Japanischer Spitzahorn - Pflege und Schneiden
Der Japanische Spitzahorn (Acer palmatum) überzeugt durch seine schön geformten Blätter und die tolle Blattfärbung. Die Bäume sind zierlich, werden nur etwa 2 Meter hoch und ebenso breit.
Sie eignen sich damit wunderbar ... zur Kübelpflanzung.
Man nutzt sie auch für Bonsaikulturen. Der Japanische Spitzahorn passt auf Balkone, Terrassen, auf Innenhöfe oder an Wasserbecken. Er findet auch Platz in einem Steingarten oder einem Japanischen Garten.
Standort
Der Japanische Spitzahorn gehört nicht in die pralle Sonne. Er bevorzugt durchbrochene Sonne oder sehr hellen Halbschatten. Der Ahorn benötigt nach Möglichkeit einen windgeschützten Platz.
Pflanzsubstrat
Das Pflanzsubstart soll nährstoffreich, etwas feucht und wasserdurchlässig sein. Der Baum reagiert empfindlich auf Staunässe. Günstig ist ein mittlerer bis hoher Humusgehalt. Bei schweren Lehmböden sollte man Torfmull untermischen, um den Boden zu lockern. Kalkhaltige Erde verträgt der Baum nicht.
Gießen und Düngen
Der Ahorn hat viele Blätter und verdunstet damit viel Wasser. Die Erde ...
muss daher stets feucht, aber nie nass gehalten werden. Staunässe ist zu vermeiden.
Schneiden
Der Japanische Ahorn benötigt keinen Schnitt. Am besten lässt man ihn einfach wachsen. Das sieht am natürlichsten aus. Man lichtet den Baum erforderlichenfalls nur aus. Ein Rückschnitt ist nicht unproblematisch, da die Bäume nur schwer aus altem Holz neu austreiben. Wenn man bis zum Stamm herunter schneidet, kann der Baum diesen Ast nur schwer ersetzen. Man sollte auf junge, austreibende Äste zurückschneiden. Die Wunden verschließt man mit Wundenverschlussmittel, damit keine Krankheitserreger eindringen können.
Überwintern
Im Winter ist ein frostfreier Standort empfehlenswert. Wärmer als 8 ˚C sollte es am Standort aber nicht sein. Die oberirdischen Teile sollten vor kaltem, trockenen Wind geschützt werden. Der Wurzelballen muss stets leicht feucht gehalten werden. Das Pflanzsubstrat darf niemals ganz austrocknen.
Vermehren
Am einfachsten vermehrt man den Japanischen Spitzahorn durch Samen. Stecklingsvermehrung ist ebenfalls möglich, aber schwierig. Oft gelingt die Vermehrung über Stecklinge nicht. Samen sind besser geeignet.
Krankheiten und Schädlinge
Ahornbäume sind sehr anfällig für die Verticillium-Welke, eine Pilzerkrankung, die vom Boden aus in die Pflanze eindringt. Der Pilz wird häufig bei Neuanpflanzungen eingeschleppt. Man erkennt den Befall an den welken Blättern. Neu ausgetrieben Triebe zeigen plötzlich welke Blätter. Die Blätter sind schlaff und haben eine ungesunde fahlgrüne Farbe. Auch Äste werden befallen. Der Pilz verstopft die Wasserleitungsbahnen. Man kann ihn nicht direkt bekämpfen. Am besten ist Vorbeugen. Dazu gehört, die Kulturbedingungen möglichst optimal einzuhalten. Außerdem können Pflanzenstärkungsmittel eingesetzt werden. Eine Absenkung des pH-Wertes kann die Infektionsgefahr absenken. Durch eine professionelle Kompostierung lassen sich die Dauerkörper abtöten. Meist bleibt nur die Möglichkeit, befallene Ast- und Triebteile bis deutlich ins gesunde Holz zurückzuschneiden.
Oft hat ein Japanischer Spitzahorn braune Blätter. Das kann daran liegen, dass er zu nass oder aber auch zu trocken steht. Allerdings kann er auch zu viel Sonne abbekommen haben. Außerdem kommt es vor, dass er mit kaltem Wind nicht klarkommt. Deshalb ist ein windgeschützter Standort wichtig.
Stellt man an seinem Ahorn Bohrlöcher im Stamm fest oder man findet Bohrspäne, kann es sich um den Citrusbockkäfer handeln. Sie werden mit den Pflanzen aus Asien in die Baumschulen eingeschleppt. Der Schädling ist so gefährlich, dass er sogar meldepflichtig ist. Er breitet sich leicht auf viele einheimische Baumarten aus und bringt sie zum Absterben.
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