Heckenpflanzen - Thuja, Liguster oder Kirschlorbeer?
Für welche Heckenpflanzen man sich entscheiden soll, wird einem nicht immer leicht gemacht. Wichtig ist, zu prüfen, ob man den Pflanzen die bestmöglichen Standortbedingungen bieten kann und ein passendes Pflanzsubstrat. Vom Pflegeaufwand ähneln sich ...Thuja, Liguster und Kirschlorbeer.
Thuja und Kirschlorbeer sind immergrün. Das ist ein Vorteil. Doch es gibt auch Ligusterarten, die ihre Blätter zu einem großen Teil erst sehr spät verlieren oder auch einen großen Teil von ihnen behalten.
Alle drei Pflanzen lassen sich gut zurückschneiden. Sie treiben nach dem Schnitt gut und verzweigt wieder aus. Besonders dem Liguster bekommt ein Schnitt gut. Sollte die Hecke wirklich einmal zu groß sein, kann man sie total zurück schneiden, sogar bis auf den Stock. Auch Kirschlorbeer nimmt einen stärkeren Schnitt nicht übel. Wenn man mit einem Schnitt schon bei relativ jungen Pflanzen beginnt, werden diese schön dicht. Diese Dichte bei älteren Pflanzen hinzubekommen ist dann schwieriger. Thuja sollten auch regelmäßig beschnitten werden, damit es nicht irgendwann notwendig wird, ins alte Holz schneiden zu müssen. Da treiben nämlich nicht alle wieder aus. Besser ist es, regelmäßig wenig, als einmal viel zu schneiden.
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Von den Blüten her ist eine Thujahecke am unauffälligsten. Die Blüten sind klein und unscheinbar. Die Kirschlorbeerhecke sieht da schon besser aus. Wie Kerzen erheben sich die Blütendolden. Sie blühen im Frühling, oft aber auch noch einmal im Herbst. Blühender Liguster sieht gut aus und riecht vor allem stark. Bei einer großen Hecke ist das nicht immer angenehm. Die Beeren bleiben lange an den Ästen, auch wenn die Blätter im Winter weg sind.
Kirschlorbeerhecken haben auch Nachteile. Oft frieren im Winter viele Blätter weg, vor allem, wenn sie die winterliche Sonne abbekommen. Auch vertragen viele Sorten keinen zugigen Standort. Wenn man zum Schneiden eine Heckenschere benutzt, bleiben hässliche zerstückelte Blattstücken übrig. Besser ist es, mit der Hand zu schneiden. Das macht mehr Arbeit, das Ergebnis ist aber deutlich sehenswerter.
Liguster sollte zweimal im Jahr beschnitten werden. Wem das zu viel Arbeit ist, der sollte sich nicht für diese Hecke entscheiden. Es gibt aber auch Sorten, die mit einem Schnitt auskommen. Wenn man die Pflanzen einfach wachsen lässt, breiten sie sich aus, brauchen viel Platz, sehen aber gut aus und tragen viele Blüten und Beeren.
Thujen brauchen in den ersten drei Jahren nach der Pflanzung viel Wasser. Danach geht es. Sie sind je nach Sorte anfällig für Pilzerkrankungen. Ein Schädling der gern über sie herfällt und Schaden anrichten kann ist die Thujaminiermotte, bzw. deren Raupen.
Eigentlich ist es Geschmackssache, für welche der drei Hecken man sich entscheidet. Die Vor- und Nachteile heben sich gegenseitig auf. Von den Standortbedingungen und der Pflege sind die Pflanzen ähnlich, nur im Aussehen unterscheiden sie sich.
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