Eine schöne und gepflegte Rasenfläche steht und fällt mit der gleichmäßigen Aussaat vom Grassamen. Professionelle Gärtner müssen die gleichmäßige Aussaat von Hand oft über viele Jahre üben. So lange haben viele Hobbygärtner nicht Zeit, weshalb sie sich mit Streuwägen abhelfen können. Der Wagen erleichtert nicht nur das Sähen, sondern hilft dabei die Samen gleichmäßig über die Fläche zu verteilen.

Funktionsweise eines Streuwagens

Streuwägen können im Garten vielseitig verwendet werden. Sie dienen dazu um Dünger, Saatgut oder Substrate auszubringen. Der Wagen verfügt in der Regel

über eine Einstellung, mit der reguliert werden kann, wie viel Streugut ausgebracht werden kann. Mit der Einstellung der Größe kann auch unterschiedlich großes Streugut ausgebracht werden.Durch die Vorwärtsbewegung fällst das Streugut später aus dem Wagen. Ausschließlich die Vorwärtsbewegung öffnet die Luken und beim Rückwärtsfahren bleiben sie geschlossen. Dadurch wird verhindert, dass Streugut auf einer Fläche doppelt ausgebracht wird.

Tipp: Es gibt Modelle bei den Streuwägen, die über Farbmarkierungen verfügen, wodurch bereits gestreute Flächen gekennzeichnet werden. Solche Modelle kosten zwar etwas mehr, sind jedoch bei großen Flächen bzw. bei häufiger Verwendung sinnvoll.

Streuwägen können ganzjährig nicht nur zum Ausbringen von Saatgut auf Rasenflächen verwendet werden. Diese Nutzungsmöglichkeiten bieten die Wägen:

  • Sähen
  • Düngen
  • Salz streuen
  • Ausbringung krümeliger Substanzen

RasensamenDer Wagen wird zwar häufig auf Wegen und Rasenflächen genutzt, im Beet kann er ebenfalls hilfreich sein. Bei der Vorbereitung der Beete kann mit dem Wagen gleichmäßig Dünger ausgebracht werden. Auch andere Mittel wie Pflanzenschutzmittel in Form von Granulaten können mit dem Wagen gleichmäßig verteilt werden.

Bodenvorbereitung

Vor dem Ausbringen des Saatgutes mit einem Wagen muss der Boden vorbereitet werden. Bei Rasenböden handelt es sich häufig um stark verdichtete Flächen, die nicht die beste Grundlage für das Saatgut bilden. Die Erde sollte locker sein, weshalb verdichteter Boden erst einmal gelockert werden sollte. Dazu können handelsübliche Gartenfräsen verwendet werden. Damit das Streugut später gleichmäßig

ausgebracht werden kann, muss der Boden nach dem Lockern wieder begradigt werden. Dafür sollte durchaus eine große Wasserwaage zur Hand genommen werden. Zwar lässt sich der Boden nie völlig waagerecht gestalten, größere Unebenheiten können jedoch durch Messen verhindert werden. Damit der Boden auch eben beleibt, wird er mit einer Walze wieder etwas verdichtet.

Saatgut auswählen

Bevor der Grassamen ausgebracht wird, muss eine geeignete Mischung ausgewählt werden. Vom Sportrasen bis hin zum englischen Rasen gibt es unterschiedliche Mischungen mit Grassamen. Die Mischungen unterscheiden sich in der Zusammensetzung der Gräser. Die Gräsermischung für den englischen Rasen ist beispielsweise nicht so strapazierfähig wie Gräser für Sportplätze. Die Auswahl des Saatgutes ist von der späteren Nutzung abhängig. Im Handel gibt es fertige Mischungen etwa für den Freizeitrasen. Im Spezialhandel lassen sich aber auch Rasenmischungen individuell zusammenstellen. So kann die Gräsermischung an eine spezielle Nutzung oder die Boden- bzw. Klimaverhältnisse angepasst werden.

Tipp: Eine Gräsermischung für einen Freizeitrasen wird meist am häufigsten gewählt. Er ist robust und einfach zu pflegen.

Saatgut vorbereiten

Während bei der händischen Ausstreuung keine weitere Vorbereitung zu treffen ist, ist der Samen der Gräser meist zu klein für Streuwägen. Die Menge kann nicht so klein eingestellt werden, dass punktuell nicht zu viel Saatgut ausgebracht werden kann. Der Rasensamen muss daher mit einem anderen Substrat gemischt werden.Die Samen können mit unterschiedlichen Substraten gemischt werden. Dazu eignet sich beispielsweise:

  • Sand
  • feinkrümeliger Kompost
  • Dünger

Bei der Mischung mit Dünger muss vor allem bei Neuanlagen drauf geachtet werden, dass der Boden nicht zu nährstoffreich wird. Geeignet sind beispielsweise Mineraldünger, die mit dem Saatgut vermischt werden. Wird Kompost verwendet, muss darauf geachtet werden, dass die Erde trocken und sehr feinkrümelig ist. Anderenfalls kann es Probleme beim Ausbringen geben und die Erde verstopft die Öffnungen des Wagens.Eine Mischung kann auch aus mehreren Teilen bestehen. Es können die Samen mit Sand und Kompost gemischt werden, wodurch noch ein gleichmäßigeres Bild beim Sähen entsteht.

Streuwagen verwenden

Rasensamen mit Streuwagen ausbringen

Nachdem das Saatgut fertig gemischt wird, kann der Wagen befüllt werden. Dazu wird folgendermaßen vorgegangen:
  • Streumenge einstellen
  • Wagen befüllen
  • Samen gleichmäßig ausbringen
  • ausgesäte Bereiche markieren

Tipp: Bei der Streumenge am Wagen nur die Hälfte einstellen. Nach der ersten Runde wird quer zur Saatrichtung noch einmal über die Fläche gegangen, wodurch ein gleichmäßigeres Bild entsteht.

Nach der Aussaat

Je nach Mischung keimt das Saatgut innerhalb weniger Tage. In dieser Zeit sollte der Boden konstant feucht bleiben und nicht austrocknen. Trockenheit führt dazu, dass die empfindlichen Keimlinge absterben. Obwohl mit dem Streuwagen das Saatgut gleichmäßig ausgebracht wird, kann es passieren, dass es Stellen gibt, wo keine Samen keimen. In diesem Fall wird mit dem Wagen nochmals über die betreffende Stelle gegangen.Der Mutterboden bzw. die Beigabe von Kompost zum Saatgut bietet den Keimlingen meist ausreichend Nährstoffe, um gut anzuwachsen. Nach rund drei Wochen zeigen sich die Vorteile von Streuwagen, denn jetzt kann er dazu verwendet werden, um Dünger auszubringen.