Schmuckkörbchen - Pflege, Blütezeit & Vermehren

schmuckkoerbchenDas Schmuckkörbchen (Cosmos), auch als Cosmea bekannt, ist eine einjährige Sommerblume, die zur Familie der Korbblütengewächse gehört. Es verfügt über sehr zarte, feingliedrige Blätter und unzählige dahlienförmige Blüten, die im Sommer sehr lange und ausdauernd jedes Beet bereichern. Sie eignen sich zudem hervorragend als lange haltende Schnittblumen für die Vase.

Pflege

Jungpflanzen benötigen einen vollsonnigen, möglichst windgeschützten Standort. Der Boden sollte durchlässig und leicht, nicht allzu nahrhaft sein, damit ein gutes Wachstum gewährleistet wird.

Die frostempfindlichen Jungpflanzen werden ab Mitte

Mai, möglichst nach den Eisheiligen ab etwa 20. Mai, in Abständen je nach Art von fünfzehn bis fünfzig Zentimetern gepflanzt. Zur Pflanzung benötigt man folgende Hilfsmittel:
  • Pflanzschippe,
  • Pflanzholz sowie eine
  • Gießkanne mit Feinsprüher.
Bevor die Jungpflanzen an ihren endgültigen Standort gepflanzt werden, bereitet man mit der Pflanzschippe die benötigten Pflanzstellen vor. Dazu werden die Löcher nur so tief ausgehoben, wie die Pflanze vorher stand. Die ausgehobene Erde wird neben dem Pflanzloch abgelegt.

Zuerst werden die Jungpflanzen vorsichtig aus den Anzuchttöpfen gelöst und entnommen. Anschließend werden die längsten Wurzeln mittels Zeigefinger und Daumen abgeknipst und damit gekürzt. Nun wird jede Pflanze in ein vorbereitetes Pflanzloch eingesetzt und mit der nebenliegenden Erde fest umschlossen. Zum Schluss wird das Pflanzholz im Abstand von ein bis zwei Zentimetern neben der Pflanze in der Tiefe der Wurzeln in die Erde gelassen und leicht in Richtung der Pflanze bewegt. Das sichert den Wurzelschluss und lässt die Jungpflanze schneller anwachsen.

viola SchmuckkörbchenNachdem alle Jungpflanzen derart eingepflanzt wurden, wird mittels einer Gießkanne mit aufgesetztem Feinsprüher vorsichtig angegossen, sodass die Jungpflanzen nicht abbrechen.

In feuchten Frühjahren sind die jungen Schmuckkörbchen hinsichtlich des Schneckenfraßes besonders gefährdet. Dagegen sollte frühzeitig etwas unternommen werden. Es eignet sich hervorragend Schneckenkorn, das um die Jungpflanzen sofort nach der Pflanzung ausgebracht werden kann.

Eine zusätzliche Düngung ist bei Schmuckkörbchen, die in ein Beet gepflanzt werden, nicht notwendig. Lediglich Pflanzen, die in Kübeln oder anderen Gefäßen platziert werden, sollten bereits zur Pflanzung mit einem herkömmlichen Volldünger angereichert werden.

In trockenen Perioden sollten die Schmuckkörbchen ausreichende Wassergaben erhalten. Um die zarten Stängel zu schützen, sollte eine Wässerung nur im Wurzelbereich erfolgen.

Nach dem ersten Frost können
die Pflanzen ausgerissen und kompostiert werden. Wer Saatgut für das nächste Jahr aufheben möchte, sollte die Samen am Stängel ausreifen lassen, abnehmen, kühl, dunkel und trocken bis zum Frühjahr lagern.

Blütezeit

Niedrige, buschige Sorten, wie beispielsweise die Cosmos bipinnatus-Arten
  • "Daydream",
  • "Gazebo",
  • "Picotee" oder
  • "Sonata Mixed",
werden vielfach in Kübeln kultiviert und blühen an geeigneten Standorten meist von Juni bis August in den Farben Rot, Purpur, Rosa oder Weiß. Verwelkte Blüten sollten mit ihrem Stängel dann regelmäßig entfernt werden, damit die Pflanze Kraft für viele weitere Blüten aufbringt.

Hohe Sorten, die Wuchshöhen von bis zu eineinhalb Metern erreichen können, eignen sich hervorragend für ländliche Gärten inmitten weiterer Sommerblumen oder Stauden.
Hierfür seien die Sorten von Cosmos sulphureus
  • "Ladybird Mixed",
  • "Ladybird Scarlet"
  • "Gloria",
  • "Unschuld" oder
  • "Sunny Red"
Cosmos bipinnatusbesonders empfohlen. "Gloria" und "Unschuld" wachsen riesenblumig in Rosa und Weiß und eignen sich hervorragend für

den Schnitt. Andere Sorten zeigen ihre Blüten in Blutrot, Orange oder Gelb.
Hohe Sorten blühen meist erst ab Ende Juni, können aber bis zum ersten Frost, häufig im Oktober, immer wieder neue Blüten ausbilden.

Vermehren

Schmuckkörbchen lassen sich einfach durch Aussaat vermehren. Hierfür können die Samenkapseln an der Blüte verweilen, bis sie dunkel sind und fast von selbst abfallen. Um sie jedoch rechtzeitig abnehmen zu können, sollten die Samenkapseln täglich begutachtet werden. Trocknen sie und nehmen eine deutlich erkennbare dunkle Farbe an, sind sie ausgereift und können mit den Fingern mühelos vom Blütenstängel abgetrennt werden.

Anschließend werden sie aus der Samenkapsel entfernt und am besten in einem kleinen Gefäß kühl, trocken und dunkel aufbewahrt. Im nächsten Frühjahr, ab März, können die Samen in Anzuchttöpfe im warmen Zimmer ausgesät und kultiviert werden, bevor sie ab Ende Mai ihren endgültigen Standort im Freiland erhalten.

Wissenswertes

Das Schmuckkörbchen ist vielen auch unter dem Namen Kosmee oder Cosmea  bekannt. Es handelt sich um eine Pflanzenart der Gattung Cosmos und um einen Korbblütler. In der Regel sind dies einjährige Pflanzen. Sie stammen ursprünglich aus dem Gebiet von Arizona in den USA, Mexiko, Guatemala und Costa Rica. Mit seinen feingliedrigen Blättern und den großen Blüten, die sich im Wind wiegen, wirkt die Cosmea federleicht.

SchmuckkörbchenSchmuckkörbchen sind krautige Pflanzen, die bis zu 2 Meter hoch wachsen können. Die Blüten fallen durch ihre leuchtenden Farben auf. Die Farben reichen von weiß über rosa bis violett. Cosmos bipinnatus ist ein unermüdlicher Dauerblüher. Die Blüten erscheinen ab Juni, die Blühte reicht bis in den September hinein. Die Pflanzen wachsen in die Breite und sollten daher nicht zu eng stehen. Am besten wirken sie in Gruppen zu dritt oder zu fünft. Die hohen Sorten benötigen eine Stützhilfe. Alte Blüten sollten regelmäßig entfernt werden.

Kosmeen kommen mit fast jedem Boden zurecht, er darf nur nicht überdüngt sein. Am besten mulcht man den Boden mit Kompost. Der Standort kann in der vollen Sonne sein, aber auch lichter Schatten wird gut vertragen. Da sie sehr zarte Stängel haben, ist  ein windgeschützter Standort gut geeignet. Wasser wird nur mäßig benötigt, bei voller Sonneneinstrahlung muss aber regelmäßig gegossen werden.

Vermehrt werden die Kosmeen durch Aussaat. Man zieht die Pflanzen von März bis April heran. Bei 15 bis 20 Grad Celsius keimen die Samen nach etwa 12 bis 20 Tagen. Die Samenkörner sollten möglichst einzeln ausgelegt werden. Ab Anfang Mai können sie ins Freie versetzt werden. Es gibt inzwischen schon Sorten, die können direkt ins Freiland ausgesät werden.

Einige Sorten eignen sich gut als Schnittblumen.