Malven - Pflege der Malve (Malva)

MalvenDie meisten Malvenarten sind sehr anspruchslos. Sie bevorzugen nährstoffreichen, trockenen bis feuchten Boden. Dieser sollte etwas kalkhaltig, humos und durchlässig sein.

Torf darf nicht enthalten sein. Sonnige Standorte sind besonders geeignet, aber auch lichter Schatten wird gut vertragen. In der Regel werden Malven in Gruppen gepflanzt, immer 3 bis 5 Blumen zusammen. Die Pflanzen brauchen genügend Abstand untereinander, um sich gut entwickeln zu können. Malven eignen sich besonders gut für Bauern- und Naturgärten, Staudenbeete oder auch Steingärten.

Sie wirken auch

sehr schön in Pflanzkübeln. Kübelhaltung ist unproblematisch.

Staunässe vertragen Malven nicht. Beim Gießen muss man darauf achten, dass man weder zu viel noch zu wenig gießt, denn beides mögen die Pflanzen nicht. Es sollte ausreichend gedüngt werden.

Da Malven recht hoch wachsen, 1,50 bis 2 Meter sind keine Seltenheit, sollte man sie stützen und festbinden. Durch ihre Höhe sind Malven sehr windanfällig und knicken leicht um.

malven3_flMalven vermehrt man durch die Aussaat von Samen. Das ist ganz einfach und gelingt problemlos. Im Spätsommer beginnt mit dem Abblühen der untersten Blüten ein reicher Samenansatz, den man gewinnen kann. Anderenfalls sollte man abgeblühte Blütenstände abschneiden, so bleibt die Staude mehrere Jahre erhalten. Die Samen können direkt nach dem Ernten wieder ausgesät werden, entweder in den Garten oder in Töpfe.  Ideal ist es, sie im Haus vorzuziehen. Sobald die Pflänzchen groß genug sind, werden sie pikiert. Die Töpfe im Keller bzw. in Erde abgedeckt überwintern. Im Frühjahr können sie dann in den Garten ausgepflanzt werden. Wenn im Frühjahr der Samen direkt ins Beet ausgesät wird, blüht die Malve in der Regel erst im nächsten Jahr.

Malven werden häufig von Malvenrost befallen. Der Pilz verursacht braune Pusteln an den Blattunterseiten. Daraus entstehen Löcher. Die Blätter sterben ab. Beim Kauf sollte man darauf
achten, resistente Sorten zu wählen. Hat man die Krankheit eingeschleppt, sollte im Herbst die gesamte Pflanze einschließlich der Erde darum herum vernichtet werden.

Dekorative Malven ...

lila MalvenEs gibt viele Sorten von Malven, die Sie in Ihrem Garten ansiedeln können, hier einige Anregungen:
  • Die Rosen-Malve oder Malva alcea wird auch spitzblättrige Malve oder Siegmarswurz genannt. Sie wächst in Höhen von einem halben bis einem Meter ausdauernd und krautartig und zeigt vom Juni bis spät in den Herbst hübsche rosafarbene Blüten.
  • Eine ähnliche Wuchsform zeigt die Hibiskus-Malve oder Moschus-Malve, die Malva moschata, die jedoch weiß oder pink blüht und insgesamt etwas kleiner bleibt.
  • Die Weg-Malve (Malva neglecta) oder Gänse-Malve, Feld-Malve oder Hasenpappel bleibt noch kleiner, entwickelt aber viele kleine helle Blüten, die als besonderen Akzent zarte Farbstreifen tragen.
  • Ein ziemlicher Winzling ist die Kleinblütige Malve, die Malva pusilla Sm., die jedoch im gesamten Bereich ihrer bis zu 30 cm erreichenden Höhe in den Blattachsen Büscheln von ebenso kleinen, hellen Blüten ausbildet.
  • Die Wilde Malve (Malva sylvestris L.) hat gleich eine Fülle von Volksnamen, wie Käsepappel und Johannispappel, Katzenkäse oder Käslikraut oder Pissblume, Mohrenmalve oder Ross-Malve. Sie kann bis über einen Meter hoch werden und hat

    wunderschöne, rosaviolette, mit dunklen Streifen geschmückte Blüten, an vielen Stellen der Pflanze und von Mai bis September.
... und Malvengewächse

Das waren erst die Malven selbst, und schon unter diesen könnten Sie für jede Ecke Ihres Gartens die richtige Pflanze finden. Es gibt aber auch noch das weite Feld der Malvengewächse, und zu denen gehören neun Unterfamilien mit der unglaublichen Zahl von insgesamt rund 4.300 Arten. Besonders interessant für den Gärtner ist davon die Unterfamilie der Malvoideae, zu denen nämlich neben den Malven auch die Stockrosen, der Eibisch und der Hibiskus gehören. Wenn Sie sich in die Schönheit und den Varietätenreichtum der Malven wie so viele Gartenbesitzer so richtig verliebt haben, können Sie also noch einige Gewächse erkunden, deren Anmut an die der Malven heranreicht.

Außerdem werden dann in Ihrem Garten irgendwann jede Menge Malvenblüten und Blüten von Malvoideaes anfallen, mit denen Sie sehr viel mehr anfangen können als sie einfach zu entsorgen. Einige Malven können als Gemüse genossen werden, so hat die Wilde Malve ihren Trivialnamen “Käsepappel” erhalten, weil aus ihren einem Käselaib ähnlichen Früchten früher der “Papp” genannte Kinderbrei gemacht wurde. Viele Teile von Pflanzen aus der Gruppe der Malvengewächse werden in Kräutertees mit wohltuenden Wirkungen verarbeitet, ob es Eibischwurzeln oder Lindenblüten, Blätter der Wilden Malve oder Hibiskusblüten sind, Letzere werden momentan aber vor allem gerne in ein Glas Sekt getan.