Leberbalsam - Pflege und Überwintern

Beim Lederbalsam handelt es sich um einen Korbblütler, der aus Mittel- und Südamerika stammt. In unseren Breitengeraden ist der Leberbalsam schon seit längerer Zeit sehr beliebt, denn hier macht die Pflanze nicht nur eine super Figur als Lückenfüller zwischen unterschiedlichen Stauden, sondern auch in Form eines Blütenteppichs.

An Wuchshöhe erreicht das Leberbalsam um die 15 bis zu 80 cm. Dadurch kann er auch problemlos im hinteren Bereich vom Beet gepflanzt werden, in dem sich meist hochwachsende Stauden befinden.

Besonderheiten des Leberbalsams

Auf Griechisch bedeutet "Ageratos" ewig jung, daher stammt auch der Pflanzenname

Leberbalsam, da er besonders ausdauernd blüht. Inzwischen gibt es um die 30 bekannte Arten des Leberbalsams. Da sie aber nicht winterfest ist, kann sie in Mitteleuropa nur einjährig gezogen werden. Er blüht in vielen verschiedenen Blautönen. Angeboten wird er allerdings nicht nur in Blau, sondern auch in Form von rosafarbenen und weißen Züchtungen. Für den Blumenkasten sind besonders kompakt wachsende Arten zu empfehlen wie zum Beispiel die 'Blaue Donau'. Sie wächst um die 20 cm hoch.

Grundsätzlich eignet sich das Lederbalsam aber nicht nur für das Gartenbeet, sondern auch für den Balkonkasten oder den Kübel. Die großen Sorten können am besten in Kübel gepflanzt werden, wobei die kleineren besser für den Balkonkasten in Verbindung mit anderen einjährigen Blumen ihren Platz finden. Seine Blütezeit hat der Lederbalsam sogar bis in den Oktober hinein. Wenn das Wetter aber doch nicht so mitspielt, dann kann die Pflanze auch problemlos ins Haus geholt werden.

Vorsicht: Lederbalsam gehört zu den Giftpflanzen. Daher sollte er lieber nicht angepflanzt werden, wenn kleine Kinder oder Haustiere zum Haushalt gehören.
 
Lederbalsam am richtigen Standort pflanzen
  • Damit der Lederbalsam richtig gedeihen und wachsen kann, benötigt er einen sonnigen und warmen Standort.
  • Er kommt zwar auch mit Halbschatten klar, benötigt aber trotzdem ein wenig Sonnenlicht.
  • Der ideale Platz beschert dem Pflänzchen mindestens 5 Sonnenstunden pro Tag.
  • Frost verträgt der Leberbalsam gar nicht. Daher sollten unbedingt die Eisheiligen abgewartet werden.
  • Sobald es zu keinem Nachtfrost mehr kommt, kann die Pflanze wieder in einen Kübel, Balkonkasten oder ins Beet gesetzt werden.
Pflege des Leberbalsams

Nicht nur das Sonnenlicht ist für diese Pflanze wichtig, sondern auch eine durchlässige und frische Gartenerde. Diese sollte aber nicht zu nass und zu schwer sein. Der Leberbalsam bevorzugt zwar einen leicht feuchten Boden, er verträgt aber auch keine Staunässe. Ein schwerer Boden sollte daher lieber etwas aufgelockert werden. Ein weiteres wichtiges Kriterium ist bei der Pflege eine passende Nahrungsergänzung in Form von Dünger. Diese sollte in regelmäßigen Abständen verabreicht werden. Ideal sind hier ein bis zwei Mal pro Monat. Beim Einpflanzen der Pflanze können auch noch Hornspäne oder Kompost unter die Erde gemischt werden. Hier sollte man aber unbedingt einige Zeit warten, bis man wieder Dünger zuführt. Denn zu viel an Nahrung ist für die Pflanze eher schädlich als förderlich. Damit man möglichst lange etwas von der Blütenpracht hat, sollte sie regelmäßig ausgeputzt werden. Beachtet werden sollte auch, dass der Leberbalsam nicht von alleine seine verdorrten oder welken Blüten verliert.

Leberbalsam überwintern und vermehren

Grundsätzlich kann
der Samen vom Leberbalsam bereits im Februar gesät werden. Dabei ist nicht nur die Vermehrung über Stecklinge möglich, sondern auch in Form einer Vorzucht

auf dem Fensterbrett. Die sogenannte Stecklingsvermehrung empfiehlt sich aber nur im zeitigen Frühjahr, wenn sie als eingetopfte Pflanze auch im Haus überwintern kann. Als Alternative zur Vermehrung gibt es noch die Möglichkeit, bereits fertig gezogene Pflanzen zu laufen. Diese Pflanzen inklusive Nachwuchs können dann nach den Eisheiligen im Freien platziert werden. Überwintern kann die Pflanze problemlos im Haus. Generell ist der Leberbalsam eine sehr ausdauernde Pflanze, die einjährig kultiviert wird. Überwintert wird diese Pflanze in der Regel selten.

Pflegefehler vermeiden

Wenn der Balsam zu nass steht, kann sich Wurzelfäule entwickeln, was die Pflanze wiederum absterben lässt. Bei der Kübelbepflanzung sollte daher unbedingt tonhaltige Erde benutzt werden. Zudem ist eine gute Entwässerung notwendig. Zur Vermehrung können die Samen im Februar oder März in kleine Töpfe ausgesät werden. Hier wird eine Temperatur von 21 °C empfohlen. Optimal ist in diesem Bereich somit ein beheizbares Zimmergewächshaus. Vor der Pflanzung kann ein Langzeitdünger unter den Kompost gemischt werden, der einfach der Pflanzerde zugeführt wird. Im Hochsommer, wenn lange Trockenperioden kommen, dann sollte der Leberbalsam regelmäßig mit Wasser versorgt werden.

Bis es zum Frosteinbruch kommt, blüht die Pflanze eigentlich unermüdlich. Nach dem ersten Frost kann sie dann ausgerissen und kompostiert werden. Besonders schön wirkt Leberbalsam in Verbindung mit anderen Sommerblumen. So zum Beispiel mit Ziertabak, Ringelblumen, Löwenmaul oder Marienglockenblumen. Für Kübel, Töpfe und Beeteinfassungen sind besonders die niedrigen Zwergsorten sehr beliebt. Empfehlenswert sind in diesem Zusammenhang zum Beispiel die Sorten 'Pacific', 'Blaue Donau', 'White Hawaii' oder 'Blue Hawaii'. Sie gelten als sehr widerstandsfähig und reichblühend. Verwelktes sollte unbedingt regelmäßig entfernt werden, denn so wird die Zweitblüte gefördert. Das sollte insbesondere nach langen Regenphasen vorgenommen werden.

Wissenswertes zum Leberbalsam in Kürze

Alles in allem ist der Leberbalsam eine sehr pflegeleichte Pflanze. Mit den richtigen Handgriffen kann man an dieser Pflanze lange seine Freude haben. Im Vorfeld sollte man sich allerdings über die zahlreichen Sorten informieren, denn alle haben ihre ganz individuellen Eigenschaften.
  • Der Leberbalsam ist eine einjährige Pflanze aus der Familie der Korbblütler.
  • Er wächst je nach Sorte in verschiedenen Größen. Die kleinsten Pflanzen werden nur 10 cm hoch, die größten 60 cm.
  • Die niedrigen Sorten wachsen kompakt. Sie werden als Bodendecker und im Balkonkasten verwendet.
  • Die höheren Sorten eignen sich gut für das Staudenbeet. Die mittleren Sorten sind  ideal für Pflanzkübel.

Viele Menschen kennen nur der blaue oder violette Leberbalsam, dabei gibt es auch Sorten, die blühen Weiß oder Rosa. Die Blütezeit ist von Mai bis in den Oktober hinein. Ursprünglich stammt die Pflanze aus Mexiko, Guatemala und Belize.

  • Die Pflanze ist mit fast allen Böden zufrieden, bevorzugt aber ein leichtes und nährstoffhaltiges Pflanzsubstrat.
  • Sie mag Sonne, wächst aber auch im Halbschatten gut. Wichtig sind ein luftiger Standort und Temperaturen zwischen 18 und 25 °C.
  • Um die Blühfreudigkeit zu erhalten, sollte ein- bis zweimal pro Monat gedüngt werden, am besten mit Flüssigdünger.
  • Wenn Verblühtes regelmäßig ausgeschnitten wird, kommen immer wieder frische Knospen nach.
  • Vermehrt wird der Leberbalsam durch Aussaat. Die ersten Samen keimen nach fünf Tagen.
  • Ab Februar kann man die Pflanzen im Haus vorziehen, nach den Eisheiligen kann man aber auch direkt ins Beet aussäen.
  • Kurios: Der Leberbalsam enthält in seinen Blättern ein Hormon, das gefräßige Larven zu unfruchtbaren Greisen macht.