Schleifenblume - Pflege, Schneiden und Vermehren

SchleifenblumeDie Schleifenblume (Iberis) ist eine besonders für Steingärten sehr beliebte Zierpflanze, die aus dem Mittelmeerraum stammt. Sie ist eine Polsterstaude, die bis zu 30 cm hoch werden kann und gerne als Bodendecker gepflanzt wird. Sie findet aber auch als Kübelpflanze Verwendung. Ihre ca. 5 cm großen Blüten bestehen aus unzähligen Einzelblüten in den Farben weiß, rosa, rot oder purpur.
Die Früchte der Schleifenblume sind kleine Schötchen. Lässt man die Pflanzen Früchte entwickeln, muss man mit einer unkontrollierten Selbstaussaat rechnen. Es gibt ca. 30 Arten der Schleifenblume.

Besonders oft gepflanzt werden die immergrünen Arten „immergrüne Schleifenblume“ (Iberis sempervirens), auch Schneekissen genannt, und Iberis saxatilis. Beide Arten haben weiße Blüten. Die „bittere Schleifenblume“ (Iberis amara), die in der Naturmedizin als Heilpflanze Verwendung findet, ist in Deutschland vom Aussterben bedroht. Die Schleifenblume wird gerne von Hummeln als Nährpflanze aufgesucht.

Pflege der Schleifenblume

Die Schleifenblume wird am besten in offenen Lagen mit viel Sonne gepflanzt. Sie stellt keine hohen Ansprüche an den Boden und gedeiht auch auf mageren Böden.

Die „immergrüne Schleifenblume“ kann auch im Halbschatten gepflanzt werden.
Wird sie im Frühjahr ausreichend gewässert, blüht sie später, dafür aber mit größeren Blüten.
Beim Wässern sollte Staunässe vermieden werden. Die Schleifenblume verträgt gelegentliche Trockenheit sehr gut.

Gießen und Düngen

Damit der Boden im Sommer besser die Feuchtigkeit hält und man weniger gießen muss, kann eine Lage Kompost zwischen den Pflanzen ausgebracht werden.

Zusätzliche Düngung mit Flüssigdünger ist nur erforderlich, wenn nach der Blüte die Stängel zurückgeschnitten werden um eine zweite Blüte hervorzurufen.
Die Schleifenblume ist recht unempfindlich gegenüber Umweltbelastungen. Daher kann sie gut auch in Straßennähe gepflanzt werden.

Überwintern

Die Schleifenblume ist winterhart bis ca. - 15° C und braucht keinen zusätzlichen Winterschutz.
Triebe mit noch nicht voll entwickelten Blüten können gut als Schnittblume verwendet werden. Am besten morgens abschneiden und dann gut mit Wasser vollsaugen lassen.

Schneiden

Nach der Blüte werden die Triebe der Schleifenblume je nach Größe und Verholzung der Pflanze auf die Hälfte bis ein Drittel zurückgeschnitten. Es sollten mindestens 10 cm stehen bleiben. Je verholzter die Pflanze ist
desto weniger tief wird geschnitten.
Im Frühjahr werden vertrocknete Triebe abgeschnitten.

Vermehren

Die Schleifenpflanze kann entweder aus Samen gezogen oder durch Stecklinge vermehrt werden. Beides ist recht unkompliziert. Oder man verlässt sich auf die Selbstaussaat.
  • Bei der Vermehrung durch Samen werden diese im März oder April an Ort und Stelle ausgesät. Hierzu werden 1 cm tiefe Furchen im Abstand von ca. 15 cm gezogen. Die Samenkörner werden in diese Furchen dünn ausgestreut und locker mit Erde bedeckt. Wenn nach zwei bis drei Wochen die Keimlinge erscheinen, werden sie so auf einen Abstand von ca. 10 cm ausgedünnt, dass man nur die kräftigsten Keimlinge stehen lässt.
  • Für die Vermehrung durch Stecklinge werden diese im Sommer geschnitten. Sie wurzeln schnell an und können dann ausgepflanzt werden.
  • Bei der Selbstaussaat siedeln sich die Pflanzen fast überall an (geringe Ansprüche an den Boden). Sie blühen dann etwas früher als gewöhnlich.
Bei der Schleifenblume auftretende Krankheiten

Schleifenblumen sind recht robust und Krankheiten treten nur selten auf. Sie werden auch kaum von Schädlingen befallen.

Durch einen

sich unterirdisch ausbreitenden Pilz können die Wurzeln so geschädigt werden, dass es zur „Umfallkrankheit“ kommt. Hierbei fallen die Pflanzen recht plötzlich einfach um und sterben
ab. Die befallenen Pflanzen müssen entfernt werden und für Neuanpflanzungen sollte ein anderer Standort gewählt werden.

Wird der Standort der Schleifenblume im Winter überflutet, kann es zu Wachstumsstörungen kommen.

Steckbrief
  • Höhe 15 - 40 cm
  • Pflanzabstand 25 cm
  • Blüte von Frühsommer bis zum Beginn des Herbstes
  • Normaler, gut durchlässiger Boden
  • Sonniger Standort
  • Ein- bis zweijährig
Wegen ihrer leichten Anzucht und der üppigen, weiß und rosa gefärbten Blütenstände zählen einige einjährige Arten der Schleifenblume zu den beliebtesten Sommerblumen. Da sie auf Belastungen der Umwelt relativ wenig empfindlich reagieren, eignen sie sich besonders gut für den Stadtgarten. Die Schleifenblume wirkt am besten in Rabatten und Steingärten und liefert zudem schöne Schnittblume.

Beliebte Arten und Sorten

Iberis amara ist eine aufrecht wachsende Pflanze mit duftenden Blüten, die eine Höhe von etwa 40 cm erreicht. Zu den beliebtesten Sorten gehört `Hyazinthenblütige Riesen` mit zahlreichen Blüten.
Iberis umbellata wächst buschig verzweigt, erreicht eine Höhe von 15 - 40 cm und zeigt doldenartige Blütenstände in Weiß, Rosa und Lavendel. Zu den beliebtesten Sorten zählen `Feenmischung` (25 cm hoch, lavendelfarben, rosa, rot oder weiß), `Roter Kardinal` (20 cm hoch, rosarat) und `Dunetti` (38 cm hoch, purpurviolett).

Kultur

Soll die Schleifenblume den ganzen Sommer über blühen, sät man im Herbst direkt ins Freiland aus und schließt im Frühjahr eine Folgesaat an. Bringen Sie das Saatgut dünn aus, und vereinzeln Sie die Pflanzen, sobald sie kräftig herangewachsen sind, auf 25 cm Abstand.
Die Schleifenblume gedeiht in jedem durchlässigen Boden und liebt sonnige Standorte. Um die Blütezeit auszudehnen, wird die Sommerblume nach der ersten Blüte zurück geschnitten.