Areca Palme, Dypsis lutescens - Pflege und Überwintern

Unter dem Namen Areca Palme( Areca lutescens) ist die Goldfruchtpalme bzw. Goldblattpalme bekannt, obwohl das so nicht stimmt. Areca Palme ist der alte Name, der leider beim Verkauf der Palmen immer noch genutzt wird. Es ist eine der beliebtesten Zimmerpalmen.

Es handelt sich um eine Fiederpalme, die aus Madagaskar und von den Komoren stammt. Dypsis lutescens bildet oft mehrere Stämme aus, wodurch der Anschein einer kleinen Palmengruppe entsteht. Bei uns wird die Areca-Palme hauptsächlich als Zimmerpalme kultiviert, oft auch in Hydrokultur. Allerdings muss sie von Anfang an in Hydro gezogen

worden sein. Später kann man die Palme nicht mehr umgewöhnen. In der Natur wird die Palme bis zu 10 Meter hoch, im Pflanzkübel bleibt sie deutlich kleiner.

Standort

Die Dypsis mag keine direkte Sonneneinstrahlung. Sie bevorzugt den Halbschatten, benötigt aber viel Licht. Bei direkter Sonneneinstrahlung kommt es zu einer Verfärbung der Blätter zu goldgelb, wovon sie auch ihren Namen hat.

Pflanzsubstrat

Die Areca-Palme, besser gesagt die Goldblattpalme,  bevorzugt eine durchlässige und leicht saure Erde. Ein Gemisch auf Kompostbasis ist ideal.  Eine Drainageschicht am Topfboden ist sinnvoll, um die Wurzeln vor stehendem Wasser zu schützen und dafür zu sorgen, dass überflüssiges Gießwasser gut abfließen kann. Junge Pflanzen sollten jährlich umgetopft werden, ältere nur noch alle 3 bis 4 Jahre.

Pflege

Der Wasserbedarf der Dypsis lutescens ist hoch. Man kann sie ruhig ab und zu in ein größeres Gefäß voll Wasser tauchen, damit sich der Ballen richtig voll saugen kann. Dauerhafte Nässe mag die Pflanze aber nicht. Ständig nasse Füße führen zum Faulen und Absterben der Wurzeln. Zum Gießen sollte kalkfreies Wasser verwendet werden, wie bei den anderen Palmen auch. Palmen mögen kein kalkhaltiges Wasser. Viele gehen dadurch ein. Ballentrockenheit wird nicht vertragen. Das führt zum schnellen Vertrocknen der Blätter.

In der Regel wurden die Samen für die Goldfruchtpalme viel zu dicht ausgesät. Das hat zur Folge, dass zahlreiche überzählige Pflänzchen verkümmern. Das kommt vom Verdrängungskampf im Kübel. Diese Kümmerlinge können entfernt werden.  Im Laufe der Jahre entwickeln sich die verbleibenden Palmen zu prächtigen Pflanzen.

Düngen

In der Hauptwachstumszeit sollte die Palme 14tägig mit Dünger versorgt werden. Man nutzt einen normalen
Flüssig- oder einen speziellen Palmendünger.

Überwintern

Bei der Überwinterungen sollte die Temperatur 15 ºC nicht dauerhaft unterschreiten. Zu achten ist auf eine gleichmäßig hohe Luftfeuchtigkeit. Regelmäßiges Besprühen oder überduschen tut den Pflanzen gut, erhöht die Luftfeuchtigkeit und trägt somit bei, dass sich keine Schädlinge, wie Spinnmilben ausbreiten.

Kaufen

Die Goldfruchtpalme wird meist recht preiswert angeboten. Eine etwa 30 bis 40 cm hohe Pflanze ist manchmal schon für 5 Euro zu haben. In Hydrokultur gezogene Pflanzen sind teurer.

Pflege-Tipps

Die Areca-Palme liebt einen warmen, aber halbschattigen Standort. Im Sommer benötigt sie für ein kräftiges Wachstum Temperaturen zwischen 23 und 29 Grad Celsius. Auch im Winter sollten die Temperaturen keineswegs unter 18 Grad Celsius sinken. Besser sind Temperaturen um die 22-24 Grad Celsius.

Dementsprechend hoch ist der Bedarf an Luftfeuchtigkeit und Wasser. Der Wurzelballen sollte stets feucht - aber nicht nass - sein, Staunässe ist zu vermeiden. In der Wachstumsphase - also zwischen März und Oktober - sollte man die Pflanze mehrmals täglich mit abgestandenen, kalkarmen Wasser großzügig besprühen.

Im Winter sollte man darauf achten, dass die Luftfeuchtigkeit durch einen Luftbefeuchter erhöht wird. Die trockene Heizungsluft wird von Chrysalidocarpus lutescens nicht so gut vertragen. Die Wedel sind gute Staubfänger, deshalb sollte man diese zwischendurch mit einem feuchten Lappen abwischen. Eine kurze kühle Dusche wird ebenfalls gern gesehen. Als Substrat eignet sich qualitativ hochwertige Einheitserde. Durch den hohen Wasserbedarf erhöht sich bei der Areca-Palme auch der Nährstoffbedarf. Deshalb wird die Pflanze von März bis Ende August mit einem guten Flüssigdünger (für Zimmerpflanzen) einmal wöchentlich gedüngt. Im Frühjahr, zu Beginn der Wachstumsphase wird umgetopft. Junge Pflanzen benötigen jährlich frisches Substrat, bei älteren Pflanzen reicht die Wurzelkontrolle.Wachsen die Wurzel unten durch den Topf, wird es Zeit, dass die Pflanze umgetopft wird.

Die Vermehrung erfolgt durch Samen - etwas schwierig - oder - einfacher und erfolgreicher - durch das Abtrennen von Sprösslingen. Bei der Vermehrung durch Sprösslinge sollte man immer mehrere Triebe zusammenstellen, dann wirkt die Pflanze voller und dekorativer. Im Allgemeinen gilt die Pflanze als robust und gesund. Bei zu großen Temperaturschwankungen, sowie bei zu trockener Luft können sich jedoch Schädlinge einnisten. Woll- und Schmierläuse, Spinnmilben und weiße Fliegen zählen zu den Schädlingen, die die Palme befallen können. Mit handelsüblichen Schädlingsbekämpfungsmitteln sind diese jedoch problemlos zu bekämpfen. Unter optimalen Bedingungen und bei passender Pflege ist jedoch nicht damit zu rechnen, dass die Pflanze stark unter Schädlingsbefall leiden wird. Durch die Liebe zur Feuchtigkeit eignet sich Chrysalidocarpus lutescens bestens als Hydrokultur-Pflanze.