Die anfangs kugeligen Blüten dieser gelb blühenden Staude besitzen eine immense Leuchtkraft. Auf freier Wildbahn ist sie nur noch selten anzutreffen, was daran liegt, dass ihre natürlichen Lebensräume zunehmend verschwinden.

Steckbrief

  • Pflanzenfamilie: Hahnenfußgewächse (Ranunculaceae)
  • Botanische Bezeichnung: Trollius
  • Deutsche Namen: Trollblume, Goldköpfchen, Butterblume, Butterrose
  • Wuchs: ausdauernd, krautig, horstbildend
  • Wuchshöhe: 20-60 cm
  • Laub: grün, gefiedert, matt, derb, Blattrand grob gesägt, Laub abwerfend
  • Blütezeit: Mai bis Juni/Juli
  • Blüte: gelb oder orangefarben, einfach, kugelig, später schalenförmig
  • Früchte: Sammelbalgfrüchte bestehend aus vielen geschnäbelten Balgfrüchten
  • Giftigkeit: giftig
  • Kalkverträglichkeit: toleriert kalkarme Böden

Standortansprüche

In der Natur findet man die Trollblume (Trollius) bevorzugt in Gräben, an Flussufern, auf mäßig gedüngten Feuchtwiesen und in Mooren, wo sich Wasser und Nährstoffe sammeln. Folglich möchte sie auch im Garten an offenen, feuchten und luftigen Plätzen idealerweise im Halbschatten stehen.

  • Goldköpfchen benötigt Standort mit ausreichend Licht
  • sollte aber vor starker Sonneneinstrahlung geschützt stehen
  • insbesondere während der Mittagszeit
  • eignet sich besonders gut für eine naturnahe Bepflanzung
  • an Teichufern, Bachläufen, anderen Gewässern oder Feuchtstellen im Garten
  • auch für Staudenrabatten geeignet, sofern die Bodenbeschaffenheit stimmt
  • bevorzugt grundsätzlich eher feuchte bis sumpfige Lagen
  • mit wenig durchlässigen, humosen und nährstoffreichen Böden
  • Goldköpfchen für trockene Standorte komplett ungeeignet
  • ebenso wie zur Unterpflanzung von Gehölzen
  • verträgt Wurzeldruck von größeren Pflanzen nicht

Tipp: Gute Begleitpflanzen

für diese hübsche Staude sind beispielsweise Storchschnabel, Funkie, Sumpf-Vergissmeinnicht, Nelkenwurz, Ziest, Iris und Tränendes Herz.

Trollblume - Trollius europaeus

Pflanzung

Beste Zeit für eine Pflanzung ist im Frühjahr. Man legt entsprechend große Pflanzlöcher an und setzt die Pflanzen ein. Gegebenenfalls kann man den Boden mit etwas Kompost anreichern. Die Butterblume bildet ein breites und dichtes Wurzelsystem, das in eine Tiefe von bis zu 40 cm reicht. Dementsprechend ist ihr Platzbedarf. Auf einen Quadratmeter rechnet man etwa sieben bis neun Pflanzen. Dabei sind Pflanzabstände von ca. 30 cm empfehlenswert. Besonders schön wirkt diese Staude in Gruppenpflanzungen, dann ist sie besonders leuchtstark.

Tipp: Da die Trollblume mittlerweile zu den geschützten Arten zählt und zudem eine der wichtigsten Nährstofflieferanten für Bienen ist, ist eine Pflanzung im Garten auf jeden Fall zu empfehlen.

Pflegeanleitung

Die Ansprüche an die Pflege richten sich bei dieser Staude vor allem nach dem jeweiligen Standort. Da sie konstant auf Feuchtigkeit angewiesen ist, ist die Pflege an sonnigen Standorten wesentlich aufwendiger als an halbschattigen und feuchten Plätzen. Unter optimalen Bedingungen ist diese Pflanze aber sehr robust und pflegeleicht.

Gießen

Trollblumen benötigen vom Frühjahr bis zum Herbst ein konstant feuchtes Bodenniveau. Selbst kurzzeitige Überschwemmungsperioden stellen kein Problem für sie dar. In den ersten Tagen nach der Pflanzung sollte ausgiebig gewässert werden, sofern die Staude nicht direkt am Wasser steht. Besonders hoch ist der Wasserbedarf in sehr trockenen Sommern. Dementsprechend muss der Bedarf dann von außen gedeckt werden. Generell sollte umso häufiger gewässert werden, je sonniger die Pflanze steht.

Düngen

Neben einen feuchten und halbschattigen Standort

benötigt die Butterblume ein humoses Umfeld mit ausreichend Nährstoffen. Folglich sollte sie von Zeit zu Zeit gedüngt werden. Am besten verabreicht man im Frühjahr noch vor der Blüte einen handelsüblichen Volldünger oder Kompost. So sind die Pflanzen über einen längeren Zeitraum gut mit Nährstoffen versorgt. Ist kein Kompost zur Hand, eignet sich auch ein phosphorreicher Blühdünger.

Schneiden

Während der Blüte sollte man verwelkte Blüten regelmäßig abschneiden. Das regt die Bildung neuer Blüten an und kann so zu einer Nachblüte führen. Ist die Blüte abgeschlossen, können die Pflanzen bodennah zurückgeschnitten werden. In der Regel ist es nicht zwingend notwendig, bodennah zu schneiden, da die Trollblume im Herbst ohnehin einzieht. Nach dem Rückschnitt empfiehlt es sich, ein weiteres Mal zu düngen z. B. mit Kompost.

Überwintern

Die Butterblume ist dank ihrer europäischen Herkunft auch in unseren Breitengraden gut winterhart. Die oberirdischen Teile der Pflanze frieren im Winter bis auf Bodennähe zurück. Meist bleibt ein kleiner Strunk erhalten, aus dem die Pflanze im nächsten Jahr wieder neu austreibt. Die Wurzel überdauert im Boden und treibt ebenfalls wieder aus. Sollten extreme Fröste drohen, ist es ratsam, den Wurzelbereich mit einem Vlies, Reisig, Laub oder einer Schicht Mulch abzudecken. Weitere Schutzmaßnahmen sind nicht notwendig.

Vermehren

Trollblume - Trollius europaeus

Aussaat

Belässt man im Herbst einige Blüten an der Pflanze, bilden sich Fruchtkörper, die dann reifen. Sind die Früchte reif, vertrocknen sie und öffnen sich, die Pflanze sät sich selbst aus. Über den Winter ruhen die Samen im Boden, um dann im Frühjahr wieder auszutreiben. Möchte man selbst Hand anlegen und die Pflanze durch Aussaat vermehren, sollte man das ebenfalls ab Herbst tun.

Die Samen von Trollius zählen zu den sogenannten Kaltkeimern. Aufgrund dessen müssen sie nicht im Haus vorgezogen werden, sondern man kann sie von Oktober bis Dezember direkt an Ort und Stelle aussäen. So werden sie mehrere Wochen einer natürlichen Kältebehandlung unterzogen, die sie zum Keimen benötigen. Sind die Keimlinge groß und kräftig genug, können sie vereinzelt werden. Allerdings keimen die Samen relativ schlecht, sodass das Resultat nicht immer zufriedenstellend ist.

Tipp: Bis diese Pflanze das erste Mal blüht, können etwa zwei Jahre vergehen.

Teilung

Wesentlich mehr Erfolg verspricht eine Teilung. Die dient nicht nur zum Vermehren dieser langlebigen Staude, sondern auch deren Verjüngung. Die Teilung hat darüber hinaus den Vorteil, dass man daraus sortenreine Pflanzen gewinnt. Der beste Zeitpunkt hierfür ist im zeitigen Frühjahr.

  • Erste Teilung nach frühestens zehn Jahren
  • im Frühjahr mit Austriebsbeginn oder nach der Blüte
  • kompletten Wurzelstock
    ausgraben
  • mit Spaten oder Grabegabel
  • gegebenenfalls Erde um die Wurzel herum etwas lockern
  • Ballen mit den Händen oder scharfem Messer in mehrere Teilstücke schneiden
  • jedes Teilstück sollte über ausreichend Wurzeln verfügen
  • neu gewonnene Pflanzen wieder einpflanzen
  • alles gründlich wässern

Krankheiten

Trollblume - Trollius europaeus

Echter Mehltau

Auch wenn die Butterblume relativ selten von Krankheiten befallen wird, kann es gelegentlich zu einem Befall mit echtem Mehltau kommen. Oft sind ungünstige Standortbedingungen oder Mangelerscheinungen infolge unsachgemäßer Pflege die Ursache. Mehltau zeigt sich an einem mehligen Belag auf den Blattoberseiten. Später überzieht er die komplette Pflanze. Am erfolgversprechendsten ist eine frühzeitige Behandlung. Die sieht so aus, dass zunächst sämtliche befallene Teile der Pflanze abgeschnitten und im Hausmüll entsorgt werden sollten.

Zieht die Pflanze im Herbst ein, ist es ratsam, sie bodennah herunter zuschneiden. Einen geringen Befall kann man gegebenenfalls mit verschiedenen Hausmitteln in den Griff bekommen. Ist er bereits weit fortgeschritten, kommt man um den Einsatz von entsprechenden Fungiziden nicht herum.

Tipp: Zur Vorbeugung eines Befalls bieten sich im Frühjahr Spritzungen mit Ackerschachtelhalmbrühe an.

Blattfleckenkrankheit

Auch die Blattfleckenkrankheit kann die Folge von Mangelerscheinungen sein. Anzeichen für diese Erkrankung sind braune, rote oder gelbliche Flecken auf den Blättern. Auch hier ist es wichtig, befallene Pflanzenteile schnellstens zu entfernen ebenso wie alle am Boden liegenden. Behandelt wird mit einem geeigneten Breitbandfungizid aus dem Fachhandel und das gegebenenfalls mehrfach. Bei einem zu starken Befall ist es ratsam, die betreffende Pflanze komplett zu entfernen und entsorgen.

Vorsicht giftig!

Die Trollblume (Trollius) gilt als leicht giftig. Die Giftigkeit entspricht der von Hahnenfußgewächsen, mit denen diese Staude verwandt ist. Die Giftwirkung beruht auf dem Alkaloid Magnoflorin. In der Regel sind Vergiftungserscheinungen nur bei Verzehr großer Mengen zu erwarten. Gefährdet sind vor allem kleinere Kinder, die gerne mal etwas in den Mund stecken.

Nach der Aufnahme des frischen Krautes kann es zu Magen- und Darmbeschwerden, Durchfällen, Brennen der Mundschleimhäute und generellen Schmerzzuständen kommen. In schweren Fällen können Schwindel, Atemnot und starke Krämpfe auftreten. Äußerlich sind bei empfindlichen Personen Reizungen der Haut möglich bis hin zu Blasen und Schwellungen. Insbesondere Allergiker können Symptome wie Schnupfen und Brennen der Augen zeigen.

Tipp: Bei Hinweisen auf eine Vergiftung, insbesondere bei Kindern, sollte möglichst schnell ein Arzt aufgesucht oder die Giftnotzentrale angerufen werden.