Rollrasen - Vorteile und Nachteile

Rollrasen gestapeltRollrasen und Fertigrasen - Rasen von der Rolle  - Jeder Gartenliebhaber, dessen Rasen ein sattes Grün hat und frei von Moosen und anderem Unkraut wie Klee ist, ist stolz auf diesen. Doch das zu erreichen ist es oftmals sehr schwer. Schon nach der Aussaat nimmt das Übel seinen Lauf: Vögel picken den Samen weg, es entstehen karge Flächen, Unkraut und Pilz machen sich breit - der Traum vom englischen Rasen scheint zerplatzt zu sein.

Die Lösung - Rollrasen!

Doch das muss nicht

sein. Rollrasen, auch Fertigrasen genannt, ist die ideale und unkomplizierte Lösung für alle Grünflächen und Gärten. Der Rasen wird direkt angeliefert und kann sofort verlegt werden. Doch was ist Rollrasen eigentlich? Wie wird er angebaut und welche Vorteile hat dieser?
Rollrasen wird in sogenannten Rasenschulen für den Verbraucher vorkultiviert. Der Rasen wird auf gutem Mutterboden ausgesät und wächst dort unter ständiger Beobachtung und regelmäßigem Mähen mittels großer Maschinen schnell heran.

Der Rasen ist dann sehr dicht, hat ein gesundes Blattgrün und ist vor allem unkraut- und moosfrei. Geerntet wird dieser mit Schälmaschinen, die den Rasen mit Wurzeln und Erde vom Feld abschälen. Zu jeweils ca. 50 cm breiten Streifen geschnitten und zusammengerollt oder auf einer Palette gestapelt ergibt das den Rollrasen.

Rollrasen verlegenDie Vorteile, die fertiger Rollrasen bringt, liegen klar auf der Hand:
  • Rasen frei von Unkraut und
    Moos
  • qualitativ hochwertiger Rasen
  • dicht gewachsen, saftiges und gesundes Grün
  • Zeitersparnis - kein säen, mähen, düngen während der Aufzucht
Der Rasen sollte nach der Anlieferung und Selbstabholung möglichst innerhalb von 48 Stunden verlegt werden. Nach dem Verlegen ist er sofort betretbar und belastbar.

Die Kosten belaufen sich auf ca. 3-5 Euro pro Quadratmeter bei Selbstabholung. Im eigenen Garten eine wohl nicht unbedingt erforderliche Investition. In öffentlichen Einrichtungen wie Parks jedoch sehr empfehlenswert.

Die wichtigsten Punkte beim Einkauf eines guten Rasens von der Rolle

Es gibt einige Merkmale, die Sie in Bezug auf einen Rollrasen erfragen und bewerten können:
  • Erkundigen Sie sich, ob vom Bundessortenamt zugelassenes Saatgut für den Rollrasen verwendet wird.
  • Interessant sind auch Angaben über die Zusammensetzung der Gräser, da jedes Gras spezielle Eigenschaften hat.
  • Ein Rollrasen von hoher Qualität darf mindestens 1,5 Jahre reifen, hat also zwei Wachstumsphasen hinter sich.
  • Vorteilhaft ist der Kauf des Rollrasens bei einem Betrieb in der Nähe, der über einen ähnlichen Boden wie Ihr Garten verfügt.
  • Fragen Sie, ob der Rasen mindestens 80 Mal gemäht wurde, das ist wichtig zur Kräftigung der Gräser.
  • Nicht unwichtig ist auch, wie oft der Rollrasen vertikutiert wurde, mindestens drei Mal sollte Ihr Rasen diese Pflege erfahren haben.
  • Rollrasen in Bahnen gelegtDann sollten Sie noch nach dem Walzen fragen, für eine gleichmäßige Grassode sollte Ihr Rasen ein bis zwei Mal die Walze gespürt haben.
  • Wenn Ihre Rollrasen-Firma mit Auftragszucht arbeitet, sollten Sie den Standort erfragen, eine völlig andere Region mit völlig anderem Boden ist nicht vorteilhaft
Die preiswerte Alternative zum Rollrasen

... ist immer noch die eigene Aussaat, hier können Sie mit einem Kilogramm Saatgut für etwa 5,- Euro eine Fläche von

40 Quadratmetern begrünen, dafür bekommen Sie nicht viel mehr als einen einzigen Quadratmeter Rasen von der Rolle. Wenn Sie diesen selbst angesäten Rasen in den ersten anderthalb Jahren genauso pflegen, wie ein Rollrasen während der Aufzucht gepflegt wird, wird er auch genauso schön dicht und unkrautfrei werden, und sogar noch besser verwurzelt, weil er ja nicht umziehen musste. Sie müssen allerdings auch erheblich mehr Arbeit investieren, aber Gartenarbeit ist ja gesund!