Kanarische Dattelpalme Phoenix canariensis - Pflege, Düngen, Überwintern, Kaufen

Kanarische Dattelpalme Phoenix canariensis - Pflege, Düngen, Überwintern, Kaufen

Die Kanarische Dattelpalme ist eine Fiederpalme und eignet sich als Zimmerpalme, als Kübelpflanze für die Terrasse und zum direkten Auspflanzen an einen geschützten Platz. Die Palme übersteht allerdings nur leichte Fröste, man muss also für einen guten Frostschutz sorgen oder man belässt sie besser im Kübel und stellt diesen ein. In ihrem natürlichen Lebensraum, auf den Kanarischen Inseln, kann sie 8 bis 18 Meter hoch werden und einen Stammdurchmesser von gut einem Meter erreichen.

Standort

Der Standort im Freien sollte

unbedingt vollsonnig und geschützt sein.

Pflanzsubstrat

Die beste Erde für Phoenix canariensis ist ein Gemisch auf Kompostbasis mit einem Zusatz von etwas scharfen Sand und Kies, Blähton oder Lavagranulat. Auch kann das Substrat leicht sauer sein. Ideal ist bei Kübelpflanzen eine Drainage am Topfboden, so dass überflüssiges Wasser gut ablaufen kann. Umgetopft wird im Frühjahr. Palmen mögen hohe Pflanzgefäße, in denen ihre Pfahlwurzeln genügend Platz finden.

Pflege

Wenn die Palme vom Frühjahr bis zum Herbst draußen steht, gießt man so, dass der ganze Wurzelballen gut vom Wasser durchdrungen ist. Zwischen den Wassergaben sollte der Ballen dann aber erst gut wieder abtrocknen, bevor man erneut gießt. Im Winter wird das Gießen eingeschränkt. Man wartet, bis etwa 2/3 des Pflanzsubstrates abgetrocknet sind. Bei reichlich Wassergaben im Sommer bedankt sich die Palme durch gutes Wachstum. Man darf nach Möglichkeit kein kalkhaltiges Wasser verwenden, das mögen die Palmen nicht.

Ausgepflanzte Kanarische Dattelpalmen besitzen nach einigen Jahren tiefgehende Pfahlwurzeln, mit denen sich die
Palme aus dem Grundwasser selbst versorgt. Sie muss also nicht extra gegossen werden. Es dauert aber einige Jahre, bevor die Wurzeln bis zum Grundwasserspiegel vordringen.

Wenn Blätter der Kanarischen Dattelpalme braun werden, darf man diese erst entfernen, wenn sie vollständig eingetrocknet sind. Einige Zentimeter des Blattstiels lässt man am Stamm stehen.

Düngen

Phoenix canariensis wird während der Hauptwachstumsphase alle zwei Wochen eine Düngergabe mit handelsüblichem Flüssigdünger verabreicht. Während der winterlichen Ruhephase düngt man nicht.

Überwintern

Topfpflanzen, die vorwiegend in der Wohnung kultiviert werden, sollten den Winter in einem hellen Raum bei 8 bis 12 ºC verbringen. Kübelpflanzen stellt man ein, sobald Bodenfrost angesagt ist, oder man schützt die Pflanzen draußen. Ab –6 ºC gelten ausgepflanzte Dattelpalmen als frostgefährdet und brauchen Schutz.

Schädlinge

Gefährlich für die Phoenix canariensis ist der Rote Palmrüssler. In Deutschland gibt es ihn noch nicht, aber er kommt immer näher. In Frankreich, Spanien, Italien und Griechenland findet man ihn schon. Der Käfer legt seine Larven in das weiche, junge Holz der Palmen. Zeigen sich erste Schäden, ist es für eine Behandlung zu spät. Um eine Übertragung auf andere Palmen zu verhindern, muss die Palme entsorgt werden, am besten verbrannt.

Kaufen

Man kauft besser eine kleine Kanarische Dattelpalme. Oft werden große zu einem kleinen Preis angeboten, die taugen aber meist nicht viel. Die großen Blattabstände und die weichen Blätter sind ein deutliches Zeichen, dass diese Palmen nicht artgerecht gezogen wurden. Will man sie weiter kultivieren, werden die Blätter meist nur noch halb so groß. Wenn man unbedingt

eine große Dattelpalme haben möchte, sollte man auch etwas mehr investieren. Der Unterschied von einer Phoenix canariensis  aus dem Supermarkt und vom Fachhändler ist deutlich zu sehen.

Es gibt 60 bis 70 cm hohe Kanarische Dattelpalmen für unter 10 Euro. Für diesen Preis bekommt man hin und wieder im Supermarkt auch eine, die ist 150 cm groß.