Wunderblume, Mirabilis jalapa - Pflege

WunderblumeDie Wunderblume zählt wohl zu den faszinierendsten und vor allem schönsten Gewächsen in Deutschlands Gärten. Die genaue Herkunft der Pflanze ist unbekannt, sie entstammt allerdings dem subtropischen Klima und ist eng verwandt mit der Bougainvilleas.

Eine der Besonderheiten von Wunderblumen besteht darin, dass sie gleichzeitig verschiedenfarbige bunte und häufig auch mehrfarbige Blüten tragen kann. Diese Blüten sind relativ groß und riechen ganz hervorragend nach Zitrus. Die Blüten haben zwar nur eine Lebensdauer von einem Tag, jedoch bildet die Pflanze zahlreiche aus. Die Wunderblume

wächst zumeist in Gärten, kann jedoch mit ein wenig Geschick auch als Zimmerpflanze kultiviert werden. Ansonsten erfordert die Pflege der Pflanze im Freien recht wenig Aufwand, was sie auch gerade deswegen zu einer sehr beliebten Zierde macht.

Aussaat von Wunderblumen

Bei der Aussaat erweist sich die Wunderblume als äußerst anspruchslos, wenn einige wenige Dinge beachtet werden.
  • die Samen sollten zunächst in kleinen Gefäßen herangezogen werden
  • die Keimdauer beträgt ca. 10 Tage
  • die Keimung kann beschleunigt werden, wenn die Samen für einen Tag in warmes Wasser gelegt worden sind
  • die Erde sollte relativ locker sein
  • der Samen und der Keimling müssen stets genügen Feuchtigkeit und Wärme erhalten (am besten im Zimmer)
  • wenn keine Gefahr für Frost mehr besteht (ungefähr ab Mitte Mai) können die Setzlinge eingepflanzt werden
Möglichst sonniger Standort

Die Wunderblume (Mirabilis jalapa) kann sowohl im Kübel als Zimmerpflanze, auf dem Balkon oder auch im Beet im Garten angepflanzt werden. Als wichtigste Grundregel für einen guten Standpunkt gilt, dass er möglichst sonnig sein sollte. Pralle Sonneneinstrahlung ist ideal damit sie ihre Blütenpracht entfalten kann. Beachten sollte man ferner, dass die Wunderblume sehr schnell heranwächst und nach zwei Jahren eine Größe von 120 cm aufweisen kann. Mithin benötigt sie genügend Platz. So kann eine Pflanze schon einmal einen Quadratmeter Beet in Anspruch nehmen. Wer sich für die Kultivierung der Pflanze in der Wohnung entscheidet, sollte beachten, dass die Wunderblume hier etwas anspruchsvoller als andere Zimmerpflanzen ist.

Wässerung der Wunderblume

Die Wunderblume muss sehr regelmäßig und ausreichend bewässert werden.
  • es sollte stets eine gewisse Grundfeuchtigkeit gegeben sein
  • während der Phase, in der sie heranwächst und noch keine Blüten ausgebildet hat, ist ein tägliches Gießen erforderlich
  • wenn Blütenzeit ist muss die Bewässerung reduziert werden
  • bei heißem und trockenem Wetter sollte dann dennoch genügen Wasser gegeben werden
  • kurz vor der Ruhephase und während des Winters ist die Bewässerung vollständig einzustellen
  • dann muss nur eine völlige Austrocknung vermieden werden
Düngen der Wunderblume

violette WunderblumeDie Mirabilis jalapa benötigt relativ viele Nährstoffe. Als Boden eignet sich normale Blumenerde oder aber eine Mischung aus Komposterde und Torf. Es
muss auf ausreichendes Düngen des Bodens geachtet werden.
  • das erste Mal sollte im Frühling gedüngt werden, wenn die ersten Triebe der Wunderblume sichtbar sind
  • danach wird einmal im Monat der ausreichende Nährstoffgehalt des Bodens mit einem reichhaltigen Flüssigdünger sichergestellt
  • während der Blütezeit kann jede zweite Woche gedüngt werden
  • um ein optimales Ergebnis zu erzielen, sind dann jeweils abwechselnd spezielle Blühdünger und herkömmliche Blumendünger zu verwenden
  • im Winter darf überhaupt nicht gedüngt werden
Schwieriges Überwintern im Garten

Der Aufwand die Wunderblume im Garten überwintern zu lassen, ist

relativ hoch. Sie ist nicht winterhart und nur bis -5 °C für relativ geringe Zeit frosthart. Viele Gärtner greifen deshalb lieber auf eine erneute Aussaat im Frühling zurück. Wenn man die Wunderblume, Mirabilis jalapa dennoch überwintern lassen möchte, sollte man die Knollen der Pflanze ausgraben und in der Wohnung einlagern. Dies ist jedoch nicht sehr einfach, da die Knollen sehr tief in der Erde sitzen und relativ groß werden können. Im Frühjahr können sie dann einfach wieder in das Beet gesetzt werden. Diese Methode hat den Vorteil, dass sich die Pflanzen so mehrjährig entwickeln können. Sie werden besonders groß und kräftig. Auch bilden sie früher Blüten aus. Besonders harte Pflanzen können es auch im Beet schaffen über den Winter hinweg zu überleben, wenn sie durch besondere Vorkehrungen gegen Frost geschützt werden.

Überwintern der Wunderblume in der Wohnung

Wenn die Knollen erfolgreich ausgegraben worden sind, sollte die Knolle in der Wohnung überwintern. Hierbei sind ein paar Schritte zur richtigen Pflege der Knollen erforderlich.
  • die Knolle ist von der restlichen Erde vollständig zu befreien
  • die Knolle ist in ein Gefäß zu legen und mit frischer Blumenerde zu bedecken
  • das Gefäß muss dunkel und frostfrei gelagert werden
  • die ideale Temperatur beträgt 5 bis 10 °C
  • die Erde muss kontinuierlich leicht feucht gehalten werden
  • ab Februar müssen die Knollen an einen hellen und wärmeren Standort gebracht werden
Wenn die Pflanze im Kübel kultiviert worden ist, reicht es die Pflanze vor der Überwinterung bis auf die Knolle abzuschneiden und den Kübel an einen dunklen und frostfreien Ort zu stellen. Auch hier ist die Erde feucht zu halten. So erspart man sich viel Arbeit.

Wissenswertes Wunderblume in Kürze
  • Zur Pflege der Wunderblume, Mirabilis jalapa ist eine regelmäßige Beschneidung nicht notwendig.
  • Leidiglich wenn die Pflanze zu viel Raum einzunehmen droht, sollte man im Frühling den Zuwachs des letzten Jahres ein wenig wegschneiden.
  • Die Wunderblume ist nicht besonders anfällig für einen bestimmten Typ von Schädlingen oder Krankheiten.
  • Sollte sie jedoch einmal befallen werden, ist auf herkömmliche Insektizide zurückzugreifen.
Die Wunderblume wird häufig auch als die Blume der Berufstätigen bezeichnet. Ihre Blüten öffnen sich erst gegen Abend, oder bei bedecktem Himmel. Sie stellt an den Boden keine Ansprüche, ein halbschattiger Standort wird aber bevorzugt. Die Blüten verströmen abends einen süßlichen, aber sehr angenehmen Duft. Man kann sie gut aus Samen aussäen, oder man setzt die Knollen Anfang/Mitte Mai ins Freiland. Die Knollen sind jedoch nicht winterhart, müssen im Herbst ausgegraben und wie Dahlienknollen überwintert werden.
  • Die Farbpalette reicht von Weiß, über Gelb bis hin zu tief purpurnen Farben, es gibt jedoch mittlerweile auch mehrfarbige Sorten.
  • Bei den mehrfarbigen Sorten kann es schon mal vorkommen, dass auf einem einzigen Blütenblatt drei verschiedene Farben zu finden sind.
  • Bei der Vermehrung aus (selbst gesammelten) Samen keimen nicht zwingend sortenechte Pflanzen. Denken Sie daran, wenn Sie Samen gegen andere tauschen..
Jede einzelne Pflanze bringt sehr viele Blüten hervor, wobei die Pflanze eine wahre Meisterleistung bringt, da jede einzelne Blüte nur eine Nacht blüht. Trotzdem ist die Pflanze viele Wochen lang über und über mit leuchtenden Blüten. Lässt sich sehr gut auch in Balkonkästen, oder in Kübeln kultivieren. Diese Pflanzen sind eine Bereicherung für jeden Balkon und für jede Terrasse. Abends kann man nicht nur die leuchtenden Farben genießen, sondern auch diesen einzigartigen, wunderbaren Duft. Die Bestäubung der Blüten übernehmen die Nachtfalter.