Was ist eine Magerwiese?
Eine Magerwiese zeichnet sich dadurch aus, dass sie sehr nährstoffarm ist und dennoch viele verschiedene Pflanzen auf ihr wachsen und gedeihen.
Da aber der Boden nährstoffarm ist und ... der Standort einer solchen Wiesen meist recht sonnig, ist zwar eine Vegetation vorhanden, diese geht aber sehr langsam vonstatten.
So muss man eine Magerwiese höchstens zwei Mal im Jahr mähen. Grundsätzlich gilt: je mehr Nährstoffe ein Boden enthält, desto schneller wachsen auch die Gräser und je häufiger muss die Wiese gemäht werden. Muss jedoch eine Wiese viel gemäht werden, haben viele Blumenarten nicht die Möglichkeit zur Blüte zu kommen, da sie durch das Abmähen in ihrer Entwicklung gestört werden.
Möchte man also lieber ein natürliches Biotop in seinem Garten wissen, dann sollte man sich für das Anlegen einer Magerwiese entscheiden.
So legt man eine Magerwiese an
Zu Beginn muss der vorhandene Rasen abgetragen werden. Im Anschluss wird auf den Boden eine Schicht von zwei bis drei Zentimetern Sand aufgebracht, der mit einer Harke in den bestehenden Boden eingearbeitet wird. Damit später das Wasser durch Niederschläge besser ablaufen kann, ist es sehr ...
zu empfehlen, zunächst eine Kiesschicht einzuarbeiten, bevor der Sand aufgebracht wird.
Nach dem Einbringen des Sandes muss der Boden unter Umständen noch gekalkt werden. Dies ist jedoch von der grundsätzlichen Beschaffenheit des Bodens abhängig. Im Grunde muss man mehr nicht machen, denn der Verlauf der Natur sorgt selbst dafür, dass diese Fläche nun von Pflanzen aufgesucht wird.
Durch den Pollenflug und auch durch Tiere siedeln sich eine Reihe verschiedener Gräser, Blumen und Kräuter wie von Geisterhand an. Man kann der Natur aber auch ein wenig auf die Sprünge helfen und eine Wildblumensaat auf der zukünftigen Magerwiese aussäen.
Daneben kann man eventuell vorgezogene Blumen oder Kräuter einpflanzen und man kann auch mit einigen Zwiebel- und Knollen den Blütenreichtum etwas vergrößern. Handelt es sich um eine Wildblumensaat, dann muss die Fläche mit Laufbrettern glatt getreten oder mit einer Walze glatt gestrichen werden.
Gegossen werden muss die Fläche in den ersten vier bis sechs Wochen regelmäßig, damit die Samen keimen können. Am besten dazu geeignet ist Regenwasser, welches in einer Tonne aufgefangen wird. Regenwasser ist viel weicher als Wasser aus der Leitung.
Mähen muss man die Magerwiese höchstens zwei Mal im Jahr, wobei hier Anfang Juni und Ende September die besten Zeitpunkte liegen. Damit die Magerwiese auch weiterhin gedeihen kann, muss das Schnittgut in jedem Fall entfernt werden.
Tiere und Pflanzen in der Magerwiese
Überwiegend sind natürlich Pflanzen in der Magerwiese zu finden. Besonders geeignet sind: Weißklee, Wiesen-Klee, Scharfer Hahnenfuß, Löwenzahn, Schafgarbe, Großer Ampfer, Acker-Kratzdistel, Gemeiner Hornklee, Wiesen-Bocksbart, Gänseblümchen, Margerite, Kleines Habichtskraut, Krauser Ampfer und der Vielblättrige Lupin.
Daneben gibt es auch viele Tiere, die durch die vielen verschiedenen Pflanzen angelockt werden. Vor allem das Insektenleben nimmt kräftig zu und so gibt es viele Schmetterlinge, Bienen und verschiedenste Käfer und Fliegen.
Sie werden vom Nektar der Pflanzen angelockt und locken selbst viele insektenfressende Vögel an. Am und im Boden siedeln sich zudem viele Wegschnecken, Asseln und auch Tausendfüßler an. Auch Laufkäfer, verschiedene Würmer und Blindschleichen sind ständige Besucher einer Magerwiese. Hier finden diese Tiere die idealen Lebensbedingungen vor.
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