Garten

Ergonomisch Gärtnern Teil 1: Das Hochbeet

pixelio.de / Uschi Dreiucker(Bild: pixelio.de / Uschi Dreiucker) Die eigene Gesundheit gehört zur wichtigsten Ressource, welche Gärtner für ihre Arbeit brauchen. Deshalb ist es wichtig auch auf die Gesundheit – und dazu gehört auch eine gute Beweglichkeit – zu achten. Aus diesem Grund möchten wir hier im Hausgarten.net-Blog mit einer kleinen Serie näher auf die Thematik des “Ergonomischen Gärtnerns” eingehen. In diesem ersten Teil geht es um das Hochbeet, welches am besten noch jetzt im März angelegt werden sollte.

Der in diesem Zusammenhang wichtigste Vorteil eines Hochbeetes liegt darin, dass man in aufrechter oder nur in ganz leicht gebückter Haltung Obst, Gemüse und Kräuter anbauen, kultivieren und ernten kann.

Weitere Vorteile des Hochbeets

Neben dem diesem rückenschonenden Gärtnern weist ein Hochbeet aber noch viele andere Vorteile auf. Üblicher Weise wird ein Hochbeet nämlich als Kompostmiete und gleichzeitig als Kultivierungsfläche genutzt. Durch den in der Kompostmiete entstehenden Verrottungsprozess ist das Hoochbeet wärmer, so dass man um ein paar Wochen früher ernten kann. Ein Hochbeet eignet sich hervorragend zur Anlage in einem Grundstück mit nährstoffarmem Gartenboden.

Bau eines Hochbeetes

Für das Grundgerüst braucht man entweder einen Holzkasten oder einen gemauerten Kasten. Dieser sollte eine Breite von 1,20 Meter nicht überschreiten, so dass man von beiden Seiten gut an die Kultivierungsfläche heran kommen kann. Die Höhe des Beetes kann zwischen 60 bis 80 Zentimetern variieren. Die Länge kann man individuell gestalten. Für den Holzkasten sollte man unbehandeltes zum Beispiel einfaches, ungehobeltes Konstruktionsholz verwenden. Gut eignet sich auch Lärchenholz. Innen können die Hölzer mit Hilfe einer Folie gegen Feuchtigkeit aus dem Erdreich abgedichtet werden. Wer sich nicht selbst im Baumarkt die Materialien für den Bau seines Hochbeetes zusammen suchen möchte, der kann alternativ auch einen fertigen Bausatz, wie zum Beispiel das Juwel Hochbeet, verwenden.

Aufstellen

Empfehlenswert ist eine Ausrichtung des rechteckigen beziehungsweise kastenförmigen Hochbeetes in Nord-Südrichtung. So lässt sich das Sonnenlicht besonders gut nutzen. An dieser Stelle hebt man die Rasensoden in Stücken ab oder hebt ein etwa 20 Zentimeter tiefes Loch in der Größe des Hochbeetes aus. Dieses Material nur zur Seite legen, denn es wird später noch gebraucht. Um zu verhindern, dass Wühlmäuse sich im Hochbeet breit machen, vergittert man den Boden mit Kaninchendraht. Anschließend stellt man den Holzkasten in die Vertiefung oder mauert den Steinkasten. Nun füllt man eine circa Schicht aus grobem holzigem Baum- und Strauchschnitt sowie mit feinem Schnittgut ein. Die beiseite gelegten Grassoden gibt man dann mit dem Gras nach unten auf das holzige Grobmaterial. Nicht vergessen: Gut fest treten, weil das Beet sonst später stark absackt. Anschließend mischt man alles was der Garten so an Grünabfällen zu bieten hat sowie auch Kuh- oder Pferdemist gut miteinander. Diese Maße gibt man dann in das Hochbeet bis unter dem Rand noch etwa 30 Zentimeter für die oberste Kulturschicht verbleiben. Dafür eignet sich eine Mischung aus dem Aushub des Kastens mit Humus. Durch den Verrottungsprozess wird das Beet von untern erwärmt, so dass darin auch junge Gemüsepflänzchen gut gedeihen. Deckt man das Hochbeet noch zusätzlich mit Abdeckvlies ab, kann man noch früher ernten.

Welche Pflanzen?

Gartenexperten raten dazu in den ersten zwei Jahren nur stark zehrendes Gemüse im Hochbeet anzubauen. Dadurch soll nämlich eine Anreicherung an Nitraten im Boden verhindert werden. Zu den stark zehrenden Gemüsesorten gehören unter anderem Tomaten, Gurken, Kartoffeln, Kohlgewächse und Zucchini. Später kann man dann auch Karotten, Zwiebeln und Salat im Hochbeet ziehen.

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