Trollblume - Standort und Pflege der Pflanzen

Buttergelbe Blüten geben der Trollblume auch den Namen ButterblumeDie Trollblume gehört zu jenen Pflanzen, die im Frühjahr für die ersten farblichen Highlights im Garten sorgen. Mit ihren gelben oder weißen kugelförmigen Blütenköpfen locken sie die ersten Bienen an und versorgen diese gleichzeitig mit Nahrung.

Die Trollblume gehört zu den Hahnenfußgewächsen und ist dadurch auch schwach giftig. Eine Gefahr durch eine Vergiftung ist jedoch meist nicht gegen, da die Pflanze sehr scharf auf der Zunge ist, weshalb eine Aufnahme gefährlicher Mengen unwahrscheinlich

ist. Die Trollblume ist winterhart, weshalb im Garten für sie ein dauerhafter Standort gefunden werden sollte, wo sie auch die Möglichkeit hat, sich auszubreiten.

Standortwahl bei der Trollblume

Die die Wildform der Trollblume ist nur noch selten anzutreffen und steht auch unter Naturschutz. Die Garten-Trollblume hat die gleichen Ansprüche an ihren Standort, wie die wilde Verwandte. Sie bevorzugt feuchte bzw. schattige Standorte und kann im Garten auch an Stellen gepflanzt werden, die nur wenig Sonne abbekommen. An schattigen Standorten bleibt der Boden für die Pflanze meist ausreichend feucht, steht die Trollblume eher in der Sonne, muss sie ausreichend gegossen werden. Die Pflanze eignet sich auch sehr gut für feuchte Zonen im Garten und kann beispielsweise am Teichrand oder bei einem Wasserlauf gepflanzt werden. Der Boden sollte dennoch gleichmäßig feucht sein und sich weder Staunässe bilden oder die Fläche austrocknen. Zudem sollte er lehmig sein, aber auch genügend Humus vorhanden sein. In nährstoffreichen Böden entwickelt sich die Pflanze sehr gut, weshalb regelmäßig gedüngt werden sollte.

Die Trollblume eignet sich für eine Gruppenpflanzung mit mehreren Stauden. Dadurch, dass die Pflanze nur im Frühjahr bzw. Frühsommer blüht, sollte in Gesellschaft von anderen Blühstauden mit späterer Blüte stehen, außer das Grün der Blätter ist optisch ausreichend.

Pflanzung und Vermehrung

Die Trollblume kann durch Aussaat vermehrt werden, was jedoch sehr schwierig ist. Die Samen keimen nur sehr schlecht, weshalb es sich empfiehlt, die Staude direkt zu pflanzen. Im Frühjahr werden im Fachhandel Stauden angeboten, die bereits blühen und später selbst vermehrt werden können. Alternativ kann die Trollblume im Herbst gepflanzt werden, wodurch sie die Möglichkeit hat, sich gut einzuwurzeln. Nicht nur die Samen keimen bei der Trollblume schwer, sie bildet auch kaum Samen aus, weshalb eine Vermehrung durch Teilung erfolgt:
  • Bei guten Bedingungen wächst die Pflanze sehr rasch und benötigt einiges an Fläche.
  • Durch Teilung wird die Ausbreitung erneut gefördert und einer Überalterung vorgebeugt werden.
  • Trollblumen können durch Teilung vermehrt werdenEine Vermehrung durch Teilung erfolgt im zeitigen Frühjahr oder im Herbst und dazu wird die Staude einfach ausgegraben.
  • Mit Grabgabel wird der Wurzelballen der Staude vorsichtig geteilt, um sie nicht zu stark zu beschädigen.
Es kann nach einigen
Jahren durchaus vorkommen, dass sich die Staude so stark vermehrt, dass im Garten kein geeigneter Standort für neue Pflanzen gefunden werden kann. In diesem Fall sollte aber auch nicht auf eine regelmäßige Teilung verzichtet und schöne Stöcke erneut eingepflanzt bzw. den Rest einfach auf dem Komposthaufen entsorgt werden.

Trollblume - Pflege

Durch ihren starken Wuchs sollte die Trollblume regelmäßig mit flüssigem Dünger

versorgt werden. Im Handel erhältliche Dünger für Staudenbeete eignen sich sehr gut dafür. Zusätzlich kann einmal im Jahr der Boden um die Trollblume mit Kompost verbessert werden. Sollte die Trollblume trotz guter Düngung nicht gut wachsen, sollte beim Dünger auf einen hohen Anteil an Phosphor geachtet werden.

Nach der Blüte zieht die Trollblume normalerweise von selbst ein, sollten jedoch noch Blütenstände vorhanden sein, müssen diese zurück geschnitten werden. Während der Blühphase können verblühte Blühstände regelmäßig entfernt werden, wodurch die Blühzeit etwas verlängert werden kann und die Pflanze zur einer stärkeren Blütenbildung angeregt wird. Dies ist allerdings kein Muss, da die Pflanze auch ohne aufwendige Pflege sehr gut gedeiht. Bei Gelegenheit können auch abgestorbene Blätter entfernt werden. Nach der Blüte ist es für die Trollblume kein Problem, wenn sie im Schatten größerer Stauden steht, dennoch sollte sie nicht gänzlich überwuchert werden, weshalb sie vorzugsweise im vorderen Bereich eines Staudenbeets gepflanzt werden sollte.

Krankheiten und Schädlinge

Die Trollblume ist nicht anfällig für Schädlinge, da diese auch die Giftpflanze meiden. Probleme könnten der Pflanze lediglich trockene Jahre bereiten, da sie hier von Mehltau befallen werden kann. Daher sollte im Voraus ein Standort gefunden werden, der luftig ist und der Wind gut zirkulieren kann. Als Vorbeugung kann im Frühjahr die Pflanze mit einem Tee aus Ackerschachtelhalm ein Mal pro Woche gesprüht bzw. gegossen werden. Wenn die Pflanze sehr stark befallen ist, sollte ein Fungizid aus dem Fachhandel verwendet werden, um umliegende Pflanzen nicht in Gefahr zu bringen. Sollte man dadurch das Problem nicht in den Griff bekommen, muss die Pflanze an einem neuen Standort eingepflanzt werden, da es ansonsten zu einer schwachen Entwicklung oder gar zum Absterben kommen kann.

Die Blütenblätter der Trollblume legen sich im späten Blütezustand nach außenDie Trollblume ist im Frühjahr eine sehr dekorative Pflanze und sorgt für die ersten bunten Farben im Garten. Die Staude hat einen sehr geschlossenen Wuchs, weshalb sie sich auch als niedriger bis mittelhoher Bodendecker anbietet. Sie benötigt wenig Pflege und ist auch nach der Blüte mit dem grünen Laub sehr dekorativ.

Wissenswertes zur Trollblume in Kürze

Die Trollblume, lat. Trollius europaeus, gehört zur Familie der Hahnenfußgewächse. Zur Gattung Trollius zählen weltweit 24 Arten, eine einzige Art, die Trollblume, kommt in Mitteleuropa vor. Bekannt ist sie in Deutschland fast überall unter dem Namen Butterblume. Ferner wird sie Goldköpfchen, Butterkugel oder Kugelranunkel genannt.
  • Für die Trollblume gibt es noch mehr zahlreiche Volksnamen, die sich auf die Blütenform  und -farbe beziehen.
  • Ihre Heimat hat die Trollblume in Europa, vor allem in Mittel- und Nordeuropa, einschließlich des Baltikums.
  • Dabei ist sie in Höhenlagen bis zu 3.000 Meter zu finden. In Deutschland und Österreich gehört sie zu den geschützten Wildpflanzen.
  • Bundesweit ist der Bestand stark gefährdet. In Nordwestdeutschland ist die Trollblume bereits ganz verschwunden.
  • Dagegen ist sie in Skandinavien und osteuropäischen Gebirgen noch recht häufig anzutreffen.
  • Die Trollblume erreicht eine Höhe von etwa 10 cm und bildet hellgelbe, kugelige Blüten aus.
  • Blütezeit ist von Mai bis Juni. Nach der ersten Blüte sollte sie herunter geschnitten werden, damit sie ein zweites Mal blühen kann.
  • Die Trollblume gehört im Garten zu den so genannten Stauden. Unter Stauden versteht man krautige, mehrjährige Gewächse.
  • Die Trollblume bevorzugt sumpfige Standorte bis hinein ins Flachwasser. Sie ist geradezu ideal als Uferpflanze für Ihren Gartenteich.
  • Trotz allem möchte sie es sonnig haben. Ebenso benötigt sie zum guten Gedeihen nährstoffreichen Boden.
  • Die Trollblume ist schwach giftig. Früher wurde sie als Heilpflanze gegen Skorbut eingesetzt.