschnitten werden. Dort gedeihen die besten Früchte.
Fazit der Redaktion

Der richtige Schnitt ist für den Pfirsichbaum entscheidend. Wichtig ist, Holztiebe, die nur Blattknospen entwickeln, auf 1 bis 3 Augen zurüückzuschneiden. Wahre Fruchttriebe werden auf 20 bis 40 cm eingekürzt, so dass 4 bis 6 Knospenansätze stehen bleiben. Wenn zu viele von ihnen vorhanden sind, einige ganz entfernen! Falsche Fruchttriebe bis auf 1 bis 2 Augen kürzen. Bukett-Triebe stehen lassen!