Affenbaum (Araucaria) - Pflege, Überwintern, Krankheiten

Affenbaum (Araucaria) - Pflege, Überwintern, Krankheiten

Der Affenbaum ist vielen besser unter der Bezeichnung „Chilenische Schmucktanne“ bekannt. Egal, wie man sie nennt, es bleibt der selbe auffällige Baum, der in immer mehr deutschen Gärten auftaucht.

affenschwanzbaum_flWer ihn das erste Mal sieht, hält in meist für künstlich. So ein bizarres Gewächs kann kaum echt sein. Ist er aber. Der Affenbaum besitzt dreieckige Nadeln von stattlicher Größe, vergleicht man sie mit denen der einheimischen Nadelbäume. Die großen Nadeln sind spiralförmig an den Ästen angeordnet. Das an

sich ist schon ungewöhnlich genug. Dazu kommt noch, dass alle Zweige waagerecht kreisförmig um den Stamm angeordnet sind, so dass es ausschaut, als besitzt der Baum verschiedene Etagen. Im ganzen genommen ist dieser Baum einer der auffälligsten und ungewöhnlichsten in einheimischen Gärten. Bis vor ein paar Jahren war der Affenbaum noch eine absolute Rarität, inzwischen bekommt man ihn in jeder Baumschule und den meisten Gärtnereien. Chilenische Araukarien sind die einzigen frostharten Exemplare, die mit den mitteleuropäischen Wintern recht gut zurechtkommen. Für Gegenden mit viel lang anhaltender Kälte sind sie aber nicht geeignet.

Der Baum wächst langsam und erreicht auf deutschem Gebiet eine Höhe von etwa 5 Metern und eine Breite von 3 bis 4 Metern. Männliche Arakarien werden nicht so groß wie weibliche. Nach etwa 30 Jahren können Blüten erscheinen.

Standort

Der Affenbaum bevorzugt einen sehr hellen und recht sonnigen Standort. Da er nicht so gut mit Wintersonne umgehen kann, ist allerdings ein geschützter Standort an einer Nord- oder Westwand eher empfehlenswert. Dort muss er ausreichend Licht bekommen, dann wächst er auch. Morgen- und Abendsonne machen ihm nichts aus.

Da die Tanne nicht geschnitten werden sollte, ist bei der Standortplanung auf ausreichend Platz zu achten, dass sich der Baum voll entfalten kann.

Pflanzsubstrat

Günstig für den Affenbaum ist ein feuchtes und dabei durchlässiges, mäßig nährstoffreiches, leicht saures Pflanzsubstrat. Zu trockene und warme Böden können zum Vergilben der Blätter führen, ebenso wie ein hoher Kalkgehalt.

Gießen und Düngen

Während der Hauptwachstumszeit benötigt der Baum
reichlich Wasser und zwar regelmäßig. Der Wurzelballen darf nicht austrocknen. Stehende Nässe wird aber nicht vertragen. Günstig ist, dass man die oberste Erdschicht vor einer erneuten Wassergabe gut abtrocknen lässt. Dann wird wieder reichlich gegossen, so dass der gesamte Wurzelballen durchdrungen wird. Auf ständig nasse Füße reagiert der Affenbaum mit Wurzelfäulnis. Besser ist es, ihn zu wenig zu gießen, als zu viel, wenn auch das nicht ideal ist.

Im Topf gezogene Araukarien werden alle zwei bis drei Wochen mit Flüssigdünger versorgt.

Überwintern

Affenbäume im Kübel sollten geschützt aufgestellt werden, am besten auf mehrere Styroporplatten. Auch kann man den Kübel in Vlies wickeln. Allerdings darf man nicht vergessen, an frostfreien Tagen zu gießen. Besser ist meist eine Unterbringung in einem hellen und kühlen Raum.

Ausgepflanzte Affenbäume haben in unseren Wintern das Problem, dass sie bei Frost kein Wasser aufnehmen können und dadurch vertrocknen. Kaltfröste zusammen mit Wintersonne sind also nicht ungefährlich für die Bäume. Die Sonne verdunstet stark Wasser, es kann aber keines aufgenommen werden. So entstehen viele Blattschäden. Deshalb ist es empfehlenswert, die Araukarie etwas an die Nordseite

eines Hauses zu pflanzen, wo es hell ist, sie aber vor der Wintersonne geschützt ist. Bäumen, die in der vollen Sonne stehen kann man helfen, indem man eine dicke Mulchschicht (Stroh und trockenes Laub) um den Stamm ausbringt. Diese soll verhindern, dass der Boden durchfriert, so dass die Wasseraufnahme gewährleistet ist.

Schnitt

Am besten lässt man den Baum wachsen, wie die Natur es vorgibt. Wenn man die Äste einfach einkürzt, treibt aus dem Holz kein neuer Trieb aus. Der Ast sieht aus wie amputiert, ist verunstaltet. Besser ist dann, den gesamten Ast am Stamm direkt abzuschneiden. Man schneidet direkt am Ansatz ab und lässt keinen Stummel stehen. Dann kann man ebenso einen zu langen Ast an einer Verzweigung auf einen geeigneten darunter liegenden kürzeren zurückschneiden. Auch hier dürfen keine Stummel stehen gelassen werden, damit die Wuchsform nicht beeinträchtigt wird. Am besten schneidet man bei trockenem und warmen Wetter.

Vermehrung

Die Vermehrung erfolgt über Samen. Diese kann man über Samenfachhändler beziehen. Die Keimrate ist recht hoch. Ausführliche Anleitungen liegen in der Regel bei. Die Samen keimen etwa nach 4 Monaten. Wichtig zu beachten ist, Samen von Affenbäumen, die in unseren Breiten stehen zu verwenden. Die Bäume weisen in der Regel eine bessere Winterhärte auf.

Krankheiten und Schädlinge

Eigentlich ist der Affenbaum recht robust und unempfindlich, außer bei zu viel Frost. Braune Nadeln können darauf zurückzuführen sein, dass der Baum zu nass steht. Staunässe ist gefährlich für die Bäume. Außerdem kann es sein, dass der Baum im Winter, bei Frost, wie oben beschrieben, nicht genug Wasser aufnehmen konnte.