Vorsicht vor explosivem Gemisch

Photocase(Bild: Photocase) Beim Heimwerken sind Allzweckprodukte, die außerdem noch schnell wirken, sehr beliebt. Allerdings sind solche Produkte nicht immer ganz ungefährlich. Wenn man als Heimwerker in den Baumarkt geht, um dort Bau- oder Montageschaum einzukaufen, dann sollte man – sofern vorhanden – besser nicht zu einem Zwei-Komponenten-System (2K-Montageschaum) greifen.

Von herkömmlichen Spraydosen her kennt man sowieso den Sicherheitshinweis diese vor Sonnenbestrahlung und Temperaturen über 50 Grad zu schützen. Dies gilt natürlich bei Dosen mit 2K-Bauschaum auch. Ist eine Dose mit 2K-Montageschaum allerdings wärmer als 25 Grad Celsius, dann darf sie nicht verwendet werden, sondern sollte eventuell mit kaltem Wasser abgekühlt werden. Durch das Mischen der beiden Komponenten wird nämlich eine chemische Reaktion in Gang gesetzt, welche die Dose noch zusätzlich erwärmt. Wird dann der 2K-Bauschaum nicht schnell genug verarbeitet besser gesagt die Dose nicht innerhalb weniger Minuten entleert, dann kann sich die Dose rasch auf über 50 Grad erhitzen und birgt so die Gefahr zu explodieren. Im Rohbau herrschen, vor allem im Sommer schnell Temperaturen über 25 Grad Celsius. Bei dieser Temperatur hat man nur rund drei Minuten Zeit den 2K-Schaum zu verarbeiten inklusive der Entleerung der Dose. Bei 20 Grad hat man dafür etwa vier und bei 10 Grad Celsius circa sechs Minuten Zeit. Alles keine langen Zeitspannen, wenn man bedenkt das in einer Dose oftmals soviel Schaum enthalten ist, dass man damit bis zu drei Türzargen ausschäumen kann und die Dose komplett entleert werden muss. Außerdem sind als persönliche Schutzausrüstung bei der Verarbeitung des Materials Schutzhandschuhe und Schutzbrille zu tragen. Weitere Betriebshinweise sind im Gefahrstoff-Informationssystem der BGBau unter www.wingis-online.de zu finden.
Natürlich braucht man beim Heimwerken nicht gänzlich auf Montageschaum zu verzichten. Allerdings sollte man, der eigenen Sicherheit wegen, besser auf einen Ein-Komponentenschaum (1K-Montageschaum) ausweichen. Generell gilt: Entleerte PU-Schaumdosen dürfen nicht im Hausmüll entsorgt werden, sondern sind bei der kommunalen Sammelstelle oder beim jeweiligen Händler abzugeben.
Wer ökologisch bauen will, kann als Alternative zum Bauschaum als Dämm- und Füllmaterial auch Naturfasern verwenden. Diese werden dann in die Hohlräume gestopft.

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