Roter Ahorn - Pflege, Krankheiten, Schneiden
Ein Roter Ahorn oder Rot-Ahorn (Acer rubrum), wie er in der botanischen Schreibweise heißt, ist im Garten eine Augenweide. Seinen Namen hat er von seiner leuchtend roten Herbstfärbung.
Ein Rot-Ahorn kann bis 27 ... m hoch werden.
In unseren Breiten wird er aber kaum höher als 15 m. Wenn der Baum frei steht, wächst die Krone hochoval und ist nicht sehr dicht. Bevor das Laub austreibt, erscheinen kleine rote Blütenbüschel in großer Fülle. Er duftet honigartig. Die Früchte sind rot. Der Rot-Ahorn stammt aus dem östlichen Nordamerika.
Standort
Der Rote Ahorn benötigt einen sonnigen bis lichtschattigen Standort. Er mag es gern warm bis kühl. Günstig ist, wenn der Baum etwas windgeschützt steht.
Pflanzsubstrat
Der Boden sollte frisch bis feucht und sehr hochwertig sein. Der Baum mag mittelgründiges bis tiefgründiges Pflanzsubstrat. Bodenverdichtung gefährdet die Entwicklung des Ahorn. Der ideale pH-Wert des Bodens liegt zwischen 5,0 und 6,5. Kalk verträgt er ...
nicht. Besonders gut wächst der Rot-Ahorn auf nährstoffreichen, sauren Böden. Auf kalkhaltigen und trockenen Böden zeigt der Rot-Ahorn kaum seine leuchtende Herbstfärbung.
Gießen und Düngen
Der Rot-Ahorn verträgt große Hitze nicht sehr gut. Er mag keine Luft- und Bodentrockenheit. Der Pflanzballen sollte stets feucht bis nass gehalten werden. Überschwemmungen verträgt der Baum dagegen gut.
Überwintern
Noch junge Rot-Ahornbäume sind spätfrostgefärdet. Ältere Bäume sind gut frosthart.
Schneiden
Wer einen Ahorn pflanzt, sollte wissen, dass man ihn am besten einfach wachsen lässt. Fast alle Ahornarten wollen nicht geschnitten werden. Die Bäume werden anfällig für Mehltau und andere Krankheiten.
Wenn der Rote Ahorn geschnitten werden muss, tut man das am besten mit der beginnenden Vegetationsruhe. Dann ist der Saftdruck niedrig, das ist wichtig, da der Baum dazu neigt, viel Saft zu verlieren. Zur Abdeckung der Wunden kann Baumwachs genutzt werden. So kann der Baum nicht ausbluten.
Vermehrung
Der Rot-Ahorn kann durch Samen und Stecklinge vermehrt werden. Zur Vorbehandlung werden die Samen mit heißem Wasser übergossen. Man legt sie ca. drei bis vier Monate in ein feuchtes Substrat und lagert sie bei 2 bis 5 ˚C im Kühlschrank oder Kalthaus. Aussäen kann man prinzipiell ganzjährig. Die beste Zeit ist aber der Herbst oder der Winter. Dazu steckt man die Samen etwa einen Zentimeter tief in Anzuchterde plus Sand oder Perlit oder aber in Kokohum. Die ideale Temperatur zum Keimen liegt bei 18 bis 20 ˚C. Das Pflanzgefäß stellt man hell, das Pflanzsubstrat sollte stets leicht feucht, aber nicht nass sein. Die Keimzeit dauert ca. 3 bis 6 Wochen. In der Wachstumsperiode muss man die Pflänzchen regelmäßig gießen. Im ersten Jahr pflanzt man das Bäumchen noch nicht aus. Man überwintert es hell, bei 5 bis 10 ˚C. Dann kann es in Einheitserde vermischt mit Sand oder Perlite gepflanzt werden. Ältere Exemplare kann man auspflanzen.
Krankheiten und Schädlinge
Ahornbäume sind sehr anfällig für die Verticillium-Welke, eine Pilzerkrankung, die vom Boden aus in die Pflanze eindringt. Der Pilz wird häufig bei Neuanpflanzungen eingeschleppt. Man erkennt den Befall an den welken Blättern. Neu ausgetrieben Triebe zeigen plötzlich welke Blätter. Die Blätter sind schlaff und haben eine ungesunde fahlgrüne Farbe. Auch Äste werden befallen. Der Pilz verstopft die Wasserleitungsbahnen. Man kann ihn nicht direkt bekämpfen. Am besten ist Vorbeugen. Dazu gehört, die Kulturbedingungen möglichst optimal einzuhalten. Außerdem können Pflanzenstärkungsmittel eingesetzt werden. Eine Absenkung des pH-Wertes kann die Infektionsgefahr absenken. Durch eine professionelle Kompostierung lassen sich die Dauerkörper abtöten. Meist bleibt nur die Möglichkeit, befallene Ast- und Triebteile bis deutlich ins gesunde Holz zurückzuschneiden.
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