Magnolien - Pflanzen, Pflege und Arten

Magnolien - Pflanzen, Pflege und Arten Magnolien können zu Großbüschen gedeihen, die auch Parkanlagen schmückenWer kennt sie nicht, die Bäume mit den großen tulpenähnlichen Blüten, die sich im April bis Mai in voller Schönheit zeigen? Es gibt sehr viele Arten der Magnolien, zurzeit sind etwa 245 Arten sind bekannt. Viele dieser Arten haben ihre Heimat in Amerika oder in Ostasien. Aber auch in Europa haben sich viele Arten angesiedelt und auch in Deutschland sind sie in vielen Zier- oder Hausgärten zuhause.


/>Selbst in großen Parkanlagen kann man die Magnolie finden, die sehr gut zu den anderen einheimischen Bäumen passt. Wer nun aber glaubt, dass eine Gattung mit 245 Arten nicht gefährdet ist, der irrt sich, denn inzwischen stehen 132 Arten auf der Roten Liste und gelten als gefährdet. Das gilt aber nicht für die Magnolien, die in den Gärten gepflegt werden. Welche Arten trifft man in den Gärten an und wie werden sie gepflegt?

Beliebte Magnolien-Arten in Deutschland

Vielfach findet man Magnolien, die der Einfachheit halber nach ihrer Blütenform unterschieden werden, wie zum Beispiel die Sternmagnolien, die Purpurmagnolien oder die Tulpenmagnolien.
  • Die Sternmagnolie zeigt ihre schönen reinweißen Blüten, die sich schalenförmig öffnen. Die Größe dieser Blüten liegt zwischen 7 bis 10 cm und die Pflanze bezaubert mit vielen dieser schönen Blüten.
  • Die Purpurmagnolie wird nach ihrer Blütenfarbe benannt, denn dieses tiefe Purpur zieht alle Blicke auf sich, ebenso wie der Tulpenbaum. Die Blüten dieses Baumes haben die Form einer sich öffnenden Tulpe. Die Blüte ist reinweiß, hat aber am Blütengrund rosa bis violette Einfärbungen. Diese Blüten erscheinen schon vor den Blättern, die bis zu 15 cm lang werden können. Diese Pflanze ist frosthart, aber durch seine frühe Blüte auch empfindlich gegenüber Spätfrösten.
  • Tulpenbaum oder Tulpenmagnolien wirken auf den Betrachter wie ein Relikt aus den Tropen. Im Unterschied zu den Tropenbäumen werfen fast alle Magnolien im Herbst ihre Blätter ab und sind dann im Winter kahl, bis auf die "immergrüne Magnolie".  Diese Magnolien unterscheiden sich vor allem durch ihre glänzenden Blätter, die an einen Gummibaum erinnern. Und noch etwas ist an dieser Magnolienart beachtenswert, denn sie bringt zum einen riesige Blüten hervor, die sich über den ganzen Sommer neu bilden.
Magnolien werden zwischen drei und fünf Meter hoch und bilden meist weit ausladende Kronen. Meist werden Magnolien als Großsträucher bezeichnet, weil sie einen relativ kurzen Stamm bilden. Je älter diese Pflanzen werden, umso größer ist die Fülle der Blüten und sie sind dann ein traumhafter Anblick.

Magnolien kauft man am besten beim FachhändlerÜberlegungen vor dem Kauf einer Magnolie

Damit sich diese Pflanzen aber so schön entwickeln, ist einiges Wissen um die Pflege der Magnolien notwendig. Es beginnt meist schon beim Kauf der Pflanzen. Hier sollte man unbedingt eine Baumschule aufsuchen, die neben dem Verkauf auch praktische Ratschläge für die Pflanzung, den Lebensbereich und die Düngung geben kann. Pflanzen aus dem Discounter sind meist länger unterwegs und bekommen wenig Pflege, was sich dann negativ auf die Einzelpflanze auswirkt. Mit dem Fachhandel hat man auch Jahre nach dem Kauf einen kompetenten Ansprechpartner.

Hat man sich
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für den Kauf einer Magnolie entschieden, dann sollte man bei der Auswahl der Pflanze deren Ansprüche beachten. Liebt sie einen sonnigen oder lieber einen schattigen Standort. Ist die Pflanze frost- oder winterhart und braucht sie in jungen Jahren Winterschutz? Wie viel Platz braucht der spätere Baum? Da der "Großbusch" bis fünf Meter hoch werden kann, sollte man wissen dass er auch über vier Meter breit werden kann. Das sollte man bedenken, wenn man plant, eine Magnolie zu kaufen. Dieser Baum wirkt auch nur als Solitärpflanze und braucht auch die entsprechende Bodenfläche, damit er über die Wurzeln alle notwendigen Nährstoffe aufnehmen kann.

Pflege der Magnolie

Eine wichtige Bedingung für ein erfolgreiches Anwachsen und dem Erreichen der Blühwilligkeit ist die richtige Pflege notwendig. Folgende Bedingungen sollte der Hobbygärtner beachten:
  • humoser und nährstoffreicher Boden
  • den Boden im Wurzelbereich nicht hacken
  • eine geschützte, sonnige bis halbschattige Lage
  • im Sommer regelmäßig bewässern
  • das Beschneiden der Äste vermeiden
  • nur im Frühling düngen
  • jungen Pflanzen einen Winterschutz geben
Wenn im Garten der Boden nicht den Anforderungen entspricht, dann sollte der Gartenfreund den Boden optimal vorbereiten. Der Boden sollte locker sein. Ist der Boden sehr lehmhaltig, so bringt eine Torfmischung die richtige Konsistenz, ebenso bei Sandböden. Auch hier hilft der Torf das richtige Bodenverhältnis herzustellen. Wichtig wäre eine pH-Wert-Messung: Bei einem Wert von 6,9 definiert man einen sauren Boden, der für Magnolien optimal ist, weil die Wurzeln so die Nährstoffe besser aufnehmen können. Ein Kalkboden lässt die Magnolie oftmals verkümmern und sie zeigt Mangelerscheinungen.

Durch die sonnige Lage ist besonders im Sommer darauf zu achten, dass der Boden gleichmäßig feucht gehalten wird. Aber auch Staunässe ist zu vermeiden. Gedüngt wird im Frühjahr, im März oder April und im Juli kann der Magnolie eine zweite Düngergabe verabreicht werden. Als Dünger eignet sich der Langzeitdünger Entec oder dem Blaukorn vergleichbarer Dünger. Keinesfalls sollte nach dem Juli gedüngt werden, da sonst die Triebe bis zum Herbst nicht ausreifen und im Winter erfrieren könnten.

Dank ihrer schönen Blüten sind Magnolien beliebte ZuchtobjekteDa die Magnolie eine sehr robuste Pflanze ist, kennt sie keine der üblichen Krankheiten, die andere Bäume befallen. Auch Schadinsekten halten sich von der Magnolie fern, was den Gartenfreund noch mehr für diese Pflanze begeistert. Ebenso steckt die Pflanze starke Temperaturschwankungen leicht weg, nur leichte Verbrennungen an den Blättern zeugen davon.

Beliebte Magnolien-Züchtungen

Wer sich die Mühe macht, die Pflege der jungen Pflanzen wie vorgeschlagen durchzuführen, der wird sehr lange Freude an diesen schönen Pflanzen haben. Außerdem lohnt sich ein Bummel durch Baumschulen und Gärtnereien, die Magnolien anbieten. Man kann hier viele neue Arten entdecken, die durch die züchterische Hand erfahrener Gärtner entstanden sind. Tolle Arten sind zum Beispiel:
  • Magnolie "Genie", dunkelpurpur, blüht zweimal im Jahr
  • Magnolie "Blue Opal" blüht in intensiv blauen Farbton, der später in gelb übergeht
  • Duftmagnolie "Yellow Bird" bezaubert durch ihre Farbe und den zarten Duft
  • Magnolie "Elizabeth" hat unzählige hellgelbe Blüten mit einem wunderbaren Duft
Wissenswertes zu Magnolien in Kürze

Magnolien sind beliebte Zierbäume bzw. Ziersträucher, nicht nur in den Gärten, sondern auch in Parkanlagen. Ihre Blüten erscheinen je nach Sorte vom April bis zum Oktober. Es gibt etwas über 100 verschiedene Magnolienarten, leider sind nicht alle winterhart. Auch die sonst winterharten Arten möchten zumindest in jungen Jahren etwas Winterschutz haben.
  • Bevorzugt wird ein humoser, leicht saurer Boden, in sonniger, windgeschützter Lage.
  • Magnolien haben flach verlaufende Wurzeln, die ein dichtes Geflecht bilden, dicht unter der Erdoberfläche.
  • Deshalb ist es besonders wichtig, dass die Baumscheibe nicht gehackt, oder gegraben wird.
  • Unkraut nur mit der Hand herauszupfen!
Magnolien sind nicht nur eine optische Bereicherung, sondern gefallen auch mit ihrem DuftÜbrigens: Damit die Feuchtigkeit im Boden besser erhalten bleibt und ein Unkrautwuchs unterdrückt werden kann, ist es ratsam, die Baumscheiben mit einer dicken Schicht Rindenmulch abzudecken.
Ein Schnitt ist nicht erforderlich, nur sollten nur alte, abgestorbene Äste abgeschnitten werden, da die Wunden, die bei einem Schnitt entstehen, nur sehr schlecht heilen.

Einige Magnolien-Sorten sind eine Bereicherung für jeden Duftgarten, die Blüten vieler dieser Sorten sind essbar. Zwergmagnolien sind für die Kübelhaltung sehr gut geeignet, hier sollte man jedoch bedenken, dass ein ausreichender Winterschutz erforderlich ist. Nur sehr wenige Sorten eignen sich für Hecken, und vertragen auch einen leichten Schnitt. Die meisten Arten machen sich in Gärten in Einzelstellung am besten. Ihre Blütenpracht ist atemberaubend und malerisch zugleich.