Roter Klee, Rotklee - Tipps zum Bekämpfen + Entfernen

Roter Klee ist schön anzusehen, stört aber bei zu großer VerbreitungRoter Klee im Garten kann eine Plage sein. Er vermehrt sich massenhaft und tritt praktisch überall auf. 

In jeder Fuge zwischen Terrassenplatten, in jedem Beet und Pflanzkübel und natürlich auf dem Rasen ist er zu finden. Der Rotklee hat die unangenehme Eigenschaft, seine Schoten mit den reifen Samen in einem großen Umkreis zu verstreuen. Er verbreitet sich raumübergreifend und man wird ihn nur schwer wieder los. Zwar sieht er gar

nicht übel aus mit seinem dunkelroten Laub und den zarten gelben Blüten, aber wenn er alles überwuchert, finden ihn nur noch die wenigsten Gärtner toll. Dann stellt sich die Frage: Wie kann man Rotklee entfernen?

Übrigens ist Rotklee der falsche Name. Botanisch korrekt heißt er Oxalis corniculata, was so viel wie Hornfrüchtiger oder Gehörnter Sauerklee bedeutet. Die Sorte stammt ursprünglich aus Asien, wie Experten vermuten.

Jäten und Hacken

Die sicherste Methode, den Roten Klee in den Griff zu bekommen ist, regelmäßig zu jäten und zu hacken. 
  • Man sollte in jedem Fall vor der Reife der Schoten die Pflanzen entfernen.
  • Immer darauf achten, dass man auch die Wurzel vollständig erwischt, denn die Pflanzen bilden Wurzelausläufer und vermehren sich auch auf diese Art.
  • Am besten entfernt man den Roten Klee, wenn es geregnet hat, der Boden also nass ist. Man muss die gesamte Wurzel erwischen. Auch aus dem kleinsten Wurzelstück entwickelt sich eine neue Pflanze.
  • Am wichtigsten ist, die Pflanzen nicht Blühen zu lassen. Die Samen entwickeln sich so schnell und die kleinste Berührung reicht dann aus, um die Samen zu verteilen. Auch wenn die Blüten hübsch aussehen, am besten vor der Blüte jäten.
Abfressen

Kaninchen, auch die Zwergsorten lieben diesen Klee. Sie helfen gern bei der Vernichtung - allerdings muss man sie an dieses Futter gewöhnen! Der Nachteil: Leider fressen die Nager nur die oberirdischen Teile, so dass der Klee aus der Wurzel immer wieder austreibt.

Boden kalken


Auf gekalktem Boden fühlt sich der Klee nicht wohl und lässt sich so etwas eindämmen. Allerdings vertragen auch andere Pflanzen Kalk nicht, weshalb man damit vorsichtig umgehen sollte.
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Rasen kalken hilft gegen Roten Klee, hat aber NebenwirkungenChemische Bekämpfung

Zwar kann man Chemie verwenden, aber in der Regel kömmem spätestens im nächsten Jahr neue Pflanzen. Irgendwo hat ein Wurzelchen oder ein Samen überlebt und schon geht es wieder los.
  • Das Universalmittel Roundup und andere sonst recht zuverlässige Unkrautvernichter wirken beim Roten Klee nicht zufriedenstellend. Der Wirkstoff dringt meist nicht bis zu den Brutknöllchen vor. Auch auf die Samen wirkt er nicht. Meist gibt es nur kurzfristige Teilerfolge zu verzeichnen.
  • Ideal sind Mittel, die den Wiederaustrieb hemmen, z.B. Finalsan Plus. Das Mittel tötet zwar die Pflanzen nicht ab, verhindert aber wochenlang den Austrieb. Der behandelte Bereich bleibt über längere Zeit frei von Unkraut.
Fazit der Redaktion

Roter Klee, genau genommen Hornfrüchtiger oder Gehörnter Sauerklee, ist ein schönes, aber hartnäckiges und lästiges Unkraut. Die Bekämpfung ist nicht einfach und oft langwierig. Am besten man entfernt den Klee regelmäßig und vorsichtig, damit

man die gesamte Wurzel erwischt. Wichtig ist, dass man ihn vor der Blüte oder kaum erblüht entfernt, damit die Pflanze ihre Samen nicht verteilen kann, sonst beginnt der Kreislauf von vorn. Nur mit Ausdauer und Konsequenz ist der Rote Klee zu vertreiben.

Es ist eine ganz schwierige Sache, den roten Klee aus dem Rasen zu entfernen. Es gibt im Handel einige Mittel, die Hilfe versprechen, aber völlig vernichten kann man den roten Klee damit auch nicht immer.

Diese Mittel müssen mehrfach gespritzt werden und man muss die richtige Zeit zwischen den Rasenschnitten abpassen. Die Mittel müssen erst einige Zeit einziehen, bevor der Rasen wieder gemäht werden darf. Eventuell kann es helfen, einmal den PH-Wert des Bodens zu bestimmen und dann versuchen  mit speziellem Rasendünger, den PH-Wert des Bodens auf den für Rasen optimalen Wert einzustellen.

Es heißt, der Klee fühle sich dann nicht mehr so wohl und ginge zurück. Aber auch das muss man ausprobieren. Im Allgemeinen sind die Ansichten hierzu sehr unterschiedlich, und viele sind skeptisch.

Wer keine Chemie einsetzten möchte, dem bleibt nur, den Klee auszustechen. Aber das ist mühsam, denn er hat sehr lange Wurzeln und kommt dann an anderer Stelle wieder. Also nach Möglichkeit die Wurzel mit entfernen, wenn das überhaupt machbar ist.

Es werden auch Hausmittel genannt wie Essig oder Salzwasser, aber das schadet natürlich auch dem Rasen, sollte man also lieber nicht probieren. Viele Gärtner haben den Kampf gegen den roten Klee bereits aufgegeben und betrachten ihn als schmückendes Beiwerk auf ihrem Rasen. Aber auch das ist keine Lösung.

Gut, der rote Klee gehört zu den essbaren Kräutern, wie auch Löwenzahn und Brennessel. Aber ein Gärtner, der Wert auf einen gepflegten Rasen legt, wird ihn kaum zum Kräutergarten umfunktionieren wollen. Und wenn der Klee erst einmal Fuß gefasst hat, ist er mit milden Methoden nicht zu beseitigen. Auch der geduldigste wird einmal des Hackens und Jätens müde und wirft das Handtuch.

Die einzige wirksame Methode bleibt nun einmal die Chemie. Man muss den roten Klee konsequent bekämpfen, wenn man diesen Kampf gewinnen will. Also sollte man sich im Fachhandel ausführlich informieren und das geeignete Mittel erwerben und fachgerecht anwenden. Sonst muss man sich wirklich mit dem roten Klee arrangieren und damit leben. Aber das wollen die wenigsten. Eine andere Möglichkeit gibt es leider nicht.