Nistkästen und Nisthilfen für Vogelarten

NistkästenWildvögel aller Art benötigen die Unterstützung von Tier -und Naturfreunden und Wald -und Gartenbesitzern. Mit Nisthilfen kann man zahlreichen Vögeln die Vermehrung deutlich vereinfachen. Durch den Nistkasten müssen diese Vögel keine eigenen Nester bauen, sondern kommen mit weniger Material aus, welches man auch bereitstellen kann. Die Nistkästen schützen die Vögel vor Feinden und stehen je nach Material, ob Holz oder Holzbeton, für ein gutes Klima im Nistkasten.

Welche Vögel sind auf unsere Hilfe angewiesen? Fragt sich, welche sind es nicht? Mit Nistkästen kann man, jeweils auf die Art abgestimmt, unter anderem Meisen, Spatzen, Amseln, Kleibern, Schwalben, Spechte, Sperlinge und Stare unterstützen, aber auch Käuze, Eulen und Turmfalken. Unterstützung brauchen aber auch Säugetiere wie der Igel mit der Igelkuppel oder die Fledermaus mit einem Fledermauskasten, sowie Insekten, für die es spezielle Insektenkästen gibt.
Rotkehlchen sind nützliche NischenbrüterRotkehlchen erfreuen nicht nur mit ihrer leuchtenden Brustfärbung und ihrem Gesang, sie sind im Garten auch ausgesprochen nützlich und halten schädliche Insekten im Schach. Wer die Rotkehlchen im Grünen durch zusätzliche Fütterung und einen geeigneten Nistkasten begrüßt, gewinnt also effektive Helfer.
Früher hielt man den Gartenrotschwanz für die Sommervariante des Rotkehlchens. Heute kennen viele Menschen den farbenprächtigen Vogel gar nicht mehr. Das liegt daran, dass er in unseren Gärten kaum mehr anzutreffen ist. Um die dringend erforderliche Hilfe für den Vogel anzukurbeln, wurde der Gartenrotschwanz zum "Vogel des Jahres 2011" gewählt.
Blaumeise brüten früh - Nisthilfen erleichtern ihnen die AufzuchtBlaumeisen suchen schon ab Februar geeignete Nistplätze. Sie beginnen relativ zeitig mit dem Nestbau, meist im März oder spätestens im April. Die Vögel nehmen gern die Nistkästen an, die überall für sie aufgehängt werden. Zwar könnten sie auch in natürlichen Baumhöhlen brüten, aber da gibt es viel Konkurrenz. Wie kann man sie als Hobbygärtner unterstützen?
nistkastenVögel im eigenen Garten als Gäste – das ist das, was sich sehr viele Gartenbesitzer wünschen. Vögel sind Synonym für naturnahes Wohnen, man kann sie wunderbar beobachten und sie bereichern jedes Gärtchen durch ihren Gesang.
VogelvillaJedes Hobby kostet Geld. Das ist so und wir geben es für unser Hobby auch gerne aus und erfreuen uns an dem Ergebnis. Das kann man bei allen Menschen, die ein Hobby betreiben, beobachten, egal, ob es sich um Briefmarken handelt, Hunde, Pferde oder Fische.
Schwalben sind gern gesehene Glücksbringer und nützlich dazu. In Deutschland kennen wir Rauch-, Mehl- und Uferschwalben. Rauch- und Mehlschwalben siedeln gern in der Nähe von Menschen. Sie brauchen ein großes Angebot an Insekten.
Wellensittiche leben bei uns in Gefangenschaft. Wenn man züchten möchte, sollte man den Vögeln als Ersatz für die Höhlen und Löcher in den Bäumen der Wildnis einen Nistkasten bereit stellen.
Der Kleiber ist auf alte Baumbestände als Nistmöglichkeit angewiesen. Alte, morsche Bäume werden aber meist gefällt und beseitigt. So fehlen dem Kleiber häufig Nistmöglichkeiten.
Spechte leben im Wald und ziehen ihre Jungen in der Regel in Baumhöhlen auf. Durch die uniformen Nutzungsforste oder Stadtparks, in denen ältere oder morsche Bäume regelmäßig ausgeholzt werden, verlieren Spechte die Möglichkeit, Nester zu bauen. So muss der Mensch mit Nistkästen aushelfen.
Bis auf den Waldkauz sind alle europäische Eulenarten in ihrem Bestand gefährdet. Der Grund sind die Veränderungen der Kulturlandschaft. Dies hat den Entzug der Nahrungsgrundlagen zur Folge und einen Mangel an Brutstätten, Nistkästen und Nisthilfen.
Kohlmeisen leben bevorzugt in Mischwäldern. Sie sind aber sehr anpassungsfähig und kommen auch in Parks, Gärten und Alleen vor. Sie bauen ihre Nester in Baum- und Mauerhöhlen oder andere Hohlräume der Landschaft.
Der dämmerungs- und nachtaktive Waldkauz bevorzugt lichte Wälder und Parks. Er nimmt gern große Spechthöhlen in Beschlag. Der Waldkauz ist ein Baumhöhlenbrüter.
VogelDer Zaunkönig nistet normalerweise in Büschen und im dichtesten Dickicht. Nistkästen werden angenommen, wenn sie tief genug befestigt werden. Die Nester liegen immer in Bodennähe, oft in Stroh- bzw. Reisighäufen. Als Nistkästen bevorzugen Zaunkönige Halbhöhlen.
SpatzDie bei uns bekanntesten Sperlingsarten sind der Haussperling und der Feldsperling. Für Sperlinge gibt es spezielle Nistkästen, die Sperlingskolonie.
Früher ausgesprochen häufig anzutreffen, ist der Spatz heute selten geworden. Inzwischen steht der Haussperling auf der Vorwarnliste der bedrohten Vogelarten.
Amseln leisten uns im Garten gerne GesellschaftGarten ein Rascheln im Laub oder ein wunderschöner Vogelgesang zu hören ist, dann handelt es sich in den meisten Fällen um eine Amsel. Während der Vogel früher scheu und zurückgezogen in Wäldern lebte, hat er sich immer mehr an die Nähe zu Häusern gewöhnt und nistet sogar dort.
Mauersegler werden immer seltener. Das liegt nicht zuletzt daran, dass die Vögel immer weniger Nistmöglichkeiten finden. Wegen Energiesparmaßnahmen werden alle Ritzen und Spalten der Häuser zugemacht und die Mauersegler finden kaum noch Nistplätze - Abhilfe schafft ein Mauerseglerkasten.
Klassischer Nistkasten wie ihn Stare mögenDie einheimischen Vogelarten, darunter auch der Star, werden in ihrem Lebensraum immer mehr verdrängt. Durch die hohe Infrastruktur und immer weniger Nistmöglichkeiten ist es für Stare nicht einfach, ihre Jungen zu versorgen. Hier kann ein Nistkasten helfen, der sich anhand der Anleitung einfach selber bauen lässt.
Meisen sind in Gärten, Parks, Wohnsiedlungen, auf Hinterhöfen und Plätzen anzutreffen. Zwar finden sie fast überall ausreichend Futter, doch leider fehlt es ihnen oft an Nistmöglichkeiten. Gerade Meisen sind Höhlenbrüter und nehmen gern Nistkästen, die von netten Menschen bereitgestellt werden, an.