Ringelblume - Aussaat und Pflege

Ringelblume mit halb geschlossener BlüteDie Ringelblume ist in aller Munde bekannt. Gerne wird sie als Heilpflanzen bezeichnet und finden zum Beispiel in verschiedenen Kosmetika Verwendung. Sie gehört zur Familie der Korbblütengewächse. Den Namen verdankt die Ringelblume ihre Blüten, die sich zum Teil krümmen und auch ringeln.

Es handelt sich bei dieser Pflanzenart um eine schnellwüchsige Blume, die ebenfalls winterhart ist. Die Blüten leuchten in Orange, welches sich bis hin zu Gelb oder Lachsfarben entwickeln kann. Teilweise kommen auch Ringelblumen mit einer

grünen Färbung vor. Im Inneren befindet sich ein dunkler Kern. Die Blütenblätter sind für Menschen essbar und schmecken auch hervorragend zu Salaten. In Verbindung mit heißem Wasser entwickeln die Blüten ein leckeres Teearoma.

Aussaat und Vermehrung der Ringelblume

Die Ringelblume ist eine einjährige Pflanze, die jedes Jahr neu ausgesät werden muss oder sich durch Selbstaussaat von allein vermehrt. Die Aussaat kann direkt im Garten oder im Blumenbeet erfolgen. In den Monaten März bis Mai können die Samen ausgesät werden, damit im Sommer noch wunderschöne Blumen blühen können. Wer den Samen von September bis Oktober aussät, erhält schon im nächsten Frühjahr eine wunderschöne Ringelblumenwiese. Sobald die Sämlinge zu sehen sind, werden diese in einem Abstand von etwa 30 cm ausgedünnt. Die Ringelblume kann auch als Schnittblume angepflanzt werden. Hierbei empfiehlt es sich die Samen in einer Reihe anzupflanzen und diese dann ebenfalls auf einen Abstand von 30 cm auszudünnen. Die Vermehrung erfolgt entweder mit gekauften Samen oder durch eine Selbstvermehrung. Es ist auch möglich, nach der Blütezeit der Ringelblume den Samen aus dem Inneren zu entnehmen und diesen auszusäen.

Ringelblumen pflanzen

Die Ringelblumen lieben einen sonnigen bis halbschattigen Platz. Bei der Bodenauswahl stellt die Ringelblume keine besonderen Ansprüche und wächst nahezu überall. Staunässe verträgt die Ringelblume allerdings überhaupt nicht und deshalb sollte der Boden locker und durchlässig sein. Wenn der Boden zu nährstoffreich ist, kann dieser mit etwas Sand vermischt werden. Wenn Sie die Ringelblumen im Kasten oder Topf anpflanzen möchten, können Sie dafür herkömmliche Blumenerde verwenden. Das Entscheidende ist jedoch, dass sich im Topf ebenfalls keine Staunässe bilden kann. Verwenden Sie einen Topf, bei dem sich am Boden ein Loch befindet, wo das überschüssige Wasser ablaufen kann. Sorgen Sie dafür, dass das Loch durch die Blumenerde nicht verstopft wird. Dafür können Sie den Topf mit etwas Kies oder Tonscherben auslegen und darüber die Blumenerde verstreuen, damit das überschüssige Wasser gut ablaufen kann.

Pflege der Ringelblume (Calendula)

Ringelig gekrümmte Blüten geben der Ringelblume (Calendula) ihren NamenNach der Blütezeit können Sie die Ringelblumen einfach ausreißen und zum Kompost geben. Wenn Sie die Vermehrung durch Selbstaussaat bevorzugen, lassen Sie einfach ein paar Blumen stehen und erfreuen sich im nächsten Jahr an der Faszination der Ringelblumen. Eine besondere Pflege benötigt die
Ringelblume nicht. Lediglich das regelmäßige Gießen ist ein Muss. Dünger ist nicht unbedingt erforderlich, kann aber einmal gegeben werden.
  • Standort: Die Ringelblumen mögen einen hellen und sonnigen Standort. Der Boden sollte nicht zu nährstoffreich sein und keine Staunässe bilden.
  • Gießen: Die Ringelblume verträgt keine Staunässe und

    sollte daher nicht übermäßig viel gegossen werden. Wenn der Boden angetrocknet ist, kann wieder etwas nachgegossen werden.
  • Düngen: Das Düngen der Ringelblume ist nicht zwingend erforderlich. Wenn Sie der Ringelblume einmal in der Wachstumsphase Dünger geben möchten, ist dies nicht schädlich aber vollkommen ausreichend. Verwenden Sie am besten einen kaliumbetonten Dünger oder Brennnesseljauche, die Sie sehr einfach selbst herstellen können.
  • Schneiden: Die Ringelblume muss nicht geschnitten werden. Wenn Sie diese jedoch als Schnittblume verwenden möchten, ist es ratsam die Ringelblume zu schneiden, bevor die Blüten aufgehen.
Ringelblumen überwintern und vermehren

Wenn Sie die Ringelblumen im Herbst aussäen, decken Sie die Erde für einen ausreichenden Schutz mit Holzspäne oder Pellets ab. So schützen Sie den Samen vor den kalten Wintertemperaturen.

Die Samen der Ringelblumen können gekauft oder der Ringelblume selbst entnommen werden. Sie können auch darauf vertrauen, dass die Samen durch die Selbstaussaat im Garten verteilt werden. 

Krankheiten und Schädlinge

Die Ringelblume entwickelt einen sehr strengen Geruch, der kaum Schädlinge anzieht. Auch ihre Umgebung schützt die Ringelblume mit diesem Geruch. Es bleiben andere Pflanzen nahezu vor den Schädlingen verschont. Es kommt jedoch vor, dass die Ringelblume von der Blattlaus befallen wird. Mehltau kann sich außerdem schädlich auf die Ringelblume auswirken.

Sollten sich Blattläuse an der Ringelblume festgesetzt haben, hilft etwas Brennnesseljauche um die Plagegeister los zu werden. Wenn Sie nichts gegen die Blattläuse unternehmen, wird die Blütenpracht bald dahin sein. Denn die Blattläuse schädigen die Pflanzen so sehr, dass diese sich nicht mehr erholen können. Ein anderes Mittel gegen die Schädlinge ist etwas Schmierseifenlösung. Verwenden Sie das Gemisch jeden Tag und sprühen Sie die Pflanzen damit ein. Dies hinterlässt jedoch unschöne Flecken auf den Blüten der Ringelblume. Als Alternative können natürliche Feinde der Blattlaus helfen diese loszuwerden. Marienkäfer, Ohrenkneifer oder auch Schlupfwespen sind hervorragend zur Bekämpfung von Blattläusen geeignet. Lavendel ist überdies auch gut gegen die Blattläuse. Hierfür werden zwischen die Ringelblumen einige Lavendelpflanzen gesetzt, welche die Blattläuse und andere Schädlinge fernhalten.

Eine weitere Krankheit kann die Ringelblumen befallen. Mehltau ist eine häufige Gartenkrankheit. Mehltau erkennen Sie daran, dass ein weißer, filzartiger Belag auf den Blättern der Ringelblume erscheint. Diese Blätter sollten großzügig abgeschnitten werden. Mehltau kann, wenn man dies rechtzeitig entfernt der Ringelblume nichts Schlimmeres anhaben. Eine Milch-Wasser-Lösung kann den Mehltau außerdem entfernen und schon bald wächst die Ringelblume wieder in ihrer ganzen Pracht.

Wissenswertes zur Ringelblume in Kürze
  • Höhe: 30 - 60 cm
  • Pflanzabstand: 30 - 40 cm
  • Blüte: vom Spätfrühling bis zum ersten Frost
  • Boden: gut durchlässig, nicht zu nährstoffreich
  • Überwinterung: einjährig
Ringelblumenbeet im SpätfrühlingDie im Mittelmeergebiet heimische Gartenringelblume gehört zu den am leichtesten zu kultivierenden Einjährigen. Sie strahlt in strahlend orange- oder auch gelb gefärbten, margeritenförmigen Blütenköpfen, welche genau wie die Blütenblätter in der Küche Verwendung finden. Die meisten Sorten erreichen eine Höhe von etwa 60 cm, aber es sind auch 30 cm hohe Zwergsorten im Handel erhältlich. Ringelblumen sind für die Bepflanzung von Rabatten und Bauerngärten geeignet, sie gedeihen sogar auf einen nährstoffarmen Boden. Die recht langstieligen sind zudem als Schnittblume recht gut geeignet.

Beliebte Sorten

Alle im Garten kultivierten Sorten stammen von der wilden Stammart Calendula officinalis ab. Zu den beliebtesten Sorten gehören:
  • Hohe Sorte 'Geisha Girl': sie besitzt große orangefarbene Blütenköpfe, die an Chrysanthemen erinnern und einwärts gekrümmte Zungenblüten zeigen.
  • Zwergsorte 'Fiesta Gitana': wird in einer Kombination von Orange-, Creme- und Gelbtönen angeboten. Die Pflanzen zeigen einen gedrungenen Wuchs und werden lediglich 30cm hoch. Ab Juli erscheint eine Vielzahl an gefüllten Blütenköpfen.