Goldfruchtpalme, Chrysalidocarpus lutescens - Pflege, giftig?, braune bzw. gelbe Blätter

Goldfruchtpalme, Chrysalidocarpus lutescens - Pflege, giftig?, braune bzw. gelbe Blätter

Allgemeines

Die Goldfruchtpalme, unter dem botanischen Namen Chrysalidocarpus lutescens bekannt, ist eine der beliebtesten Zimmerpflanzen. Sie kann, wenn man ihr genug Zeit lässt, meterhoch werden. Dann ist sie im Wintergarten oder auf der Terrasse allerdings viel besser aufgehoben als im Wohnzimmer, denn ihre riesigen, ausladenden Wedel nehmen sehr viel Platz ein. Die Goldfruchtpalme wächst allerdings sehr langsam, also muss man sich darüber nicht allzu schnell Gedanken machen. Zur Not lässt sie sich immer noch stutzen.

Die vielen rohrartigen

Stämmchen, die sich gern buschig verzweigen, geben ihr eine besonders angenehme Optik. Ausgewachsene Pflanzen können im Sommer auch als Kübelpflanzen auf die Terrasse oder den Balkon gestellt werden. Als Palme ist sie allerdings wenig geeignet, dort im Winter stehen zu bleiben.
In der Natur wachsende Goldfruchtpalmen können bis zu 10m hoch werden, die im Haus gehaltenen Pflanzen bleiben jedoch deutlich kleiner.

Die Früchte dieser sogenannten Fiederpalme sind goldgelb, bilden sich allerdings bei den Zimmerpflanzen nur sehr selten, doch daher stammt ihr Name. Sie gehört übrigens zu den Fiederpalmen aufgrund der Bauart ihrer Wedel. Diese sind in sehr viele steife, gelblichgrün gefärbte Fiederpaare eingeteilt, die zudem einen schwachen Glanz aufweisen.

Die Goldfruchtpalme hat übrigens keine weiteren Artgenossen und ihr Heimatort ist Madagaskar, wo man sie wild wachsend, aber auch als Straßenbaum antrifft.

Die Pflanze ist gehört auch nicht zu den Giftpflanzen, was fälschlicherweise manchmal angenommen wird. Das macht sie gut geeignet für Katzenhalter oder Menschen mit Kindern.

Pflege

Die Chrysalidocarpus lutescens bevorzugt es feucht, die Erde im Topf sollte niemals ganz trocken sein. Tatsächlich mag sie sogar Fußbäder von Zeit zu Zeit sehr gern, was sie zeitgleich zu einer geeigneten Hydrokulturpflanze macht. Es ist dennoch zu beachten, dass sehr kalkhaltiges Wasser vorher entkalkt werden sollte, denn sonst verträgt die Goldfruchtpalme es nicht besonders gut. Es ist auch von Vorteil, ab und an die Wedel mit einem feuchten Lappen vom Staub zu befreien oder die Palme unter die Dusche zu stellen, dies mag sie sehr gern.

Zur Standortwahl ist zu sagen, dass die
Goldfruchtpalme sowohl viel Sonne als auch Halbschatten verträgt. Wird sie als Zimmerpflanze jedoch hinter Glas gehalten, sollte sie vor direkter Sonneneinstrahlung geschützt werden, da sie sich sonst einen „Sonnenbrand“ einfangen könnte. Dieser schlägt sich in einer goldgelben Färbung der Blätter nieder, die nie wieder verschwinden wird.

Wichtig sind nur hohe Temperaturen, damit sie gut wachsen und gedeihen kann. Auch im Winter sollte die Goldfruchtpalme daher bei 18 bis 22°C gehalten werden, um ein Eingehen zu vermeiden. Temperaturen unter 15°C sind bereits schädlich. Wichtig ist auch im Winter viel Licht, weshalb sie nach Möglichkeit auch dann immer möglichst sonnig stehen sollte.

Die Chrysalidocarpus lutescens verträgt nur schlecht trockene Luft, weshalb auch im Winter die Wedel regelmäßig mit Wasser zu besprühen sind, insbesondere, wenn die Zimmerpflanze auf einer Heizung steht.
Ist die Luft zu trocken oder die Pflanze zu großen Temperaturschwankungen ausgesetzt, neigt sie dazu, sich Schädlinge einzufangen. Spinnmilben, weiße Fliegen, Wollläuse oder Schmierläuse nisten sich dann leicht in die Wedel ein. Ist das der Fall, sollte man mit Schädlingsbekämpfungsmitteln vorsichtig umgehen, da die

Pflanze sehr empfindlich darauf reagiert. Einige Duschen mit lauwarmem Wasser sind empfehlenswerter. Zur Vorbeugung kann man auch Pflanzenschutzstäbchen in die Erde des Topfes stecken. Erste Anzeichen für eine zu niedrige Luftfeuchtigkeit sind übrigens braune Blattspitzen. Bei komplett braunen Blättern ist die Pflanze vielleicht sogar schon zu ausgetrocknet, um gerettet werden zu können, daher sollte schon bei minimalen Anzeigen reagiert werden.

Die Chrysalidocarpus lutescens sollte alle zwei bis drei Jahre in einen größeren Topf umgepflanzt werden, damit die Pflanze gesund bleibt und weiterhin gut wachsen kann. Die Pfahlwurzeln dürfen dabei auf keinen Fall beschädigt werden, sonst könnte die Pflanze sterben! Die Erde sollte gut um die Wurzeln herum angedrückt werden. Besonders gut eignet sich übrigens frische Komposterde für das Wachstum der Palmen.

Vermehrung

Die Goldfruchtpalme lässt sich auch in der Wohnung recht einfach vermehren, wenn man keine neuen Pflanzen kaufen möchte, da ältere Pflanzen gern kleine Sprossen um den Stamm herum ausbilden. Diese kann man beim Umtopfen der Pflanze vorsichtig heraustrennen und in einen eigenen kleinen Topf stecken.
Etwas länger braucht hingegen die Vermehrung mit Samen, da diese zwischen vier und sechs Wochen benötigen, bis sie zu keimen beginnen. Werden mehrere Sämlinge in einen Topf gesetzt, wird die Palme viel fülliger.