Unkrautvernichter für den Rasen

Jeder Gartenfreund musste sicher schon einmal mit dem Unkraut im Rasen kämpfen. Dieses ist nicht nur ein unschöner Anblick, sondern auch gefährlich für die innig gehegten und gepflegten Grashalme. Denn manche Unkrautarten ersticken das Gras regelrecht, wenn sie sich erst einmal im Rasen festgesetzt haben.

Wenn Jäten und Ausstechen nichts bringen, wenn der Rasen gut gepflegt wurde, die Bodenbeschaffenheit stimmig ist und trotz alledem Unkräuter in Massen auftreten, hilft dann der Einsatz von Rasen Unkrautvernichtern. Diese werden auf die Unkräuter gesprüht, am besten

etwa zwei bis vier Tage nach dem Mähen.

Bei der Anwendung dieser Mittel sollten Sie stets darauf achten, dass Sie diese nur bei Wuchswetter nutzen. Also bei Temperaturen zwischen 8 und 12° C. Denn dadurch wird die Wirkung schneller erzielt. Auch sollte es möglichst trocken sein. Sind diese Gegebenheiten nicht vorhanden, verzögert sich die Vernichtung des Unkrautes um einige Tage. Nach der Behandlung Ihres Rasens mit Rasen Unkrautvernichtern sollten Sie ihn möglichst acht bis zehn Tage lang nicht erneut mähen.

Ebenso empfiehlt sich eine Nutzung dieser Mittel nicht bei sehr frisch angelegten Rasenarten. Im Schnitt heißt es, Rasen Unkrautvernichter sollten erst ab dem zweiten Jahr nach Rasenanlage genutzt werden. Sonst besteht die Gefahr, dass der Rasen selbst gleich mit vernichtet wird.

Achten Sie beim Kauf eines Rasen Unkrautvernichters auch auf dessen biologische Abbaubarkeit - unserer Umwelt zuliebe. Einige Rasenvernichter sind giftig für Bienen und andere Tiere, auf diese sollten Sie verzichten. Andere dagegen sind bienenfreundlich, so dass sie auch auf blühenden Unkräutern angewendet werden können.
Generell ist bei der Nutzung dieser Mittel zu beachten, dass sie nur auf gärtnerisch, landwirtschaftlich und forstwirtschaftlich genutzten Flächen angewendet werden dürfen. Wild wachsende Wiesen sollen auch Unkräuter beherbergen dürfen. Wer sich nicht an diese Vorschrift hält, riskiert hohe Geld- und andere Strafen.
Außerdem dürfen Unkrautvernichter im Allgemeinen nicht auf zu betonierten, asphaltierten oder anderweitig abgedeckter Wege oder Einfahrten angewendet werden. Hier besteht die Gefahr, dass sie nicht im Boden versickern und abgebaut werden können, sondern in die Kanalisation abgeleitet werden.

Beim Kauf von Rasen Unkrautvernichtern ist auch darauf zu achten, wo und wie diese genutzt werden dürfen. So ist beispielsweise nicht jeder Rasen Unkrautvernichter für den privaten Einsatz erlaubt. Hierüber sollten Sie aber die Verkäufer im jeweiligen Markt entsprechend beraten können, da für den Verkauf der Pflanzenschutzmittel eine spezielle Ausbildung benötigt wird.

/>Die Rasen Unkrautvernichter, die Sie etwa zu einem Preis zwischen 15 und 20 Euro erhalten, können Ihren Rasen also leicht von den Eindringlingen befreien. Wenn dies erst einmal geschafft ist, sollten Sie Ihren Rasen mit gutem Dünger stärken. Dadurch schließen sich die lichten Stellen in ihm schneller, die das verschwundene Unkraut  hinterlassen hat. Aber wundern Sie sich nicht, wenn es immer wieder kommt. Denn Unkraut verbreitet sich durch Samenflug. Und Ihr Nachbar bemüht sich vielleicht nicht ausreichend um seinen Rasen oder lässt Unkraut auf den Wegen und Beeten unbeachtet. Dieses verstreut seinen Samen dann durch den Wind auch wieder zu Ihnen. So sollten Sie also durchgängig Ihren Rasen mit entsprechenden Mitteln behandeln, um zumindest nicht eine allzu große Anzahl von Unkräutern

entstehen zu lassen.

Tipps zur Unkrautvernichtung

Vorbeugen ist besser als Heilen. Dies gilt auch in Bezug auf Rasenwildkräuter, -schädlinge und -krankheiten. Denn je kräftiger und gesünder der Rasen, desto widerstandsfähiger ist er auch. Selbst ohne chemische Mittel kann man einen von Wildkräutern, Pilzen oder Moos übersäten Rasen in einen gepflegten grünen Teppich verwandeln. Chemische Unkrautvernichtungsmittel sollte man auf keinen Fall verwenden, da sie die Umwelt schädigen können.

Unkrautvernichter gegen Rasenwildkräuter

Flach aufliegende Wildkräuter wie Klee oder Schafgarbe werden vor jedem Mähen aufgeharkt, damit sie von den Messern des Rasenmähers erfasst werden können. Auch einjährigen Wildkräutern wie Zwergklee und Gewöhnlichem Hornkraut kann man durch diese Maßnahmen begegnen.

Mähen Sie möglichst mit Fangkorb, und vernichten Sie nach getaner Arbeit den Grasschnitt. Er enthält stets Wildkräutersamen und Pilzsporen und sollte daher auf keinen Fall auf den Kompost gegeben werden.
Vereinzelte Wildkräuter lassen sich mit der Hand entfernen. Hierfür verwendet man einen Unkrautstecher oder eine kleine Hacke und versucht, möglichst sie gesamte Wurzel zu entfernen, da insbesondere bei Gemeinem Löwenzahn oder Disteln auch einzelne Wurzelabschnitte nachwachsen.

Unkrautvernichter und Maßnahmen gegen Pilzbefall

Neben tierischen Schädlingen gibt es auch einige Pilzarten, die sich auf Gräser spezialisiert haben und den grünen Teppich sehr in Mitleidenschaft ziehen können. Wenn der Rasen gut gepflegt ist, kommen diese Schadorganismen kaum zum Zuge. Aus diesem Grund ist es so wichtig, dem Boden kontinuierlich die von ihm benötigten Nährstoffe zur Verfügung stellen, den Rasen ausreichend zu bewässern und regelmäßig zu mähen.

Während einst bei nachhaltigem Pilzbefall Fungizide (Mittel zur Bekämpfung Pflanzenschädigender Pilze) eingesetzt wurden, sind derartige Präparate der Umwelt zuliebe weitgehend aus dem Verkehr gezogen worden. Umso wichtiger ist es heute, den jeweiligen Schaderreger zu erkennen und durch gezielte Pflegemaßnahmen zurückzudrängen.

Vor allem dann, wenn der letzte Schnee weggetaut ist, zeigen sich kreisrunde, graubraune Flecken abgestorbener Gräser, deren Blätter sich feuchtschleimig anfühlen.

Verursacher dieses als Schneeschimmel bekannten Befalls ist ein Pilz, der sich vor allem dann ausbreitet, wenn eine dichte Schneedecke längere Zeit auf den Gräsern lastete. Kühl- feuchtes Wetter, im Herbst versäumtes Mähen und eine späte, stickstoffbetonte Düngung fördern den Pilz. Die Folgen dieser typischen Wintererkrankung lassen sich in der Regel leicht durch Lüften (Vertikutieren) und eine ausreichende Düngung als Unkrautvernichter im Frühjahr beseitigen. Auf größeren Befallstellen kann man anschließend nachsäen, damit sich die Lücken schließen.

Moos macht so manchem Rasen zu schaffen. Seine Anwesenheit deutet stets auf eine Anwesenheit deutet stets auf eine ungesunde Narbe hin, deren Ursache in erster Linie in zu starker Bodenverdichtung, zuviel Schatten und unzureichender Düngung zu suchen ist. Durch Vertikutieren wird die Grasnarbe gelockert - ganz ohne Unkrautvernichter, das Versickern von regenwasser erleichtert und schlechtem Wurzelnachwuchs vorbeugt.