Silberwurz - Pflege des Bodendeckers

Silberwurz bildet eine verlässliche Ergänzung zu anderen Bodendeckern im SteingartenDer Silberwurz, ein immergrüner Spalierstrauch oder auch als Bodendecker bezeichnet ist in seiner natürlichen Herkunft in den alpinen Regionen Nordeuropas beheimatet. Daneben aber auch in den arktischen Gebieten von Sibirien, Ostasien und Nordamerika zwischen 1.200 bis 1.500 Höhenmeter zu finden.

Besonderheiten des Silberwurz'

Die bis zu einer Wuchshöhe von 15 cm groß werdenden Zwergsträucher gehören zur Gattung der Rosengewächse. Sie besitzen dicht ausbildende, niederliegende Triebe die sich über weite Flächen ausbreiten und mit den

Jahren zu einem verholzten Geflecht entwickeln. Vereinzelte Zweige der Bodendeckerpflanze können hierbei eine Wuchslänge von bis zu einem Meter erreichen. Die winterharte Pflanze bevorzugt neben einem sauren Boden ausreichend Sonnenlicht in den Wochen der Blütezeit. In hiesigen Regionen findet sich vor allem der weiß blühende Silberwurz, welcher in einigen Biosphären unter strengem Naturschutz steht und durch seinen verlangsamten Stoffwechsel ein Alter von bis zu 100 Jahren erreichen kann. Besonders bei Hobbygärtner beliebt sind die Steingewächse für Hangbefestigungen oder zur Begrünung in Beeten oder Mauereinfassungen. Die Blütezeit erstreckt sich von Mai bis Juli, mit sich leicht einfärbenden Laub im Herbst.

Eigenschaften und äußere Merkmale des Bodendeckers

Silberwurz haben acht feine Blütenblätter. Die zahlreichen Blütenstände verlängern sich zur Fruchtzeit zu silbrigen, federigen Flugkörpern. Hauptbestäuber der Blüten sind fliegende Insekten. Der Fruchtstand bildet anfangs einen gedrehten Schopf, der auch Petersbart genannt wird. Die Triebe verholzen mit der Zeit, wachsen aber nicht wie üblich nach oben, sondern horizontal, flach dem Boden aufliegend. Die immergrünen glänzenden Blätter in Form eines Eichenblattes besitzen eine filzige Behaarung an der Blattunterseite gegen Wasserverlust.

Anleitung und Hinweise zur Pflege
  • Standort
Silberwurz benötigen einen wasserdurchlässigen Untergrund, dabei sollte der Boden idealerweise humusreich, kalkhaltig und sandig sein. Das Gewächs bevorzugt sonnige bis halbschattige Plätze mit regelmäßiger Wasserzufuhr, besonders in den warmen Sommermonaten. Durch die hohe Widerstandsfähigkeit auch bei kalten Temperaturen eignen sich die Pflanzen an zugigen und von Kaltluft dominierten Orten hervorragend. Im Steingartenfühlen sie sich wohl. 
  • Blütezeit
Die Pflanze blüht von Anfang Mai bis Ende Juli in Blütenformen von stern- bis schalenförmig mit einem Durchmesser von bis zu 4 cm. Farbgebend in weißen bis hellgelben Tönen. Die allgemeine Wuchshöhe reicht von 5 bis 15 cm. Blattform des Strauchgewächses ist meist oval sowie am Rand gekerbt, ledrig und samtgrün. Der Wuchs entspricht einem flachen Polster oder Teppich. Der Fruchtkörper bildet ansehnliche fedrige Samenstände aus.
  • Düngung
Solange die Pflanze genügend Licht erhält, benötigt sie nicht viel Pflege. Für eine zusätzliche Nährstoffversorgung des Bodendeckers können Flüssigdünger eingesetzt werden. Wichtig hierbei ist die Pflanze nicht mit einem Überschuss zu versorgen und die Düngung erst nach der Blütezeit vorzunehmen. Sinnvoll ist bei der ersten Pflanzung die Einbringung eines Langzeitdüngers, dieser kann dem Silberwurz ausreichend Nährstoffe bis zum erfolgreichen anwurzeln liefern.
  • Schnitt
Das Beschneiden von
Silberwurz vollzieht sich ähnlich, wie bei anderen Bodendeckerpflanzen. Als Freilandgewächs werden entweder nur kleine Formkorrekturen vorgenommen oder abgestorbene Pflanzenreste behutsam entfernt. In der Regel werden jedoch nur die Blüten und die Spitzen der Pflanze beschnitten, um das Wachstum etwas zu beeinflussen. Zudem ist es ratsam, welke Blütenstände und Blätter regelmäßig zu beschneiden. Umgebenes Unkraut sollte zudem beseitigt werden um der Pflanze den nötigen

Platz zum Wachsen zu gewährleisten. Der Rückschnitt erfolgt in der Regel nach dem Ende der Blütezeit.
  • Krankheiten und Schädlinge
Krankheiten und Schädlinge sind bei Silberwurz nicht bekannt, da das Gewächs aus den zum Teil kühlen und windigen Gebirgsregionen stammt und überaus widerstandsfähig gegen klimatische Veränderungen und Witterungsbedingungen ist.

Vermehrung und Aussaat von Silberwurz

Die Vermehrung kann über im Fachhandel erhältliches Saatgut oder über eine Teilung der Pflanze erfolgen. Eine gute Alternative zur schnellen Verbreitung geschieht über die Vermehrung von Stecklingen: Bei den Zweigaustrieben der Pflanze werden bevorzugt die diesjährigen unverholzten Spitzen nach etwa drei Blattpaaren abgetrennt. Die Länge dieser Stecklinge variiert jedoch von Pflanze zu Pflanze. Zu beachten ist, dass der Steckling eine entsprechende Reife aufweisen muss. Viele Pflanzen erreichen dieses Stadium zwischen Mai und Juni.

Der konkrete Schnitt erfolgt knapp unter dem Blattknoten, da in diesem Bereich die stärkste Wuchsstoffkonzentration vorhanden ist und damit direkten Einfluss auf die Wurzelbildung ausübt. Der Anschnitt ist mit einem scharfen Messer durchzuführen, um einen möglichst sauberen Anschnitt zu erhalten. Im Anschluss werden die frischen Silberwurzstecklinge in einen Pflanztopf mit nährstoffarmer feuchter Anzuchterde eingesetzt. Hierzu können Hilfsmittel wie ein Pikierholz verwendet werden um die Pflanzlöcher vorzubereiten. Für optimales anwurzeln sollte der junge Steckling nur leicht angedrückt werden um Quetschungen zu vermeiden.

Sind die Stecklinge ausreichend angewurzelt und ein erstes Wachstum sichtbar, werden die Stecklinge mit ausreichend Abstand zu einander vereinzelt ausgepflanzt. Hierzu sollte wie bei der Aussaat ein Pikiergefäß oder kleine Anzuchttöpfe verwendet werden. Die winterharten Pflanzen benötigen nur wenig Aufmerksamkeit des Gärtners, sollten jedoch immer unkrautfrei gehalten werden. Um eine Fläche erfolgreich zu begrünen, werden zehn Pflanzen je Quadratmeter gebraucht.

Wie viele Bodendecker benötigt auch Steinbrech genügend Platz zum AusbreitenWissenswertes zum Silberwurz in Kürze

Welcher Hobbygärtner sich für eine Gartenbepflanzung mit dem Silberwurz entscheidet, sollte zum einen bedenken, dass das Alpengewächs eine Bodendeckerrose ist, die also entsprechend Platz benötigt oder regelmäßig beschnitten werden muss. Zum anderen hat die Pflanze besondere Ansprüche an Boden und Standort, die vor der eigentlichen Pflanzung bereits berücksichtigt werden müssen, dazu zählen der passende Pflanzuntergrund im eigenen Garten und das entsprechende Substrat. Bei richtigem Umgang und Pflege wird diese Pflanze dem Gartenliebhaber lange Freude und immergrünes Leben schenken.
  • Der vollständige Name für die Silberwurz (Dryas octopetala) ist Weißer Silberwurz.
  • Er gehört zur Familie der Rosengewächse und kommt in der Natur vor allem in alpinen Gebieten vor.
  • Auf Grund der Robustheit gegenüber tiefster Kälte wird die Silberwurz auch in deutschen Gärten immer beliebter.
Die immergrüne Pflanze ist vor allem für Gärtner interessant, die eine langfristige Bepflanzung ihres Gartens anstreben. Da die Pflanze sehr weit auswächst, benötigt sie sehr viel Platz, ein Umstand, den man schon bei der Aussaat bzw. der Auspflanzung berücksichtigen muss. Allerdings ist die Pflanze sehr robust. Sie ist absolut winterhart und kann durch ihre Verwurzelung auch stärkere Stürme problemlos überstehen.
  • Die Blüten der Silberwurz sind weiß oder zartgelb und erinnern von der Form der Blüte her an eine Anemone.
  • Die Blütezeit der Silberwurz ist der Frühsommer, von Mai bis Juni.
  • Die Blüten der Silberwurz haben in der Regel einen Durchmesser von 4 cm.
  • Die Blätter der Pflanze werden im Herbst nicht braun, sondern behalten ganzjährig ihre schöne leuchtend grüne Farbe.
Wer sich für eine Gartenbepflanzung mit dem Silberwurz entscheidet, sollte zum einen bedenken, dass die Silberwurz eine Bodendeckerrose ist, die also entsprechend Platz benötigt oder regelmäßig beschnitten werden muss. Zum anderen hat die Pflanze besondere Ansprüche an den Boden und den Standort, die man berücksichtigen muss, um lange Freude an dem Gewächs zu haben.