Drachenpalme - Pflege, Schneiden, giftig für Katzen?

Drachenpalme - Pflege, Schneiden, giftig für Katzen?

Die Drachenpalme ist eine in heimischen Wohnungen häufig anzutreffende Pflanze. Sie stellt keine großen Ansprüche und verzeiht auch Pflegefehler recht gut. Daher ist es auch eine beliebte Büropflanze.

balkon-katzengitter_flEs gibt zahlreiche verschiedene Sorten.

Am beliebtesten sind die mit farbig geränderten Blättern.

Drachenpalmen, die auch Drachenbaum genannt werden, gehören zu den Agavengewächsen. Sie stammen von den Kanaren und können dort bis 20 Meter hoch werden. Seinen Namen hat der Drachenbaum daher, dass, wenn man einen

kranken oder beschädigten Trieb abschneidet, dort zwei neue Triebe austreten. In Märchen und Sagen wachsen dem Drachen auch immer zwei Köpfe, wenn man einen abschlägt. Charakteristisch für den Baum sind die schwertförmigen, langen und herabhängenden Blätter.

Standort

Die Drachenpalme mag einen hellen Standort. Dieser darf auch sonnig sein, allerdings sollte man die Pflanze langsam daran gewöhnen. Ein Vorteil der Drachenbäume ist, dass sie auch mit recht wenig Licht zurecht kommen. Allerdings mögen auch sie keine dunklen Ecken. Man kann sie aber gut ein Stück weg vom Fenster stellen. Bedenken sollte man, dass die Triebspitze immer zum Licht hin wächst, man sollte also immer mal drehen. Der Baum kommt mit Temperaturen zwischen 15 und 30 ˚C zurecht. Zugluft sollte vermieden werden.

Pflanzsubstrat

Was die Erde anbelangt, ist der Drachenbaum nicht anspruchsvoll. Normale Zimmerpflanzen- oder Blumenerde ist ausreichend. Günstig ist eine Drainageschicht am Topfboden. Dafür verwendet man Kies oder Blähton.

Gießen und Düngen

Recht einfach ist der Drachenbaum als Hydrogewächs zu halten. So hat man die wenigste Arbeit mit dem Gießen. Bei der Haltung in Erde muss man einigermaßen regelmäßig gießen. Wenn man es vergisst,
fallen die untersten Blätter ab. Ideal für die Bewässerung ist, den gesamten Wurzelballen in Wasser zu tauchen, bis er sich richtig vollgesogen hat. Dann lässt man das überschüssige Wasser ablaufen und stellt die Pflanze wieder in ihren Übertopf oder Untersetzer. Man wiederholt den Vorgang erst dann, wenn das Pflanzsubstrat gut abgetrocknet ist. Man erkennt es auch, wenn man die Pflanze hochhebt, am Gewicht. Ist sie recht leicht, gießt oder taucht man sie, ist sie noch recht schwer, ist genügend Wasser vorhanden. Im Winter benötigt die Pflanze meist deutlich weniger Wasser. Staunässe ist unbedingt zu vermeiden.

Gedüngt wird ausschließlich während der Wachstumszeit und zwar wöchentlich bis 14tägig mit einem Volldünger nach Vorschrift.

Wichtig ist eine hohe Luftfeuchtigkeit. Hydrohaltung ist daher gut geeignet. Wasser aus dem Pflanzgefäß verdunstet und erhöht die Luftfeuchte um die Pflanze herum.

Überwintern

Drachenbäume kann man im warmen Wohnzimmer problemlos überwintern.

Schnitt

Geschnitten wird nur, wenn ein Trieb eingeht oder verletzt ist. Diesen schneidet man schräg ab. In der Regel treibt mindestens ein neuer Trieb kurz unterhalb der Stelle aus, meist sind es aber mehr. Ansonsten wird die Pflanze nicht geschnitten. Wenn sie zu groß geworden ist, kann man es mit einem Radikalschnitt versuchen. Die beste Zeit dafür ist das Frühjahr. Die abgeschnittenen Triebe können zur Vermehrung genutzt werden. Günstig dazu ist die Verwendung von Bewurzlungspulver und eine hohe Substrattemperatur.

Vermehrung

Der Drachenbaum wird durch Stecklinge vermehrt. Diese steckt man in ein leicht angefeuchtetes

Gemisch aus gleichen Teilen Sand und Torf. Dann stülpt man eine Tüte über das Pflanzgefäß oder stellt es in ein beheizbares Zimmergewächshaus. Die Stecklinge sollten für einige Wochen abgedeckt bleiben und nicht gegossen werden.

Die Anzucht durch Samen ist auch möglich.

Krankheiten und Schädlinge

Bei Licht – und/oder Wassermangel fallen die jeweils unteren Blätter ab. Ansonsten ist die Pflanze robust. Schäden treten nur durch falsches Gießen oder einen schlechten Standort auf. Trockene Blattspitzen sind ein Zeichen für zu niedrige Luftfeuchte. Hier hilft, die Pflanze mit Wasser zu besprühen oder ab und zu abzubrausen.

Giftig für Katzen?

Es hat schon Vergiftungen von Katzen durch den Drachenbaum gegeben. Das kommt von den enthaltenen Saponinen. Allerdings kommt es nach der Aufnahme der Blätter in der Regel nur zu Durchfall bei der Katze.