Nicht alles, was im heimischen Rasen wächst, ist von den Eigentümern und Nutzern gerne gesehen. Denn so manches Unkraut kann die Fläche in kurzer Zeit durchdringen, so dass die gewünschte Optik schnell passé ist. Unsere Liste bekannter Rasenunkräuter hilft, sie gezielt zu erkennen. Darüber hinaus erklärt unsere Übersicht alles Wissenswerte rund um Optik und Ausbreitung.

Rasenunkräuter von A bis G

Acker-Schachtelhalm

Acker-Schachtelhalm - Equisetum arvense

Botanischer Name: Equisetum arvense

Alternativnamen: Zinnkraut, Katzenwedel, Pferdeschwanz, Schaftheu, Scheuerkraut

Optik

  • sterile grüne Triebe mit 10 bis 50 Zentimetern Wuchshöhe und Durchmesser bis 5 Millimeter
  • reichlich und regelmäßig quirlig verzweigt mit einfachen
  • aufrechtstehenden Ästen; Stängel mit 6 bis 20 Rippen
  • glatt oder mit Papillen besetzt
  • sporentragende Triebe vor den sterilen Trieben erscheinend und nach dem Ausstäuben absterbend

Blütezeit

  • Erscheinung der Sporentriebe März bis Mai
  • Laubtriebe erst ab Mai

Verbreitung

  • über stark verzweigte
  • behaarte Rhizome bis zu 1,60 Meter tief in den Boden hinein

Schadbild

  • Rasenflächen unterlaufend
  • später durch oberirdische Pflanzenteile verdrängend

Bekämpfung

  • Ausstechen der einzelnen Pflanzen
  • jedoch nur bei Erfassung aller Seitentriebe wirksam
  • alternativ herbizide Mittel

Sonstiges: als Jauche gut gegen saugende Insekten einsetzbar

Ackerwinde

Ackerwinde - Convolvulus arvensis

Botanischer Name: Convolvulus arvensis

Alternativnamen: Herrgottkedelcher, Kornwinde, Waidach, Windglöckchen,

Windling,Feldwinde

Optik

  • Stängelhöhe 30 bis 80 Zentimeter
  • strahlige, breit trichterförmige Blüte in weiß bis hellrot
  • fünfzähliger Kelch
  • nackte, dunkle Stile mit wechselständigen
  • ovalen bis dreieckigen Blättern mit deutlich erkennbarer Rippung

Blütezeit: Juni bis Oktober

Verbreitung: sprossenbildende Wurzel

Schadbild

  • durch kriechende Eigenschaften und hohe Widerstandsfähigkeit sehr hartnäckig
  • jedoch nur geringe Verdrängung oder Unterdrückung von Rasenpflanzen

Bekämpfung

  • Entfernen der Pflanze mit allen Wurzeltrieben
  • auf Grund Wurzeltiefe jedoch sehr aufwändig und langwierig
  • dauerhaft meist nur durch chemische Präparate

Sonstiges

  • wird im Topf auch als kletternde Zierpflanze gezogen
  • früher als Heilpflanze eingesetzt
  • heute auch beliebt als "Bienenfutter" durch hohen Nektargehalt

Breitwegerich

Breitwegerich - Plantago major

Botanischer Name: Plantago major

Alternativnamen: Ackerkraut, Großer Wegerich, Weg-Wegerich

Optik

  • breite, handtellergroße, löffelförmige Blätter aus grundständiger Blattrose
  • 5 bis 7 deutlich hervorgehende Blattnerven vom Stiel bis zur Blattspitze
  • Höhe ca. 10 bis 30 Zentimeter
  • Blütenstände steil aufragend und ährenförmig aus vielen unscheinbaren weißlich-roten Blüten

Blütezeit: Mai bis September

Verbreitung

  • Wind- und Triebstreuer
  • hauptsächlicher Verbreitungsweg über Samen

Schadbild: stark unterdrückende Wirkung gegenüber Edel- und Rasengräsern

Bekämpfung

  • abstechen
  • regelmäßiges Mähen
  • Einsatz von Unkrautvernichtungsmitteln

Sonstiges

  • lange Wurzel
  • somit auch in stark verdichteten Böden, Pflasterritzen etc. zu finden
  • sehr widerstandsfähig
  • Blätter als Salat essbar
  • Samen früher als Mehlersatz herangezogen
  • Blattsäfte mit desinfizierender Wirkung

Faden-Ehrenpreis

Faden-Ehrenpreis - Veronica filiformis

Botanischer Name: Veronica filiformis

Optik

  • stark verzweigter Wuchs mit rundlichen, gestielten Blättern bis zu 15 Millimetern Länge
  • 8 bis 14 Millimeter große Blütenkrone mit 3 weiß bis hellblauen und einem blauen, dunkel gestreiften Kronenblatt

Blütezeit: März bis Juni

Verbreitung: über Blattachselsprossen mit bis zu 50 Zentimeter langen Stängeln

Schadbild

  • durchwächst zunehmende Rasenflächen und verdrängt angesiedelte Gräser
  • auf Dauer stark unterdrückend

Bekämpfung

  • Verhinderung einer Ausbreitung durch regelmäßiges Mähen
  • Einsatz von chemischen Herbiziden

Sonstiges

  • meist einjährig
  • bei guter Etablierung auch mehrjährig anzutreffen

Gänseblümchen

Gänseblümchen - Bellis

Botanischer Name: Bellis perennis

Alternativnamen: Tausendschön, Maßliebchen, Maiblume, Regenblume

Optik

  • dichte, mehrjährige Blattrosette aus dunkelgrünen, runden Blättern mit 3 bis 15 Zentimeter langen
  • blattlosen Blütenschäften mit Körbchen-förmigen Einzelblüten
  • gelber Blütenkern mit weißem, meist rosa eingefassten Blattrand

Blütezeit

  • witterungsabhängig Februar bis November
  • Hauptblütezeit April und Mai

Verbreitung

  • über Samen
  • Wuchs als Solitärpflanzen

Schadbild

  • kein wesentlicher Einfluss auf Rasen

Bekämpfung

  • meist nicht erforderlich
  • bei Bedarf durch Rasenunkrautvernichter

Sonstiges

  • Blüten essbar als Salat, Pesto oder im Kräuterquark
  • früher Einsatz als Heilkraut von Erkältung bis Wundbehandlung

Gewöhnliches Tellerkraut

Gewöhnliches Tellerkraut - Claytonia perfoliata

Botanischer Name: Claytonia perfoliata

Alternativnamen: Kuba-Spinat, Winterportulak, Postelein

Optik

  • ca. sieben bis 20 Zentimeter hoch
  • krautig wachsend
  • zwei Teller- oder Schüsselförmig verwachsende Blätter na den Blütenstängeln
  • Blütenstand aus bis zu 40 kleinen, weißen Einzelblüten

Blütezeit: April bis Juni

Verbreitung

  • über Samen
  • können bis zur kommenden Wuchsperiode im Boden überdauern

Schadbild

  • geringe Auswirkung
  • da meist als Einzelpflanze erkennbar und gut im Ganzen zu beseitigen

Bekämpfung

  • Pflanzen vollständig mit Wurzel abstechen
  • oder nach Regen aus dem weichen Boden ziehen

Sonstiges

  • einjährig
  • allerdings winterhart
  • verzehrfähig und hin und wieder sogar als Wintergemüse angebaut
  • daher nicht in jedem Kontext als Unkraut eingestuft

Giersch

Botanischer Name: Aegopodium podagraria

Giersch - Aegopodium podagraria

Alternativnamen: Dreiblatt, Geißfuß, Zaungiersch, Ziegenkraut

Optik

  • Stängel kantig gefurcht
  • kahl und hohl
  • 30 bis 100 Zentimeter hoch
  • dreiteilige, wechselständige Blätter mit oder ohne Haare
  • flache weiße Blütenstände aus 12 bis 18-Strahligen Blütendolden ohne Hüllblätter
  • Spaltfrüchte ähnlich Kümmel

Blütezeit:

Juni bis Juli

Verbreitung: unterirdische Ausläufer aus stark wucherndem Rhizom

Schadbild: befällt kriechend große Rasenflächen und verdrängt Rasenpflanzen

Bekämpfung

  • regelmäßiges Abhacken der Pflanzen für dauerhafte Schwächung
  • alternativ Umgraben des Bodens mit Beseitigung der bleich-weißen Kriechwurzeln

Sonstiges: mehrjährig

Gundermann

Gundermann - Glechoma hederacea

Botanischer Name: Glechoma hederacea

Alternativnamen: Echt-Gundelrebe, Erdefeu

Optik

  • grob gekerbte
  • nierenförmige Blätter auf leicht behaarten Stielen
  • Laub krautig und flach auf dem Boden ausbreitend
  • die Blütenstände tragende Triebe dagegen steil aufragend
  • Blüten aus den Blattachseln entspringend in Blütenständen von 2 bis 5 Blüten
  • Wuchshöhe bis 30 Zentimeter

Blütezeit: April bis Juli

Verbreitung: in erster Linie vegetativ über Seitentriebe

Schadbild: stark unterdrückend durch enorme Ausbreitungsgeschwindigkeit und flächigen Wuchs auf dem Boden

Bekämpfung

  • durch Abstechen kaum in den Griff zu kriegen
  • daher rascher Einsatz von Unkrautvernichtungsmitteln ratsam

Sonstiges

  • genaue Inhaltsstoffe noch nicht bestimmt
  • allerdings aus Erfahrung als leicht giftig eingestuft
  • hoher Anteil an Bitterstoffen

Rasenunkräuter von H bis L

Hirse

Rutenhirse - Panicum virgatum

Botanischer Name: Echinochloa crus-galli

Alternativnamen: Hühnerhirse

Optik

  • steife, aufrechte Grashalme in dunklem Grün mit scharfem Blattrand
  • unscheinbare Ährenblüten mit herabhängenden Teilblütenständen
  • Blattspreiten um 10 bis 20 Millimeter
  • Wuchshöhe 30 bis 100 Zentimeter

Blütezeit: Juli bis September

Verbreitung: Klettausbreitung über Säugetiere und Vögel

Schadbild: rasche Überwucherung von Rasengräsern

Bekämpfung

  • regelmäßiges Mähen
  • Einsatz von Dimethenamid (gegen alle Schadhirsen)

Sonstiges

  • gilt als eine der 10 bedeutsamsten Unkrautarten weltweit
  • einjährig, stirbt nach erstem Frost rasch ab

Klee

rotklee - Trifolium pratense

Botanischer Name: Trifolium

Optik

  • kleine, kugelige Blütenköpfe mit 1,5 bis 2,5 Zentimetern Durchmesser
  • Weißklee durch weiße Blütenfarbe zu erkennen, Hornklee gelbe Blütenfarbe
  • niedriger, krautiger Wuchs mit drei bis vier kreisförmig am Stil sitzenden Blättern, von der Stilachse her V-förmig gezeichnet
  • Weißklee mit 1 Blüte je Stängel, Hornklee mit jeweils 5 bis 8 Blüten

Blütezeit: Mai bis September

Verbreitung: über Samen und durch wuchernde Seitentriebe

Schadbild

  • deutlich rasenunterdrückend
  • vor allem Hornklee sehr intensiv ausbreitend

Bekämpfung: Unkrautvernichtungsmittel gegen Zweikeimblättrige

Sonstiges: gilt als stark Bienen und Wespen anziehend, wird daher auf Spielplätzen etc. intensiv bekämpft

ACHTUNG: Gerade Hornklee sollte nicht zur Entfernung gemäht werden. Nach einem kurzen optischen Verschwinden tritt der gegenteilige Effekt ein und der Klee breitet sich durch die gelichtete Rasenfläche und die große Verbreitung seiner Teilstücke nur noch schneller und intensiver aus!

Kleine Braunelle

Kleine Braunelle - Prunella vulgaris

Botanischer Name: Prunella vulgaris

Alternativnamen: St.Antonikraut, Brünnikraut, Blauer Guckguck, Gaheyl, Gottheil

Optik

  • immergrün, ausdauernd krautig
  • 5 bis 30 Zentimeter langer Stängel, aufsteigend und spärlich behaart
  • gegenständig angeordnete Laubblätter mit Blattspiere und Blattstiel
  • elliptische bis eiförmige Form, ganzer oder gekerbter Rand
  • kurze, kompakte, aufrecht stehende Blütendolde von 1 bis 4 Zentimetern mit weißlich-violetten Blüten
  • Ansatz unmittelbar über oberstem Blattpaar

Blütezeit: Juni bis Oktober

Verbreitung: über Samen, sowie vegetativ über oberirdische Ausläufer mit Wurzelknoten

Schadbild: deutliche Rasenunterdrückung durch stark wuchernde Krautteppiche

Bekämpfung: Abstechen der ganzen Pflanze, Unkrautvernichtungsmittel

Sonstiges

  • verzehrfähig vor der Blüte als Salat oder Gewürzkraut
  • früher Verwendung gegen Diphtherie, hoher Gerbstoffgehalt
  • heute Verwendung in der Kosmetikindustrie auf Grund enthaltener Rosmarinsäure

ACHTUNG: Das Ausstechen ist nur erfolgreich, wenn alle Pflanzenteile entfernt werden. Bleibt ein kleines Stück im Boden, erwächst daraus eine neue Pflanze!

Kriechender Günsel

kriechender Günsel - Ajuga reptans

Botanischer Name: Ajuga reptans

Optik

  • Wuchshöhe 10 bis 30 Zentimeter, aufrechter, vierkantiger Stängel, lila überlaufen und im oberen Bereich behaart
  • mit eng ansetzenden jeweils paarweise gegenüberstehenden Blättern, sowie grundständige Blattrosette
  • hellgrüne Blattfarbe, Blattform tropfenförmig bis rund, spitzen mehrfach eingeschnitten und gefurcht

Blütezeit: April bis Juni

Verbreitung: über lange Ausläufer mit bewurzelten Knoten

Schadbild: stark unterwandernd und verdrängend

Bekämpfung: Ausstechen mitsamt Wurzel, chemische Bekämpfungsstoffe

Sonstiges

  • zeigt einen frischen
  • nährstoffreichen Boden an
  • gelegentlich als Zierpflanze zu finden

Kriechender Hahnenfuß

kriechender Hahnenfuss - Ranunculus repens

Botanischer Name: Ranunculus repens

Alternativnamen: Butterblume

Optik

  • goldgelbe, 2 bis 3 Zentimeter große Blüten in deutlicher Kugelform
  • Blätter drei- bis fünfzählig
  • in regelmäßigen Rosetten am Blattstiel aufsteigend positioniert

Blütezeit: Mai bis August

Verbreitung: über oberirdisch kriechende Ausläufer der Stängel

Schadbild

  • rasche Verdrängung der Rasenpflanzen durch oberirdische Triebe
  • Entzug von Wasser und Nährstoffen als Konkurrenz zum Rasen

Bekämpfung: Einzelpflanzen einschließlich Wurzel ausstechen, Herbizideinsatz

Sonstiges: gilt als deutlicher Anzeiger von sauren Böden, somit durch Kalkung gut fern zu halten

Löwenzahn

Löwenzahn - Pusteblume - Taraxacum sect. Ruderalia

Botanischer Name: Taraxacum sect. Ruderalia

Alternativnamen: Pusteblume, Kuh-, Hundeblume

Optik

  • 10 bis 30 Zentimeter hoch, mit weißem Milchsaft in allen Pflanzenteilen
  • 1 bis maximal 2 Meter lange, fleischige Pfahlwurzel
  • tiefeingeschnittene, unregelmäßig stark gelappte Blätter, meist dunkelgrün
  • Blütenstile schwach befilzt, bis zu 60 Zentimeter hoch, glatt und hohl
  • buttergelbe, volle, 3 bis 5 Zentimeter große Blüten

Blütezeit

  • ab März / April bis zum Einsetzen des Frosts
  • Blütedauer dabei nur wenige Tage mit nachts
  • bei Trockenheit und Regen geschlossenen Hüllblättern

Verbreitung: über aus der Blüte entstehenden grauen Samen mit Flugschirm

Schadbild

durch

Verbreitung über Samen und Wind rasche Ausbreitung
jedoch jeweils erwachsende Solitärpflanzen ohne durchsetzenden Wurzelzusammenhang

Bekämpfung: abstechen und entsorgen, Unkrautvernichtungsmittel gegen Zweikeimblättrige

Sonstiges

  • eines der häufigsten Unkräuter
  • Blätter als Salat oder Tierfutter (Kaninchen, Meerschweinchen etc.) verwendbar
  • Pflanzensaft stark braunfärbend auf Haut und Textilien

Rasenunkräuter von M bis Z

Moos

Moos als Rasenunkraut

Botanischer Name: Rhytidiadelphus squarrosus

Optik

  • sehr einfach zu bestimmen durch dichten Bewuchsteppich, meist dunkel bis olivgrün
  • bestehend aus sparrig beblätterten Mini-Stämmchen, keine Blüte, da Sporenverbreiter

Blütezeit: entfällt auf Grund Sporenvermehrung

Verbreitung: über Sporen, somit rasche Ausbreitung über ganze Teilbereiche der Rasenfläche

Schadbild: bei günstigen Voraussetzungen (feucht, schattig, zu tief- oder selten gemähter Rasen) extreme Ausbreitung und Verdrängung des Rasens

Bekämpfung

  • Einsatz von chemischen Moosvernichtern
  • Beseitigung der idealen Wachstumsbedingungen durch Vertikutieren
  • Beseitigen von Beschattungen und geeignete Rasenpflege

Sonstiges: gilt als deutlicher Anzeiger einer falschen Rasenpflege und schwieriger Bodenbeschaffenheit bzw. Nährstoff- und Feuchteregulierung

Quecke

Quecke - Elymus repens

Botanischer Name: Elymus repens

Alternativnamen: Schnürgras, Gewöhnliche oder Kriech-Quecke

Optik

  • krautiger Wuchs
  • 50 bis 120 Zentimeter hoch
  • entwickelt Ähren tragenden Halme mit 5 bis 20 Zentimetern Länge
  • locker sitzende Ährchen bis 29 Millimeter
  • grüne, blau bereifte Blätter mit 3 bis 5 Zentimeter Breite
  • bis zu 30 Zentimetern Länge, flach gerippt mit rauer Oberfläche

Blütezeit: Juni bis August

Verbreitung: unterirdische Ausläufer mit bis zu 2 Metern Länge

Schadbild: durch weitläufige Streuung stark rasenzersetzend

Bekämpfung: regelmäßiges Mähen, Unkrautvernichtungsmittel

Sonstiges

  • gilt als extrem hartnäckiges Rasenunkraut
  • Ansiedelung jedoch durch regelmäßiges Mähen gut unterdrückbar
  • nach Ansiedelung mehrjährig immer wiederkehrend

Vogelmiere

Vogelmiere - Stellaria media

Botanischer Name: Stellaria media

Alternativnamen: Vogelsternmiere, Hühnerdarm, Hühnerscherbe, Hustdarm

Optik

  • 3 bis 40 Zentimeter lange Kriechstängel
  • teppichbildend
  • Runder Stielquerschnitt
  • Laubblätter eiförmig und spitz
  • Färbung meist kräftig bis dunkel grün
  • untere Blätter kurz gestielt
  • obere Blätter direkt angesetzt
  • kleine, weiße Blüten mit je 5 Kelch- und Kronblättern

Blütezeit: bei milder Witterung nahezu ganzjährig

Verbreitung

  • Kriechpflanze
  • Verbreitung in erster Linie über Ausläufer und Teppichbildung
  • sowie über Samen

Schadbild

  • stark unterdrückende Wirkung durch wuchernden Pflanzteppich
  • hohe Vermehrungsrate

Bekämpfung

  • Unkrautvernichtungsmittel
  • Ausstechen des ganzen Pflanzenteppichs

Sonstiges

  • einjährige bis zweijährige Pflanze
  • im Kulturanbau als feuchtebewahrender Schattenspender auf Böden zwischen Wein, Apfelbäumen etc. gerne gesehen
  • verzehrbar als Salat, sowie schmerzlindernde Eigenschaften

ACHTUNG: Da eine Verbreitung auch über Pflanzenbestandteile erfolgt, führt das Niedermähen der Vogelmiere nur zu einer noch rascheren Verbreitung!