(Foto: Helmers Baumschulen GmbH) Ein japanischer Garten dürfte vor allem bei Puristen, also bei Menschen die das Schlichte, Einfache und gleichzeitig akkurat Geordnete lieben, sehr gut ankommen. Denn solche Gärten überzeugen am meisten durch ihre karge Schönheit. Eine solche Gartengestaltung harmoniert übrigens sehr gut zu einer modernen Architektur.
Allen grünen Puristen, welche sich für eine solche exotische Natur-Komposition erwärmen können, sollten sich gut auf die Gestaltung vorbereiten. Doch eigentlich gilt das ja auch für alle anderen Möglichkeiten der Gartengestaltung.
Stein an Stein
In japanischen Steingärten kann man oftmals vergeblich nach Bäumen oder sonstigen Grünpflanzen Ausschau halten. Wie das Immobilienportal Immowelt.de erklärt, beschränkt er sich nämlich durch einfache geometrische Mittel auf eine idealisierte Nachbildung der Natur und lädt damit zur Entspannung und Meditation ein.
Als Stilmittel symbolisieren etwa Felsbrocken von unterschiedlicher Größe Gebirge. Wasser lässt sich im japanischen Garten mit Hilfe von weißen Kieseln oder hellen Linien aus Sand andeuten.
Dieses fernöstliche Gartenschaffen hat ihre Ursprünge in der Zen-Philosophie. Damit ein optimales Ergebnis erreicht werden kann, sollte man schon vor dem Anlegen eines japanischen Steingartens ein paar Hinweise beachten. ‚ Beispielsweise ist es gut, den Untergrund des Trockengartens erst einmal von Pflanzen und Unkraut zu befreien. Einen erneuten Unkrautwuchs sollen spezielle Unkrautfolien verhindern. Dann erst kann man damit beginnen die Steine zu positionieren. Danach bedeckt man die komplette Fläche mit einer Schicht aus Kies oder Sand und harkt diese abschließend in Form. Die Linien sollten dabei dann von den Steininseln nach außen führen und sie können auch ineinander übergehen. Leichter lässt sich diese Designarbeit bewerkstelligen, wenn man sich vorher eine Skizze angefertigt hat. Damit die ƒsthetik aus fremder Kultur im Steingarten erhalten bleibt, entfernt man starken Moosbefall regelmäßig.
Pflanzen beleben die Sinne
Nicht jeder mag es ganz schlicht und nur in Steinoptik. Ein normaler japanischer Garten beziehungsweise Elemente daraus sind für Pflanzenliebhaber besser geeignet. Natürlich darf dann Bambus nicht fehlen. Hierzulande bekommt man das Gras glücklicherweise auch als winterharte Sorte. Ebenfalls gut in den fernöstlichen Garten passen Farne und Chinagras. Als typische Bäume empfehlen sich niedriger Ahorn (besonders schön finde ich persönlich den roten Schlitzahorn), Koniferen und Lärchen. Als dezente Farbtupfer eignet sich etwa ein Büschel Schwertlilien. Jedoch gilt es beim Anpflanzen zu beachten, dass sich die Pflanzen den zentralen Elementen Stein und Wasser unterordnen. Denn insgesamt bestechen japanische Gärten durch ihre minimalistische Anordnung.
Abgerundet werden solche Anlagen unter anderem durch einzelne Deko-Objekte wie etwa einer Bank, kunstvollen Steinbrücken oder -figuren oder Laternen.

Eure Kommentare
Leider keine Kommentare.