Die Areca-Palme trägt die botanische Bezeichnung Dypsis lutescens und wird umgangssprachlich auch Goldfruchtpalme oder Goldblattpalme genannt. Aufgrund ihrer frostempfindlichen Eigenschaften kann diese nur in Zimmerkultur oder im beheizten Wintergarten gedeihen. Wichtig sind auch die richtigen Lichtverhältnisse, damit das Gewächs sein grünes Blattkleid dauerhaft beibehalten kann. Beim Standort und den Pflegekriterien stellt das Gewächs bestimmte Anforderungen, in diesem Bereich sind keine Kompromisse möglich.

Standort & Pflanzsubstrat

Die Areca-Palme stammt von der Insel Madagaskar und ist deshalb tropische Wetterlagen gewöhnt. Allerdings wächst die Dypsis lutescens dort im lichten Halbschatten im Dschungel und wird vor zu viel Sonne von größer wachsenden Bäumen geschützt. Wenn der Standort in den heimischen Wohnräumen extrem sonnig ist, dann kommt es zu unansehnlichen Blattverfärbungen, die unumkehrbar sind. Dieser Verfärbungen der Blätter sind goldgelb, davon leitet sich auch der Name Goldblattpalme ab. Allerdings hat die Palme auch nichts in einer sehr dunklen Zimmerecke
verloren, dann kommt es zu dem sogenannten Vergeilen. Bei diesem Prozess treibt die Pflanze sehr dünne und dazu noch schwache Triebe aus, da diese auf der Suche nach Sonnenlicht ist. Für ein gutes Wachstum sind ideale Standortbedingungen und das richtige Pflanzsubstrat sehr wichtig, ansonsten fühlt sich die Areca-Palme unwohl und wächst nur kümmerlich.
  • Ideal ist heller Standort ohne zu viel direkte Sonnenstrahlen
  • Optimal sind Ostfenster oder mehr in der Zimmermitte
  • Pralle Mittagshitze unbedingt vermeiden
  • An südlich und westlich ausgerichteten Fenstern an Schattenspender denken
  • Gut geeignet sind Vorhänge und Rollladen
  • Braucht warme Zimmertemperaturen zwischen 15-25° C
  • Bevorzugt durchlässige Erde mit leicht saurem pH-Wert
  • Auf sandige bis lehmige Bodenqualitäten achten
  • Gemisch aus Blumenerde auf Kompostbasis mit Perlite anreichern
  • Alternativ bietet sich als Pflanzsubstrat spezielle Palmenerde an
Tipp: Wenn der Lichteinfall am Standort der Dypsis lutescens sehr ungleichmäßig ist, dann sollte die Pflanze in ihrem Gefäß alle 2 Wochen um ein Viertel gedreht werden. Auf diese Weise behält die Palme eine symmetrische Wuchsform bei und wächst gleichmäßig in alle Richtungen.

Gießen & Düngen

Bei der Goldblattpalme ist der Bedarf an Wasser und Nährstoffen abhängig davon, in welcher Phase sich diese gerade befindet. In ihrer tropischen Heimat gibt es zwei Jahreszeiten, die extrem feuchte Regenzeit und die Trockenzeit mit deutlich weniger Regenfällen. Häufiger Regen beeinflusst die Vegetationsphase in den warmen Monaten, während sich die Dypsis lutescens in den kühleren Monaten in einer Wachstumspause befindet. Damit die Wurzeln vor zu viel stehendem Wasser geschützt werden, ist eine Drainageschicht über dem Abflussloch am Topfboden zweckdienlich. Auf diese Weise kann das überflüssige Gießwasser gut abfließen und Wurzelfäule lässt sich nachhaltig verhindern.
  • Hoher Wasserbedarf von April bis Oktober
  • Substrat stets feucht halten, darf niemals komplett austrocknen
  • Oft und viel mit kalkarmem Wasser gießen
  • Oberfläche sollte leicht angetrocknet sein
  • Erst dann nächste Gießeinheit verabreichen
  • Begrenzter Wasserbedarf von November bis März
  • Dann nur mäßig feucht halten
  • Gießwasser stets aus dem Untersetzer entfernen
  • Staunässe unbedingt vermeiden
  • Alle 2 Wochen Flüssigdünger einsetzen
  • Ideal ist spezieller Dünger für Palmen
  • Während der Ruheperiode nicht mehr düngen
Tipp: Während der Vegetationsphase in den Sommermonaten ist es sehr hilfreich, den Wurzelballen ab und an in einen Eimer mit Wasser zu stellen. Auf diese Weise können sich die Wurzeln komplett mit Feuchtigkeit vollsaugen und der hohe Wasserbedarf der Pflanze wird weitreichend abgedeckt.

Luftfeuchtigkeit erhöhen

Areca Palme - Dypsis lutescens - GoldfruchtpalmeDie Areca-Palme ist aufgrund ihrer tropischen Herkunft an hohe Luftfeuchtigkeit an ihrem Standort gewöhnt. Solche hohen Werte
herrschen in den heimischen Wohnräumen normalerweise nicht vor. Die durchschnittliche Luftfeuchte in den hiesigen Wohnzimmern ist sehr gering und verringert sich noch erheblich während der langen Heizperiode im Winter. Wenn dieser Wert beständig zu niedrig ist, dann gedeiht die Palme nur kümmerlich und wächst noch langsamer. Deshalb muss der Dypsis lutescens in diesem Bereich geholfen werden, damit sich die Pflanze dauerhaft wohlfühlen kann. Eine erste Hilfe bietet ein leicht erhöhter Untersetzer auf dem die Palme platziert wird, nachdem dieser mit Kieselsteinen und Wasser befüllt wurde.
  • Braucht hohe Luftfeuchtigkeit von 80-90 % am Standort
  • Palme täglich mit lauwarmem Wasser besprühen
  • Sprühflasche mit ganz feinem Nebel nutzen
  • Ideal ist Regenwasser, stilles Mineralwasser oder kalkfreies Leitungswasser
  • In den Wintermonaten mit Wasser gefüllte Behälter auf Heizkörper stellen
  • Gut geeignet sind auch Zimmerbrunnen
  • Alternativ hilft auch ein Vernebler
Tipp: Optimal ist die Kultivierung der Goldblattpalme in Hydro-Kultur, da auf diese Weise die benötigte Luftfeuchtigkeit langanhaltend erschaffen wird. Die entsprechende Luftfeuchte lässt sich im jeweiligen Raum mit einem Hygrometer ganz einfach messen.

Schneiden

Die Areca-Palme wächst extrem langsam, deshalb muss diese nur sehr selten geschnitten werden. Darüber hinaus sind auch keine besonderen Schnittmaßnahmen notwendig, um den aparten Wuchs der Goldblattpalme zu erhalten. Allerdings macht es zwischendurch durchaus Sinn, diese zu stutzen, vor allem, wenn viele verwelkte Blätter auftauchen. In diesem Fall sollte jedoch auch der Hintergrund des Welkens erforscht werden.
  • Zuwachs im Jahr liegt nur bei etwa15-20 cm
  • Abgestorbene, gelbe und vertrocknete Blätter regelmäßig entfernen
  • Diese dicht an der Basis abschneiden
  • Nur scharfe und gut desinfizierte Schneidewerkzeuge verwenden
  • Schädliche Quetschungen und Verletzungen unbedingt vermeiden

Umtopfen

Da das Wachstum der Areca-Palme nur sehr gemächlich ist, muss die Pflanze nicht allzu oft umgetopft werden. Dieser Vorgang ist spätestens dann erforderlich, wenn einzelne Wurzeln oben durch das Pflanzsubstrat herauswachsen. In diesem Fall wird es Zeit für den Umzug in ein größeres Pflanzgefäß. Dieses sollte der Palme ein ausreichendes Platzangebot nach unten zur Verfügung stehen, da diese mit der Zeit beträchtlich lange Pfahlwurzeln ausbildet. Wichtig ist auch ein ausreichend großes Ablaufloch für überflüßiges Gießwasser, welches sich im Boden des Topfes befindet. Bei dem Umtopfen ist viel Fingerspitzengefühl nötig, da die Wurzeln der Palme sehr empfindlich sind und nachteilig auf Verletzungen reagieren. Wenn die Goldblattpalme bereits eine mächtige Wuchsform entwickelt hat, dann sollte dem Substrat noch ein weiterer Teil an fester Gartenerde beigemischt werden. Dergestalt lässt sich die Standfestigkeit im Pflanzkübel deutlich erhöhen.
  • Ideale Zeit für den Umzug ist Frühling oder Sommer
  • Junge Exemplare jährlich umtopfen
  • Bei älteren und bereits größeren Exemplare nur etwa alle 2-3 Jahre nötig
  • Zuerst Palme in Wasserbad stellen, um diese besser auszutopfen
  • Dann Drainage im Kübel anlegen
  • Kieselsteine, Perlite oder Tonscherben über dem Abflussloch ausbreiten
  • Erste Schicht des Pflanzsubstrats einfüllen
  • Palme mittig in das neue Gefäß platzieren, dann mehr Erde hineingeben
  • Pflanzsubstrat zwischendurch leicht andrücken, um Hohlräume zu vermeiden
  • Gießrand beibehalten, damit das Gießwasser nicht überläuft

Vermehren

Areca Palme - Dypsis lutescens - GoldfruchtpalmeDie Areca-Palme lässt sich aus Samen vermehren, eine Aussaat ist das ganze Jahr über möglich. Jedoch ist für die Keimung eine ausreichend warme Temperatur notwendig. Darüber hinaus dauert es bei dieser Methode einige Jahre, bis eine schöne Goldfruchtpalme herangewachsen ist. Sehr viel einfacher und schneller lassen sich die Gewächse durch ihre Bodentriebe vermehren. Ältere Exemplare bilden diese Bodentriebe nur bei idealen Standortbedingungen aus. Für das Vermehren werden diese
einfach abgetrennt und in ein kleineres Pflanzgefäß eingesetzt. Auf diese Weise wächst zeitnah die nächste Generation der Goldblattpalme heran. Im darauffolgenden Frühling kann die neue Areca-Palme dann in einen größeren Topf mit spezieller Palmenerde umziehen.
  • Für die Aussaat werden Temperaturen von 18-25° C benötigt
  • Ist langwierig und von den richtigen Bedingungen abhängig
  • Alternativ lassen sich Bodentriebe im Frühling von der Mutterpflanze abtrennen
  • Bodentrieb sollte mindestens 30 cm groß sein
  • Auf bereits ausgebildete Wurzeln achten
  • Bodentriebe einzeln in kleine Töpfe einsetzen
  • Ideal ist Substrat aus Komposterde, vermischt mit etwas Sand
  • Töpfe einige Wochen an warmen und hellen Platz stellen
  • Es darf keine direkte Sonneneinstrahlung vorhanden sein
  • Ausreichend, aber nicht übermäßig gießen
  • Die ersten Monate auf Düngen verzichten
Tipp: Wenn über die Pflanzgefäße eine durchsichtige Plastikfolie gestülpt wird, dann gehen die Aussaat und das Anpflanzen besser und schneller voran. Bei dieser Methode für die Anzucht müssen in die Plastikfolie einige kleine Löcher für die Belüftung gesetzt werden.

Krankheiten & Schädlinge

An sich ist die Areca-Palme recht robust und nicht so leicht anfällig für Krankheiten und Schädlinge. Diese tauchen vor allem im Winter auf, wenn es zu kühl und die Raumluft zu trocken ist. Aber nicht nur falsche Standortbedingungen schwächen das Immunsystem der Pflanze, auch Fehler bei der Pflege führen dazu. Auf die Pflanzenschutzmittel aus dem Fachhandel kann die Pflanze sehr empfindlich reagieren, deshalb ist auf deren Einsatz besser zu verzichten.
  • Blätter regelmäßig überprüfen
  • Es treten vereinzelt Spinnmilben, Schildläuse und Wollläuse auf
  • Ebenfalls möglich ist die Rote Spinne
  • Eher seltener kommt Pilzinfektion durch Rußtau vor
  • Bei Befall die Schädlinge vorsichtig von der Pflanze abbrausen
  • Blätter mit in Alkohol getränkten Tüchern sorgfältig abwischen
  • Vorbeugend hilft Einsprühen mit feinem Wassernebel