Fuchsien - Pflege und Überwintern
Je nach Fuchsienart lieben die Pflanzen Sonne, Halbschatten oder sogar Schatten. Am besten, man erkundigt sich gleich bei der Anschaffung nach dem passenden Standort. Die meisten Fuchsien lieben allerdings Schatten. Als Grundregel gilt: Triphylla-Hybriden eignen sich ...auch für volle Sonne, reine Hybriden bevorzugen schattige Standorte.
Der Standort der Fuchsie sollte luftig, aber windgeschützt sein. Auf ausreichend Pflanzabstand ist zu achten. Günstig ist ein Platz unter einem lichtdurchlässigen Dach, da die Pflanze vor direkter Sonneneinstrahlung und Regen geschützt wird.
Der Boden einer Fuchsie sollte sauer sein. Besonders gut eignet sich Azaleenerde, aber auch eine Mischung aus verrottetem Kompost, Gartenerde, Rinderkultursubstrat und eventuell Kuhmist. Statt Kuhmist können auch Hornspäne, Knochenmehl und Kalimagnesium oder Langzeitdünger beigemischt werden.
Fuchsien benötigen viel Wasser. Bei Wassermangel verlieren die Pflanzen Blätter. Fuchsien lieben feuchtwarme Luft. Wenn es zu heiß ist, wachsen sie nicht so gut. Fuchsien zählen zu den wenigen Pflanzen, die in einem regenreichen Sommer reichlich blühen, da sie am besten bei Temperaturen zwischen 16 und 24 ° C und hoher Luftfeuchtigkeit gedeihen. Die meisten Blüten treiben die Pflanzen im Frühjahr und Herbst. Bei hohen Temperaturen sollte man die Fuchsien regelmäßig mit Wasser besprühen, da sonst ...
die Knospen verkümmern und das Laub abfällt. Die Wurzeln der Fuchsie dürfen nicht austrocknen. Auf keinen Fall sollte man Fuchsien mit hartem Wasser gießen. Ideal ist Regenwasser.
Gedüngt wird ein- bis zweimal pro Woche mit einem stickstoffbetonten Dünger.
Damit die Blühkraft nicht nachlässt, müssen die Samenkapseln regelmäßig entfernt werden. Auch welke und kranke Blätter sollten ausgeputzt werden.
Die Überwinterung der Fuchsie erfolgt in einem hellen und kühlen Raum bei Temperaturen zwischen 5 und 10 ° C. Nur sehr wenige Arten sind winterhart. Auch bei denen erfrieren aber alle oberirdischen Teile bei Frost.
Blauweiße Fuchsien sind besonders empfindlich, zu viel Sonne oder Wasser lassen sie leicht erschlaffen.
In der Natur vermehren sich Fuchsien über Samen. Im Gartenbau erfolgt die Vermehrung fast ausschließlich durch Stecklinge. Diese wurzeln schnell, wenn die Bodenwärme 18 bis 20 Grad Celsius beträgt. Die Stecklinge vertragen keine Sonne und Zugluft und müssen vor Verdunstung geschützt werden. Als Substrat wird ein nährstoffarmes Torf-Sand-Gemisch (2:1) verwendet.
Man kann Stecklinge auch in Wassergläsern bewurzeln lassen. Winterharte Fuchsien und robuste Hybriden bilden Wurzelausläufer aus. Diese unterirdischen Teile der Sprossachse können mit der anhängenden Wurzel abgetrennt und neu eingepflanzt werden.
Bei zu hoher Luftfeuchtigkeit kann Grauschimmelfäule an der Fuchsie auftreten. Auch Fuchsienrost kommt vor, eine Krankheit, die durch einen Pilz ausgelöst wird. Dieser nutzt Weidenröschen als Zwischenwirt. Man sollte also beide Pflanzen nicht zusammen kultivieren. Als pflanzliche Schädlinge treten Blattläuse, Spinnmilben, Raupen und die Weiße Fliege auf.
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