Der Einsatz von Unkrautvernichtungsmitteln muss auf die richtige Weise erfolgen. Dadurch garantieren Sie, dass Sie dem Rasen nicht aus Versehen schädigen oder den Effekt des Mittels neutralisieren.

Unkrautvernichter: Zeitpunkt

Bei Unkrautvernichtungsmitteln handelt es sich um biologische oder chemische Herbizide, die bei Kontakt mit der Pflanze ihre Wirkung entfalten. Sobald das Mittel auf die Blätter gelangt, werden diese zerstört

(Verätzungsmittel) oder die Wirkstoffe in die Pflanze weitergeleitet (Systemische Herbizide), die daraufhin mitsamt ihrer Wurzel eingeht. Im Garten kommen hauptsächlich Verätzungsmittel vor. Sie müssen nach der Anwendung in die Blätter eintrocknen, um die gewünschte Wirkung zu erzielen. Da sie leicht abwaschbar sind, muss der richtige Zeitpunkt gewählt werden, da die Wirkung sonst deutlich geringer ist und Sie die gesamte Prozedur für ein zufriedenstellendes Ergebnis wiederholen müssten.

Der richtige Termin wird durch die folgenden Punkte bestimmt:

  • Mitte Mai bis Juni
  • keine Frostgefahr mehr
  • Tageszeit: Nachmittag, Abend
  • Temperatur: 8°C bis 12°C
  • vier Tage vorher mähen
  • ausgetrockneten Boden vermeiden

Wiese - Rasen - Gras

Des Weiteren sollten Sie darauf achten, dass keine Regengefahr für einen Zeitraum von etwa acht Stunden nach der Behandlung besteht. Checken Sie aus diesem Grund regelmäßig den Wetterbericht. Das Mittel an sich wirkt sich nicht auf den Zeitpunkt aus. Es spielt daher keine Rolle, welches ausgewählt wird. Zusätzlich sollten Sie beachten, dass Unkrautvernichtungsmittel nicht bei Rasenflächen angewandt werden sollten, die jünger als zwei Jahre alt sind. Sie könnten die Gräser ebenfalls

töten, da sie sich noch nicht ausreichend etabliert haben und deutlich empfindlicher sind.

Hinweis: Verwenden Sie Unkrautvernichtungsmittel niemals im Hochsommer, da die Gräser unter starkem Trockenstress leiden können. Die warmen Temperaturen sorgen dafür, dass es durch die Mittel zu Verbrennungen kommen kann.

Anwendung der Unkrautvernichtungsmittel

Sobald der Behandlungstag eingetreten ist, müssen Sie die Mittel auf die richtige Weise anwenden, um den besten Effekt zu erzielen. Sie verwenden abhängig vom Unkrautvernichter unterschiedliche Hilfsmittel, die das Ausbringen erleichtern. Wenn Sie kleine oder direkt neben Beeten gelegene Rasenflächen behandeln wollen, verwenden Sie Ihre Gießkanne. Sie verhindern die versehentliche Behandlung Ihrer Blüh- und Gemüsepflanzen, die ebenfalls unter den Mitteln leiden könnten. Mit einer Rückenspritze werden größere Flächen behandelt, die nicht direkt neben Ihren Beeten liegen. Sie verteilen das Mittel zwar randscharf, über mögliche Winde könnten die Unkrautvernichter dennoch in Ihren Beeten landen, dauerhaft große Schäden anrichten und Ihre Ernte zerstören. Granulate lassen sich gut mit der Hand oder einem Streuwagen verteilen.

Tragen Sie das Mittel gleichmäßig auf die Rasenfläche auf und beachten Sie dabei die folgenden Sicherheitshinweise:

  • Dosierung nach
    Angaben des Herstellers beachten
  • Tiere oder Kinder fernhalten
  • Handschuhe tragen
  • gegebenenfalls Mundschutz und Schutzbrille tragen
  • nicht gegen den Wind sprühen
  • nicht auf geschlossenen Flächen (z.B. Steinterrassen) anwenden
  • Herbizide könnten in die Kanalisation gelangen
  • Rasen 24 Stunden nicht betreten

Tipp: Falls Sie keine Unkrautvernichtungsmittel verwenden wollen und keine zu große Rasenfläche besitzen, können Sie das Grünzeug manuell entfernen. Dafür bietet sich ein Unkrautstecher an, mit dem Sie die einzelnen Unkräuter mitsamt der Wurzeln aus dem Boden ziehen.

Ab wann mähen?

Rasenmäher

Einer der wichtigsten Punkte nach der Anwendung des Unkrautvernichters ist der Zeitpunkt, wann wieder gemäht werden kann. Sie sollten den Rasen niemals direkt nach der Behandlung mit dem Rasenmäher zu Leibe rücken, da sie sonst nicht einwirken können. In diesem Fall würden Sie nur unnötig Geld für die Mittel ausgeben. Mähen ist dennoch notwendig, um die abgestorbenen Pflanzenreste zu entfernen, damit die Gräser nicht mehr um Wasser, Licht und Nährstoffe konkurrieren müssen. Gemäht wird frühestens 48 Stunden nach der Behandlung, obwohl Sie länger warten können.