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Rittersporn (Delphinium)
Pflanzen im Garten - Sommerblumen

Rittersporn (Delphinium)

Der Rittersporn gehört zu den Hahnenfussgewächsen. Die wohl beliebteste Staude in Bauerngärten, und man findet sie in fast alles Staudenbeeten. Bevorzugter Standort ist in sonniger Lage mit schattiertem Fuß (evtl. niedrigere Stauden, oder Bodendecker pflanzen) in humusreicher, lehmig-sandiger Erde. Der Rittersporn ist für eine Düngung mit reichlich Kompost (möglichst im Herbst) sehr dankbar, und belohnt uns dafür mit einer wahren Blütenpracht. Weitere Düngermöglichkeiten sind Steinmehl, Hornspäne und Brennnesseljauche. Alle genannten Dünger leicht in den Boden einarbeiten bei deren Ausbringung.

Bei ausreichender Bewässerung wird auch Hitze gut vertragen. Nach der ersten Blütenperiode die Pflanzen gut auf 10-15cm einkürzen. ...
Sie treiben schnell wieder aus, und bescheren uns noch eine zweite Blüte im Spätsommer. Nach dem Schneiden eventuell noch mal Dünger ausbringen. Verblühtes regelmäßig entfernen, wenn keine Selbstaussaat gewünscht ist. Der Rittersporn bildet eine große Menge an Samen, also auch für die Selbstaussaat reicht es aus, wenn man 1 oder 2 Stiele stehen lässt (insgesamt im Beet!). Rittersporne haben einen hohlen Stängel, nach dem Schnitt darauf achten, dass diese nicht freiliegen. (Stängel umknicken, oder Plastikkappen drüberstülpen. Zum Beispiel Schraubverschluss von Flaschen)

Der Rittersporn ist eine Delikatesse für Schnecken, daher nach dem Neuaustrieb im Frühjahr und nach dem Rückschnitt Schneckenkorn, oder Sägemehl um die Pflanzen ausbringen, um die Schnecken von den Pflanzen fernzuhalten. Der Pflanzabstand bei Rittersporn sollte gut 1 Meter betragen. Sehr gute Schnittblume. Wenn man die hohlen Stiele mit Wasser füllt und mit etwas Watte verschließt, halten sie lange in der Vase.

Die Blütezeit ist von Juni bis Juli, und eine zweite Blüte erfolgt noch mal (wenn auch nicht mehr so üppig) vom September bis Oktober. Rittersporn wird je nach Sorte 80 bis gut 200cm hoch. Der Rittersporn wirkt sehr schön zwischen Frauenmantel, Mutterkraut, Lupinen, Salbei, Storchschnabel und anderen Niedrigwachsenden Stauden. Im Herbst den Rittersporn bodennah abschneiden, alle Pflanzenreste restlos beseitigen, um Krankheiten und Infektionen vorzubeugen. Rittersporn lässt sich auch in Kübel sehr gut halten. Diese im Winter geschützt aufstellen um ein Durchfrieren der Wurzelballen zu verhindern. Rittersporne, die im Garten ausgepflanzt überwintern, benötigen keinen Winterschutz, sie sind absolut winterhart.

Der Rittersporn ist eine –leider- sehr empfindliche Pflanze, was Schädlinge und Infektionskrankheiten betrifft. Nicht selten werden folgende Schäden beobachtet:
Bakterienschwärze: Kalte Witterung fördert diese Krankheit. Die Blätter werden schwarz und die Oberseite wölbt sich leicht, danach trocknen die Blätter ein. Vorbeugend auf die Sortenwahl achten, keine kranken Pflanzen kaufen, oder weitervermehren. In Gärten ist leider keine Bekämpfung möglich, befallene Pflanzen besser sofort vernichten.

Echter Mehltau: Weiße Flecken an den Blättern, Knospen, diese trocknen ein, und fallen ab. Vorbeugend auf die Sortenwahl achten, Försterzüchtungen gelten als Mehltauresistente Sorten, die außerdem standhafter und robuster sind, als andere Züchtungen. Mit ausreichender (reichlicher) Bewässerung kann man Mehltau vorbeugen, Stickstoffreiche Düngung vermeiden. Befallene Pflanzen kann man mit einer 1:1 Mischung aus Wasser und frischer Vollmilch (3,6% Fett, keine H-Milch) behandeln. Pflanzen tropfnass besprühen, die Behandlung bei Bedarf in Intervall von 2-4 Tagen 3-5mal wiederholen)

Die Vermehrung kann durch Aussaat und Teilung der Stauden erfolgen. Lichtkeimer, daher bei der Aussaat Samen nur andrücken, nicht mit Erde bedecken. Die Aussaat kann von Mai bis September direkt an Ort und Stelle erfolgen, oder im zeitigen Frühjahr auf der Fensterbank. Vorgezogene Pflanzen blühen bereits im ersten Jahr im Spätsommer.
 


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