Drachenkopf (Dracocephalum moldavica) - Pflege und Schnitt

Der Drachenkopf (Dracocephalum moldavica) ist eine asternähnliche Pflanze, die ursprünglich aus der Türkei kommt, weshalb der offizielle Name auch Türkischer Drachenkopf ist. Beim Drachenkopf handelt es sich um eine krautartige Pflanze mit einer Wuchshöhe von bis zu 40cm. Die Pflanze ist einjährig und wird in unseren Breiten ausschließlich in den Garten gepflanzt. Aufgrund der vielen kleinen Blüten, die in einem schönen Fliederton vorhanden sind, gehört der Drachenkopf zu den beliebtesten Pflanzen im Garten. Da die Blüten sehr viele Bienen und Schmetterlinge anlocken, trägt er zu einer ausgewogenen Ökologie im Garten bei.


/>Wer den Drachenkopf (Dracocephalum moldavica) auch in seinem Garten beheimaten will, kann dies entweder mit einer Direktaussaat zwischen April und Mai tun oder durch eine Voranzucht im März. Wenn man bereits im März eine Voranzucht beginnt, sollte dies an einem warmen, hellen Standort im Haus geschehen. Für die Anzucht sollte man spezielle Anzuchterde verwenden. Die kleinen Triebe werden dann ab April bis zum Mai in den Garten ausgepflanzt. Danach sollte man die Pflanzen nicht mehr aussetzen. Die Saattiefe sollte ca. 0,5cm betragen.

Beim Auspflanzen bzw. der
Aussaat ist darauf zu achten, dass ein Pflanzabstand von ca. 25 cm eingehalten wird. Da die Pflanze einen krautigen Wuchs hat, benötigen die einzelnen Pflanzen sehr viel Platz für ihr Wachstum. Auch sollte man die Pflanze an einen sonnigen Standort setzen. Dieser Standort bewirkt, dass man die Stängel der Pflanze zwischen Juni und Oktober ständig ernten kann, da der Drachenkopf eine sehr lange Blütezeit hat.

Von der Pflege her benötigt der Drachenkopf wenig Aufwand. Da es sich um eine Wildpflanze handelt, ist ein regelmäßiges Gießen nur in trockenen Jahreszeiten notwendig. Einen speziellen Dünger benötigt der Drachenkopf ebenfalls nicht. Auch bei der Beschaffenheit des Bodens muss man nicht auf Besonderheiten achten. Der Drachenkopf kommt in der Natur sowohl an trockenen Hügeln wie auch an Flussbänken und in Tälern oberhalb von 2500m vor. Daher ist er auch was den Boden anbelangt, eher anspruchslos. Allerdings sollte der Boden eine gute Drainage aufweisen - der Drachenkopf liebt einen feuchten Boden, Staunässe jedoch nimmt er übel.

Auch beim Schnitt braucht man sich nicht um bestimmte Vorgaben bemühen. Die blühende Pflanze kann zu einem sehr aromatischen, leicht nach Zitrone schmeckenden Tee, verarbeitet werden. Dafür werden die Stängel kurz über dem Boden abgeschnitten. Wichtig ist, dass die Pflanze in Blüte steht, wenn man einen Tee zubereiten möchte. Abgeblühte Pflanzen eigenen sich nicht mehr, um einen Tee zuzubereiten. Diese Schnitttechnik gilt auch, wenn man den Drachenkopf in ein Gesteck einbinden oder als Gewürzkraut in der Küche verwenden möchte.