Eine neue Rasenfläche wird verlegt und nun stellt sich die Frage, wie viel neue Erde hier benötigt wird. Der folgende Artikel erklärt, was bei Rasenerde für Rollrasen oder Aussaat zu beachten ist.

Welche Erde ist geeignet?

Wenn eine neue Rasenfläche angelegt oder eine bestehende erneuert werden soll, dann sollte als erstes die hier vorhandene Erde geprüft werden. Denn nicht jede ist für einen satten, grünen Rasen geeignet, den sich eigentlich jeder Gartenbesitzer wünscht. Daher sollte das verwendete Rasensubstrat die folgenden Eigenschaften besitzen:

  • Untergrund prüfen
  • bei lehmigen Boden Kompost und Sand zumischen
  • bei sandigem Boden mehr Humus
    zugeben
  • hierauf dann das Rasensubstrat
  • großer Gehalt an Kompost und Humus
  • 50 % Kompost
  • 30 - 40 % Humus
  • Rest des Substrats aus Sand

Durch die Zusammensetzung bekommen die Pflanzen nicht nur direkt am Anfang alle Nährstoffe, die sie benötigen, durch die Zumischung von Sand wird das Erdreich zudem locker und kann als Drainage dienen. Ein Wasserüberschuss kann auf diese Weise schnell ablaufen und es entsteht keine Staunässe. So können sich die neuen Pflanzen aus der Aussaat optimal entwickeln und ein Rollrasen gut anwachsen.

Tipp: Sie können das Rasensubstrat selbst herstellen, wenn Sie keine fertige Mischung aus dem Handel erwerben

möchten. Ansonsten gibt es im gut sortierten Gartenfachhandel das Rasensubstrat in Literangaben zu kaufen.

Rasenfläche vorbereiten

Erde mit Regenwurm

Oftmals ist es der Fall, dass die Fläche, auf der der Rasen angelegt werden soll, nicht ganz gerade ist. Dann muss der Untergrund als erstes bearbeitet und so weit begradigt werden, dass keine Löcher mehr vorhanden sind. Zudem sollte, wie oben beschrieben, die untere Schicht aufbereitet werden. Erst hierauf kommt dann die Schicht der vorbereiteten oder gekauften Rasenerde. Allerdings kann für alle Rasenflächen das Folgende bei der Vorbereitung des Mutterbodens gelten:

  • lehmigen Boden mit Quarz- oder Flusssand auflockern
  • etwa 8-10 Liter Sand pro 100 m² Fläche
  • hier wird kein Humos benötigt
  • in sandigen, leichten Boden Rindenhumus einarbeiten
  • etwa 8-10 Liter Humus pro 100 m² Fläche
  • auf diese Fläche das vorbereitete Substrat für
    Rasen geben

Wie viel Rasenerde ist notwendig?

Rasenpflanzen sind keine Tiefwurzler. Daher muss das verwendete Substrat, das auf den vorhandenen Mutterboden gegeben wird, nicht sehr hoch aufgetragen werden. So reicht es vollkommen aus, wenn dieses zwischen 0,5 und 1,5 cm hoch angelegt wird. Dies ist auch davon abhängig, ob Rollrasen mit Erde verlegt oder der Rasen ausgesät wird. So sollte bei einer Aussaat die Schicht höher sein, als bei Rollrasen. Danach wird unabhängig von dieser Vorbereitung die folgende Menge Substrat aufgegeben:

  • pro m² Fläche 10 Liter fertige oder selbst hergestellte Rasenerde
  • die Rasenerde hierbei gleichmäßig verteilen

Tipp: Nachdem das Substrat aufgebracht wurde, sollten Sie den Boden etwa zwei bis drei Wochen ruhen lassen, bevor die Rasenaussaat oder der Rollrasen aufgegeben werden. So kann sich die Fläche entsprechend setzen und an verschiedenen Stellen auch nochmals begradigt werden, wenn Löcher entstanden sind, zum Beispiel durch gefallenen Regen.