Washington-Palme - Pflege, Überwintern

Washington-Palme - Pflege, Überwintern

Die schnell wachsende Washington-Palme besteht aus zwei Unterarten, der Washingtonia filifera sowie der Washingtonia robusta und wird häufig einfach unter dem Namen Washingtonia oder Washingtonie angeboten.

Wegen ihrer großen, ausladenden Wedel wird diese Art auch Priestergewandpalme oder Petticoatpalme genannt.

Die aufrecht stehenden Blattfächer zeichnen sich besonders durch viele einzelne Blätter aus. Charakteristisch sind die ziehharmonika-ähnlich gefalteten schmalen Blättern, von deren Blattenden feine Fasern herabhängen.

Ausgepflanzt können die Palmen bis 25m hoch werden, im Topf bleibt es meist bei 2-4m Höhe, wenn der

Topf nicht zu groß gewählt wird. Diese Fächerpalmen wachsen für Palmen ungewöhnlich schnell und sind sehr robust.

Standort

Die Washington-Palme liebt einen luftigen Platz in der Sonne oder im Halbschatten. Die pralle, heiße Mittagssonne im Sommer wird nicht sehr gut vertragen, sie kann schnell unschöne braune Flecken auf den Blättern verursachen. Im Sommer bevorzugt sie einen feuchten, im Winter einen eher trockenen Boden. In der Natur wachsen sie am besten in der Nähe steter Gewässer, wo der Boden nicht austrocknet und die Luftfeuchtigkeit hoch ist.

Diese Palmenart ist hervorragend als Zimmerpflanze für kühle Räume und Wintergärten geeignet. Vor allem im Winter zieht sie einen kühlen Standort vor, denn sie erträgt die Heizungsluft nicht gut. Ansonsten ist die Washingtonia sehr robust und auch gut für Palmenneulinge geeignet. Doch auch als Zimmerpflanzen gehaltene Exemplare lieben es, den Sommer draußen zu verbringen. Dafür die Pflanzen langsam an die neuen Lichtverhältnisse gewöhnen. Haben sie den Winter kühl und etwas dunkler verbracht, sollten sie erst einmal ca. 2 Wochen an einen halbschattigen Ort gestellt werden, bevor sie einen Sonnenplatz bekommen.
Ältere Washington-Palmen können auch ausgepflanzt werden, sie vertragen im Garten an einem etwas geschützten Ort tiefere Temperaturen als im Topf. Im Winter sollten sie im unteren Bereich dick mit Reisig oder Laub abgedeckt werden.

Pflege

Im Sommer mag die Washingtonia eine gleichbleibende Bodenfeuchte, wobei sie Staunässe nicht verträgt. Daher kann an heissen Tagen eine tägliche Wassergabe nötig sein.

Der Boden sollte tiefgründig locker und nährstoffreich
sein. Normale Pflanzerde reicht für sie aus, wenn man dieser ein wenig nicht klumpenden Sand zugibt. Ältere Exemplare sind für kleine Gaben Lehm in der Erde dankbar.

Nicht ausgepflanzt sollte die Washington-Palme alle 3-4 Jahre umgetopft werden, nicht öfter. Wie bei Rosen empfehlen sich auch bei Palmen hohe Töpfe, da diese Pflanzen Pfahlwurzeln bilden, die ausreichend Platz benötigen.

Überwintern

Die Washingtonie verträgt Fröste bis -10 Grad Celsius, kann daher lange draussen stehen bleiben. Dann kühl und luftig überwintern. Gerne im Wintergarten, denn in der warmen Wohnung hadert sie mit der Heizungsluft.
Während der Wintermonate hält die Palme wie viele andere Pflanzen auch ihre Ruhephase und möchte gerne wenig gestört werden. Ein ständiges hin- und herrücken sollte daher vermieden werden. Der Boden sollte zwischendurch abtrocknen dürfen, es werden während der Ruhephase nur wenige Wassergaben benötigt. Gedüngt wird in dieser Zeit gar nicht.

Probleme

Die Blattspitzen werden bei Palmen allgemein, so auch bei der Washington-Palme, häufig braun, was nicht bedeutet, dass der Boden zu trocken ist, ihr Nährstoffe fehlen oder sie krank

ist. Es ist eine natürliche Erscheinung dieser Pflanzengattung, gegen die man nicht viel tun kann. Ein wenig mildern kann man die Symptome eventuell, wäscht man die Blätter regelmäßig mit klarem, lauwarmen Wasser ab.
Die Washington-Palme ist recht anfällig für Wollläuse und Spinnmilben.

Woll- oder Schmierläuse
Wollläuse sind eine Unterfamilie der Schildläuse. Sie werden auch Schmierläuse genannt. Erkennbar sind
kleine braune Knötchen, die auf einen Befall von hindeuten. Sie sitzen an der Blattunterseite und können mit einem in Alkohol getränkten Wattebausch entfernt werden. Sind es zu viele oder in den Blattfalten versteckt, kann man die Pflanze mehrfach mit einem Mittel auf Rapsöl- oder Mineralöl-Basis behandeln.

Zimmerpflanzen werden am besten gespritzt solange sie draußen stehen. Werden sie in der dunkleren Jahreszeit behandelt, kann die Lichtarmut zu Schäden an der Pflanze führen.

Man kann auch mit einer Spiritus-Seifenlösung mechanisch versuchen, gegen die ungebetenen Gäste vorzugehen. Dafür wird in 1l Wasser ein kräftiger Spritzer Geschirrspülmittel oder ein EL Brennspiritus gegeben und mit einem Pinsel oder Waschlappen die Pflanze abgetupft. Dies ist zwar arbeitsintensiver als ein chemisches Mittel einzusetzen, jedoch ist es viel billiger und schonender für die Palme.

Spinnmilben

Diese Schädlinge sind an zarten weiß-silbrigen Gespinsten erkennbar. Sie siedeln sich oft als Folge von zu trockener Luft an. Sie mögen keine Feuchtigkeit, daher die Palmen regelmäßig besprühen.
Auch um gegen sie vorzugehen, kann die Washingtonia mehrfach mit einem Mittel auf Rapsöl- oder Mineralöl-Basis behandelt werden und auch hier gilt: Zimmerpflanzen am besten spritzen, solange sie noch draußen stehen.

Pilzbefall

Dazu kann es vor allem im Winter kommen, wenn das Überwinterungsquartier sehr kühl und die Luft stickig ist. Allerdings treten Pilze bei der Washington-Palme eher selten auf.

Durch eine ausreichend gute Frischluftzufuhr und sparsames Gießen kann man einen Pilzbefall meist problemlos vorbeugen.