Steckenpalme, Rhapis excelsa - Pflege-Tipps

Die aus China und Japan stammende Gattung der Steckenpalmen (Rhapis) umfasst 9 bekannte Arten. Die anspruchslose, immergrüne und exotisch anmutende Steckenpalme (auch chinesische Steckenpalme, Lady Palm, Schirmpalme) bildet im oberen Teil ihrer netzartigen Blattscheiden rohrartige Stiele, aus denen sich der Name Steckenpalme ableitet. Die aus den mit Fasern bedeckten etwa 3 cm dicken Holzstämmen wachsenden Stiele bringen die grünen, in Fächerstrahlen unterteilten Blätter hervor. Bereits in einer Topfgröße von 30 cm erreicht die Steckpalme eine Höhe von etwa 1 Meter. Die unteren abgetrockneten Blätter der Palme können abgetrennt werden.

Substrat & Boden

Ein gut

durchlässiges und leicht pH-saures Substrat bekommt der Steckenpalme besonders gut. Das Pflanzsubstrat aus einem Gemisch auf Kompostbasis hat sich besonders bewährt. Dazu wird die Pflanzerde mit scharfem Sand, Kies sowie Lavagranulat bzw. Blähton versetzt.

Düngen

Gedüngt werden kann zur Hauptwachstumszeit vom Frühjahr bis zum Spätsommer mit einem handelsüblichen Palmendünger. Ein Flüssigdünger wird 14-tägig dem Gießwasser beigegeben, alternativ kann auch ein Langzeitdünger (Granulat) verwendet werden.

Schneiden

Ein Schnitt ist nicht erforderlich.

Vermehren

Die im Frühjahr von der Mutterpflanze abgetrennten Triebe werden in ein Substrat-Gemisch aus zwei Teilen Komposterde und einem Teil scharfen Sand gesteckt. Das Substrat wird gut angefeuchtet und für ein wuchsförderndes Klima wird der Topf mit einer transparenten Folie abgedeckt. Die eingeschnittenen Belüftungslöcher verhindern eine Schimmelbildung auf dem Substrat. Nach vier bis sechs Wochen im Sonnenlicht beginnt der Ableger auszutreiben - die Folie kann entfernt und die Pflanze normal gegossen werden. Gedüngt wird allerdings erst, sobald die Stecklinge in einen normalen Topf gepflanzt werden.

Ableger, die direkt am Fuß der Mutterpflanze abgetrennt werden, haben meist bereits Wurzeln, so dass diese direkt in normale Pflanzerde getopft werden können. Auch aus Samen lässt sich die Steckenpalme anziehen.

Überwintern

Obwohl die Steckenpalme kurzfristig auch Minusgrade bis zu 6 °C verträgt, sollte die Rhapis Excelsa bereits im September an einen geschützten Standort gewöhnt werden. Bei geeigneten Lichtverhältnissen kann sie problemlos im Haus oder in der Garage überwintern. Im Winter werden ihr täglich möglichst 3 bis 4 Stunden Sonnenlicht gegönnt. Die Temperatur während der Ruheperiode liegt idealerweise bei 10 bis 12 °C. Überwintert die Steckenpalme im geheizten Zimmer, so ist besondere Aufmerksamkeit gefragt, denn das Erdreich sollte in der die Ruhepause einleitenden lichtarmen Jahreszeit weder zu feucht noch zu trocken sein. Gedüngt wird während der Ruheperiode auch bei einer warmen Überwinterung nicht. Während der lichtarmen Zeit bildet die Pflanze keine neuen Ausläufer aus und verwendet die vorhandene Kraft auf ein leichtes Wachstum ihrer Wurzeln.

Standort

Eigentlich lebt die Steckenpalme im Wald, gut geschützt unter den Blättern und Wedeln größerer Pflanzen. Richtig wohl fühlt sich die Steckenpalme an einem halbschattigen Platz (Mindestens 700 Lux). Am Morgen und am Nachmittag verträgt die Rhapis excelsa auch ein wenig direkte Sonne. Bei zu viel Sonne werden die Blätter gelb. Tipp: Steht die Steckenpalme im Freien, sollte die pralle Mittagssonne vermieden werden.

Temperatur

Normale Zimmertemperaturen (15 bis 20 °C) sorgen für ein ausgewogenes Wachstum der Steckenpalme, wobei sich dieses mit fallenden Temperaturen verlangsamt. Fällt die Temperatur unter ca. 8 °C, legt die Rhapis excelsa eine Ruhepause ein. Tipp: Die Steckenpalme eignet sich auch für den Kübel und hält auch kurzen Frostperioden stand.

Umtopfen

In ihrer Heimat erreicht die Steckenpalme eine Höhe

von bis zu 5 Metern und ihre unterirdischen Rhizome bilden mehrere Stämme aus. Wird der Topf zu eng, kann direkt nach der Ruheperiode im Winter umgetopft werden. Drängen sich die verholzten Stämme an den Topfrand oder schieben sich die Wurzeln bereits oben aus dem Topf, wird ein etwas größerer Pflanztopf gewählt. Da die Steckenpalme sehr langsam wächst, kann sie jedoch viele Jahre im selben Topf verbringen. Das Frühjahr ist auch ideal, um das Substrat zu erneuern - sofern die Topfgröße beibehalten wird. Wie bei vielen anderen Palmenarten auch, bevorzugt die Steckenpalme einen eher tiefen Topf, um ihre langen Rhizome ausbilden zu können. Über ihre Wurzeln nimmt die Palme den größten Teil der Nährstoffe auch, wobei die tief wachsenden Wurzeln ihr auch einen sicheren Stand verschaffen. Umso tiefer und weiter der Topf, umso schwieriger gestaltet sich das gleichmäßige Gießen der Pflanze.

/>Gießen

Die Steckenpalme darf nicht austrocken und sie braucht einen gut durchfeuchteten Boden für ein ausgeglichenes Wachstum. Pflegefehler machen sich in braunen oder gelben Blättern bemerkbar. Sobald die oberste Schicht des Substrates leicht abgetrocknet ist, wird die Steckenpalme gegossen. Die Erde wird dabei gut durchfeuchtet. Obwohl sich die Steckenpalme weniger empfindlich als andere Pflanzen zeigt, ist Staunässe zu vermeiden und weder im Topf noch im Untersetzer verbleibt ein "Wasserfuß". Im Winter legt die Rhapis excelsa eine Ruhepause ein und es wird nur mäßig gegossen, sobald das Substrat gut abgetrocknet ist.

Krankheiten und Schädlinge

Bei falscher Pflege oder Standortdefiziten können auch Schädlinge die robuste Steckenpalme befallen. Schildläuse, Spinnmilben oder Wollläuse verstecken sich meist zunächst an den Ansatzstellen der Wedel. Spezielle Pflanzenschutzmittel sorgen für Abhilfe. Grundsätzlich können Schädlinge auch von Hand abgesammelt werden. Das Abspülen ist jedoch nicht unbedingt zu empfehlen, da dabei die Schädlinge dabei meist auf der Pflanze und im Erdreich verteilt werden.

Gelbe Blätter sind oft das Ergebnis eines zu nassen Substrats. Braune Blattspitzen bilden sich bei zu geringer Luftfeuchtigkeit. Werden die braunen Spitzen zurückgeschnitten, sollte ein wenig des welken Blattes stehenbleiben, damit ein weiterwelken der Wunde vermieden wird. Wurde die Pflanze übergossen oder überdüngt und zeigt bereits Schäden, kann das Substrat ausgetauscht werden; dies kann auch während der Winterperiode sinnvoll sein. Dabei wird nach Möglichkeit ungedüngte Pflanzerde verwendet, um der Steckenpalme eine Ruhepause zu gönnen.

Bewässerung
  • Das Erhöhen der Luftfeuchtigkeit bekommt der Steckenpalme gut, ist aber für ihr gutes Gedeihen nicht zwingend erforderlich.
  • Wie auch beim Gießen, sollte möglichst kalkarmes Wasser verwendet werden, um unschöne Kalkflecken auf den Blättern zu vermeiden.
  • Gegossen wird mit Leitungswasser in Zimmertemperatur, doch sollte dieses nicht zu kalkhaltig sein.
Wissenswertes zur Steckenpalme in Kürze

Die Steckenpalme gehört zu den Schirmpalmen. Sie stammt ursprünglich aus Südostasien und wächst sehr langsam. Sie besitzt unterirdische Rhizome, durch die sich mehrere Stämme ausbilden, so dass man den Eindruck einer kleinen Palmengruppe gewinnt. Meist wird die Palme als Zimmerpflanze kultiviert, kann aber auch als Kübelpflanze genutzt werden. In der Wohnungskultur wird die Palme etwa 1,5 Meter hoch. Rhapsis excelsa ist ein hervorragender Luftverbesserer im Sinne von Abbau von Schadstoffen und Verdunstung. Diese Palme gedeiht sehr gut in Hydrokultur.

Standort
  • Die Steckenpalme ist ein Waldbewohner. Dort ist sie vor der Sonne geschützt. Auch bei uns bevorzugt die Pflanze einen halbschattigen Standort.
  • Morgen- und Abendsonne verträgt die Palme gut. Sie kann auch im Schatten stehen, wächst dann aber kaum.
  • Bei längerer Sonneneinstrahlung kann es sonst vorkommen, dass die Blätter gelb werden.
  • Dafür kommt die Rhapis excelsa in Räumen auch mit etwas weniger Licht gut zurecht. Mindestens 700 Lux sollten es aber sein.
  • Im Winter muss die Palme nach Möglichkeit mindestens 3 bis 4 Stunden Sonnenlicht pro Tag erhalten.
Pflanzsubstrat
  • Das Pflanzsubstrat sollte sehr durchlässig und etwas sauer sein.
  • Ideal ist ein Gemisch auf Kompostbasis, dem man etwas scharfen Sand, Kies, Blähton oder Lavagranulat zusetzt.
  • Im Frühjahr wird umgetopft. Das ist aber erst notwendig, wenn sich die Wurzeln oben aus dem Topf schieben.
  • Oft dauert es viele Jahre, bis das passiert. Man verwendet nur einen geringfügig größeren Pflanztopf.
  • Gut geeignet ist ein etwas höheres Pflanzgefäß. Palmen bilden Pfahlwurzeln aus und die benötigen nach unten Platz.
Pflege
  • Rhapis excelsa mag eine hohe Luftfeuchtigkeit. Wenn man sie ab und zu mit Wasser übersprüht, fühlt sie sich sehr wohl.
  • Man sollte dazu, genau wie zum Gießen, kein kalkhaltiges Wasser verwenden, das mögen Palmen nicht.
  • Der Wasserbedarf der Steckenpalme ist mittelmäßig. Während der Hauptwachstumszeit gießt man die Pflanze reichlich.
  • Der Pflanzballen sollte nach dem Gießen gut durchfeuchtet sein. Stehendes Wasser mag Rhapis excelsa nicht.
  • Nach dem Gießen wartet man also ein paar Minuten und schüttet dann den Untersetzer oder den Übertopf aus und entfernt überflüssiges Wasser.
  • Vor der nächsten Wassergabe lässt man die oberste Schicht des Pflanzsubstrates gut abtrocknen.
Düngen
  • Man düngt entweder mit einem handelsüblichen Flüssigdünger, dann 14-tägig in der Wachstumsphase ab dem Frühjahr.
  • Oder man verwendet einen Langzeitdünger, den man in die oberste Substratschicht einarbeitet.
Überwintern
Mitte September muss die Steckenpalme eingestellt werden. Die Überwinterung kann im Wohnzimmer erfolgen. Wenn dort kein Platz ist, tut es auch ein anderer Raum. Sie benötigt Temperaturen zwischen 5 und 10 ºC. Während der Winterruhe gießt man nur soviel, dass der Pflanzballen nicht austrocknet. Bei trockener Heizungsluft werden Steckenpalmen, genau wie andere Palmen auch, gern von Spinnmilben heimgesucht. Ein regelmäßiges Besprühen oder Abbrausen beugt dem vor. Je kälter die Palme überwintert, um so weniger Wasser benötigt sie.

Kaufen
Eine Rhapsis excelsa, 40 bis 50 cm hoch, kostet etwa 10 Euro. Da die Palme nur langsam wächst, sind größere Exemplare deutlich teurer. Bei 120 cm Größe kostet sie schon etwa 70 Euro.