Moos im Rasen loswerden - Tipps

Moos im Rasen - da kann man etwas tun!Der Winter ist vorüber und der Rasen fängt an, seine grüne Pracht zu entfalten. Störend ist dabei Unkraut, vor allem Rasenmoos. Der sogenannte Sparrige Runzelbruder erschwert das Leben vieler Hobbygärtner. Die Gründe für das Auftreten sind oftmals eine falsche Rasenpflege oder falsche Rasenanlage, teilweise auch beides. Moose sind sehr anpassungsfähige Pflanzen und verbreiten sich über Sporen. Gründe für ihr Auftreten sind schwerer Boden, Nährstoffmangel, ungeeignete Rasensaatmischungen, zu wenig oder zu tiefer Schnitt sowie zu wenig Lichteinfall.

Mit den richtigen Maßnahmen kann Rasenmoos schnell vom Rasen verschwinden und auch meistens dauerhaft verbannt werden.

Moosvernichter

Rasen häufig düngenDurch Moosvernichter lassen sich nicht die Ursachen des Unkrauts beheben, lediglich die Symptome. Das Präparat ist im Gartenfachhandel erhältlich, enthält den Wirkstoff Eisen-II-Sulfat und wird meistens in Kombination mit Rasendünger angeboten. Weiterhin stehen Präparate mit Essigsäure zur Verfügung, diese verätzen das Moos. Eine neue Sorte Moosvernichter enthält das Stoffwechselgift Quinoclamin und soll die ganze Saison über das Moos vom Rasen fern halten. Alle Produkte sorgen dafür, dass das Moos innerhalb weniger Tage abstirbt, sie sollten allerdings mit Vorsicht gehandhabt werden. Eisen verursacht unter Umständen braune Flecken. Eisen-II-Sulfat und Quinoclamin wirken bei feuchtem Wetter am besten, Essigsäure-Produkte bei trockenen Verhältnissen. Am besten werden die Mittel mit dem Rasendünger zusammen ausgebracht, so werden die Gräser gekräftigt. Das Unkraut ist beseitigt, weitere Schritte sorgen dafür, dass es nicht wiederkommt.

Vertikutieren der Rasenfläche

VertikutierenUngefähr zehn Tage nach der Düngung und Behandlung gegen Moos, wird der Rasen so kurz wie möglich gemäht. Danach wird das abgestorbene Moos mit einem Vertikutierer entfernt. Dabei sollte das Gerät so eingestellt sein, dass die rotierenden Messer ein bis zwei Millimeter tief einritzen. Besonders gründlich wird die Grasnarbe durchgekämmt, wenn die Rasenfläche zuerst in Längs- und anschließend in Querbahnen vertikutiert wird.

Sand für strapazierten Rasen

Wird die Rasenfläche stark strapaziert, wie z.B. durch Fußballspielen
oder ähnliches, besteht die Gefahr, dass der Oberboden sich im Laufe der Zeit verdichtet. Das Regenwasser kann nicht versickern und das Rasenmoos hat im feuchten Boden die optimalen Bedingungen. Um diesem Problem vorzubeugen, sollte nach dem Vertikutieren grober Bausand aufgetragen werden. Die Schicht kann so dick sein, dass nur die Blattspitzen des abgemähten Rasens sichtbar sind. Eine Alternative ist, gleich bei der Vorbereitung des Bodens Bausand in größeren Mengen einzuarbeiten.

Neue Raseneinsaat

Düngen und Rasen säenMeistens bleibt nach dem Vertikutieren des vermoosten Rasens nur kahler Boden zurück. Damit die Grasnarbe schnell wieder dichter wird, sollte der frisch vertikutierte Rasen flächendeckend nachgesät werden. Dazu wird am besten Qualitätssaat, auf keinen Fall Billigsamen verwendet. Nach etwa vier bis sechs Wochen wird der Rasen das erste Mal gemäht, er darf bis dahin nicht austrocknen.

Problemfall: Schattiger Rasen

Im Schatten von Gebäuden und Bäumen wird Rasen meistens nicht dicht und vermoost. Auch spezieller Schattenrasen ist höchstens für lichten Schatten geeignet. Unter Bäumen ist der Boden eher zu trocken als zu

feucht, deshalb sollte er regelmäßig bewässer werden. Die Mähhöhe sollte fünf bi sechs Zentimeter betragen, damit die Blattfläche das wenige Licht einfangen kann.

Vorbeugen ist besser

Damit der Rasen moosfrei bleibt, ist die richtige Pflege unabdinglich. Wichtig ist dabei das Mähen der Rasenfläche während der Wachstumszeit von März bis November. Die Fläche wird am besten einmal pro Woche gemäht, der Schnitt soltle vier bis fünf Zentimeter hoch bleiben. Eine Versorgung des Rasens im Frühjahr durch Langzeit-Dünger sorgt für einige Monate vor, danach ist im Sommer noch ein Nachdüngen erforderlich. Genügend Nährstoffe bilden einen dichten Grasteppich und das Moos hat keine Chance.

Ursachen für Moos
  • Saurer Boden
  • nährstoffarmer Boden
  • viel Feuchtigkeit und Schatten
Rasen vertikutieren - dem Moos das Ende machen

Rasen kalken: PH-Wert verbessernDas Vertikutieren des Rasens ist eine sehr wichtige Arbeit, die dem Rasen gut tut und dem Moos das Leben schwer macht. Beim Vertikutieren wird der ganze Rasen entweder durchgeharkt oder mit einem elektronischen Gerät, einem so genannten Vertikutier. Dabei wird der Moosfilz mit allen Wurzeln herausgenommen und der Rasen kann wieder atmen. Es empfiehlt sich mindestens zwei Mal im Jahr dies zu tun; im Frühling und im Herbst, dann aber intensiv.

Kalk gegen Sauren Boden

Oftmals sieht man im Frühling Rasenflächen die zum Teil richtig weiß aussehen. Nein, das ist kein Schnee, sondern Kalk. Kalk reguliert den ph-Wert des Bodens. Je neutraler der Boden ist, desto schlechter ist dies für das Moos. Deshalb gilt: Jeden Frühling einmal ordentlich kalken!

Sand gegen Feuchtigkeit

Da Sand das Wasser versickern lässt, kann man im Frühling den Rasen mit Sand bestreuen. Man verwendet dazu sehr feinkörnigen Sand und streut diesen über dem Rasen breit. Je nach Bedarf kann es auch mehr sein. Man kann den Sand nun etwas einharken oder auch einkehren. Sobald der Sand am Boden ist, kommen zudem die Regenwürmer zu Einsatz, die sich im Sand wohl fühlen und diesen in den Boden einarbeiten.

Moos ist nun eben eine Sache für sich. Man kann es zwar bekämpfen und auch durchaus erfolgreich, aber auf lange Zeit wird es immer wieder zumindest vereinzelt auftreten. An feuchten und schattigen Plätzen wird man es nie los bekommen. Einzige Möglichkeit ist hier die Aussaat von Schattenrasen, welcher besser mit dem Moos umgehen kann. alt